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THÜRINGEN - Die ganze Wahrheit

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A Kids Headquarters

Part 1: Mikhail Karikis

Nächste Veranstaltungen in der ACC Galerie Weimar:

26. Internationales Atelierprogramm von ACC und Stadt Weimar 2021/22
1. Stipendiatin: Malak Yacout (EG) | Thema: Rückzug | Retreat
Da ein Weimaraufenthalt für die Ägypterin Malak Yacout coronabedingt nicht möglich ist, arbeitet sie von Abu Dhabi aus an ihrem Weimarer Performanceprojekt A Crack as a Sign ... of Guilty Conscience, dessen Narrative sich zwar aus eigenen und fremden Erfahrungen speisen, jedoch stark fiktionalisiert und somit nicht mehr als solche identifizierbar sind. Eine Online-Performance bei einem Therapeuten in Ägypten, in der sie einen kontroversen Vorfall in ihrem Heimatland verarbeitete, ebnete den ästhetischen Weg für ihre Weimarer Arbeiten. Inspiration holt sie sich z.B. aus Jalal Toufics Theorie The Withdrawal of Tradition Past a Surpassing Disaster, aus ägyptischen Fernsehserien oder aus dem Umgang mit schweigenden Zeug*innen vor Gericht. Sie plant u.a. ein Skin Diary, in dem sie die Veränderungen und Irritationen ihrer Haut und ihren psychischen Zustand festhält, um die Relationen zwischen den Ekzemen und den möglichen mentalen Stressoren sowie äußeren Ereignissen zu identifizieren. Für die Dokumentation wählt sie das Medium der Filmfotografie, um die Archiv-Ästhetik dieses Vorhabens einzufangen.

Clara Carvajal (*1970), die zweite Stipendiatin des 27. IAP Rückzug, ist vom Juni bis September Gast der Stadt Weimar. In ihrer Arbeit The Displaced Hive: for a performance of images 2 wird sie anhand des Massentourismus auf dem Mount Everest und der durch Covid-19 verursachten Leere der Städte und klassischen Tourismusattraktionen untersuchen, wie sich traditionelle kulturelle Konzepte im Heute so stark wandeln können, bis sie das Gegenteil ihrer ursprünglichen Bedeutung verkörpern. Sie betrachtet, warum wir die „Einsamkeit in der städtischen Wüste leichter empfinden ..., als jene auf dem trostlosen Gipfel eines Berges“. Dieses Phänomen inspirierte Carvajal dazu, die Überfüllung ebenjener abgelegenen Orte bei gleichzeitiger Entleerung und Verwahrlosung der einschlägigen Touristenzentren künstlerisch aufzuzeigen und jene Umkehrung in ihren Werken zu reflektieren. Sie plant dabei dasselbe Bild in diversen Medien und Techniken zu zeigen: als Fotografie, als Holzschnitt und gestempelt – dieses Konzept, sie nennt es The Biology of Image, soll die Macht und Wirkung des gewählten Mediums unterstreichen.