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Romanze mit der Revolution | A Romance with Revolution

Eröffnung: Do, 17.8.2017 | 18 Uhr

Dauer: 18.8. - 12.11.2017

Petr Belyi (RU)
Lene Berg (NO)
DAI Hua (CN)
Chto Delat (RU)
Yevgeniy Fiks (RU/US)
Gluklya (RU)
Nermine Hammam (EG)
Norbert W. Hinterberger (AT)
Francis Hunger (DE)
Anna Jermolaewa (RU/AT)
Nikita Kadan (UA)
Natasha Kraevskaya (RU)
Victoria Lomasko (RU)
Yerbossyn Meldibekov (KZ)
Ivan Moudov (BG)
Dan Perjovschi (RO)
Fabian Reimann (DE)
Luise Schröder (DE)

Kuration: Anastasia Patsey (RU), Direktorin Museum für non-konformistische Kunst, Pushkinskaya-10, St. Petersburg.

In Zusammenarbeit mit dem Kunstfest Weimar

Gefördert von: Kulturstiftung des Freistaats Thüringen, Thüringer Staatskanzlei — Abteilung Kultur und Kunst, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Stadt Weimar, Österreichisches Kulturforum Berlin und Förderkreis der ACC Galerie Weimar.

Zwischen Ahnenkult, Affirmation und Revision

Karl-Marx-Installation in Trier, Mai 2013
© Ottmar Hörl

Prof. Dr. Karl Schawelka, Weimar

Karl Marx wurde rasch zur Ikone der Arbeiterbewegung, was nicht zuletzt an der Unverwechselbarkeit seiner medialen Inszenierung lag. Auf ihn berief und beruft sich weiterhin die politische Linke. Der Umgang mit ihm unterschied sich jedoch erheblich in Ost und West, denn nur, wenn ausreichend ökonomische und politische Macht dahinterstand, konnte er den öffentlichen Raum besetzen. Im anderen Fall musste man zu den Mitteln der Gegenkultur greifen. Andrerseits haben die offiziellen Denkmäler im Osten sogar den Niedergang des Marxismus-Leninismus relativ unbeschadet überstanden. Das 1990 am Berliner Marx-Engels-Denkmal angebrachte Graffito „Wir sind unschuldig“ bringt diese dem Vordenker und Philosophen entgegen gebrachte Wertschätzung auf den Punkt. Heute herrscht auch in den kapitalistischen Ländern eine eher entspannte Haltung ihm gegenüber vor. Man schätzt ihn als Vordenker, Kritiker und Philosophen, den zu studieren weiterhin die Mühe lohnt, aber er schockiert nicht mehr. Auch haben sich unsere Gedenkformen erheblich gewandelt. Im Vortrag sollen die Wechselfälle seiner medialen Inszenierungen in Ost und West bis in die Gegenwart untersucht werden.

ACC Redaktion (25.10.2017)

Donnerstag, 16. November 2017, 20:00 Uhr, ACC Galerie
Eintritt: 3 € | erm. 2 € | Tafelpass 1 €