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Romanze mit der Revolution | A Romance with Revolution

Eröffnung: Do, 17.8.2017 | 18 Uhr

Dauer: 18.8. - 12.11.2017

Petr Belyi (RU)
Lene Berg (NO)
DAI Hua (CN)
Chto Delat (RU)
Yevgeniy Fiks (RU/US)
Gluklya (RU)
Nermine Hammam (EG)
Norbert W. Hinterberger (AT)
Francis Hunger (DE)
Anna Jermolaewa (RU/AT)
Nikita Kadan (UA)
Natasha Kraevskaya (RU)
Victoria Lomasko (RU)
Yerbossyn Meldibekov (KZ)
Ivan Moudov (BG)
Dan Perjovschi (RO)
Fabian Reimann (DE)
Luise Schröder (DE)

Kuration: Anastasia Patsey (RU), Direktorin Museum für non-konformistische Kunst, Pushkinskaya-10, St. Petersburg.

In Zusammenarbeit mit dem Kunstfest Weimar

Gefördert von: Kulturstiftung des Freistaats Thüringen, Thüringer Staatskanzlei — Abteilung Kultur und Kunst, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Stadt Weimar, Österreichisches Kulturforum Berlin und Förderkreis der ACC Galerie Weimar.

Vom prophetischen Schrecken der Revolution

Vollzog die revolutionäre Tendenz seiner Zeit in der Literatur: Franz Kafka
Commons Wikimedia

Nikolai Bersarin (Berlin)

Im Vortrag sollen mit Kafkas »Der Prozess« die besonderen Züge dessen Literatur dargestellt werden – nämlich eine Revolution der Poetik und des Schreibens. Das noch junge Medium Film hielt genauso in den Roman Einzug wie Photographie und Theater. Mit Adorno kann man bei Kafkas Prosa von Gesten aus Begriffen sprechen. Das Spezifische dieser Prosa wird Thema des Vortags sein: sowohl die Form des Fragments, die Verquickung von Biographischem und Fiktion und ebenso, dass jene Revolution, die gesellschaftlich bereits in der Luft lag, sich auch in der Literatur ausbreitete und die Avantgarden erfasste, soll anhand von Kafkas »Prozess« gezeigt werden. Ein neuer Realismus konstituierte diese Literatur. Ein Realismus, der den Schrecken des Jahrhunderts wie auch die Fragilität von Subjektivität prophetisch vorwegnahm und in literarische Bilder bannte. Bersarin forscht zur kritischen Theorie der Gesellschaft.

Robert Hagmeister (23.08.2017)

Donnerstag, 21. September 2017, 20:00 Uhr, ACC Galerie
Eintritt: 2 € | erm.: 1 €