International Studio Program

100 Years of Bauhaus - on words and images and word-image art

You can apply now for the 25th International Studio Program of the ACC Galerie and the City of Weimar "100 Years of Bauhaus - on words and images and word-image art". Deadline for this program is Thursday, 1 November, 2018.

Please find all IAP application materials and requirements here.

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Knut Birkholz
Manager of the Program

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Stimmen ehemaliger Stipendiat*innen | Former participants' statements

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Stimmen ehemaliger Stipendiat*innen

Für mich war der Aufenthalt am ACC als residierende Künstlerin eine zutiefst bereichernde Erfahrung. Es war zunächst einmal wegen der Stadt Weimar selbst und ihren freundlichen, hilfsbereiten Bewohner*innen. Zweitens, wegen des jahrhundertealten Atelierhauses voller gastfreundlicher und aufregender Künstler*innen und einem wunderschönen Garten. Und vor allem, wegen der durchgängigen Unterstützung durch das ACC Team. Sie waren nur einen Anruf oder eine Email weit weg, wann auch immer ich Rat oder Hilfe mit etwas brauchte, manchmal sogar über das, was man von einer Institution erwarten würde, hinaus, und doch gaben sie mir die Freiheit und den Raum um zu tun, was auch immer ich wollte, inklusive der Verlängerung meiner Residenz, Hilfe beim Transportieren von Dingen und freie Zeit für meine Reisen zu akademischen oder künstlerischen Zwecken. Ich glaube, dass die Arbeit, die ich hier gemacht habe, tatsächlich dabei geholfen hat, mein Schaffen zu wandeln.
Kurchi Dasgupta, Nepal/Indien

Weimar spielt eine Schlüsselrolle im Verständnis davon, wie genau die Vergangenheit unentwegt die Zukunft zeigen wird. Als ich mich für dieses Residenzprogramm bewarb, war mir persönlich nicht bewusst, dass viele der Designstile, die die Welt beeinflusst haben, hier in dieser kleinen und bezaubernden Stadt ihren Ursprung hatten. Der Atelierraum war perfekt, um meine Ideen anzuhäufen und zu entwickeln, aber es war die reichhaltige und pulsierende, multikulturelle, künstlerische und studentische Bevölkerung, wegen der ich mich beim Erkunden meiner Ideen wohlgefühlt habe. Ich kann auch sagen, dass ich trotz der Sprachbarriere sehr gut von der kreativen Künstler*innengemeinschaft in Weimar aufgenommen worden bin und ich glaube, dass der Geist von Weimar, der älter als wir alle ist, auf eine Weise bis heute unberührt existiert. Ein Ort für Künstler*innen, um jene Ideen zu sammeln und zu entwickeln und Dinge persönlich und global voranzubringen.
Matthew McCarthy, Jamaika

Ich hatte noch nie mein eigenes Atelier (außer bei Residenzen), und ich habe wirklich nicht einmal gedacht, dass ich eins bräuchte. Die räumlichen Gegebenheiten in Weimar waren mehr als ausreichend: ein wirklich großes, riesiges von Licht aus Norden geflutetes Atelier, das sich den individuellen Bedürfnissen anpassen konnte. Ich habe es etwa für einen Monat nicht wirklich genutzt und sogar mit dem residierenden Künstler, der vor mir da war und noch in Deutschland blieb und das Gefühl hatte, seine Arbeit die er hier begonnen hatte, beenden zu müssen, zu teilen. Ich dachte, das sei eine solidarische Sache. Nachdem er abreiste, und ich seit einem Monat nur noch die Wohnung, die mir oft ein wenig zu kalt war, und nicht das Atelier genutzt hatte, gab ich ihm eine zweite Chance, und dieses Mal genoss ich den Raum sehr. Obwohl ich sein Potential nicht maximal nutzte – wenn man draußen fotografiert, braucht nun einmal nicht viel Platz – und die Fotos nicht im Atelier entwickeln konnte, wurde das Atelier mehr zu einem Wohnraum, Leseraum, ein Zeichenraum. Ich bin sehr froh, dass ich nach einer langen Pause vom Zeichnen wieder zu zeichnen begann. Auf einem Tisch im Atelier zeichnete ich Ameisen und Bienen, inspiriert von einem Buch, das ich währenddessen dort las – Peter Kropotkins Gegenseitige Hilfe in der Tier-und Menschenwelt. Das große Haus war normalerweise ziemlich still und obwohl nahezu alle Ateliers belegt waren, interagierte ich nie wirklich mit den anderen Künstler*innen. Ich schätze, das liegt aber an mir, jemand anderes, jemand extrovertierteres hätte vermutlich eine ganz andere Erfahrung gemacht. Ich war aber nie einsam, ich beschäftigte mich selbst mit der Arbeit an meinen Projekten, Spaziergängen und Fotografieren in der Stadt, Lesen, Schauen von Fernsehserien, das Verfolgen von Neuigkeiten von Zuhause und Online-Kommunikation mit meiner Familie. Als ich am Ende der Residenz das Atelier verließ, hatte ich das Gefühl konvertiert zu sein: Jetzt möchte ich so ein Atelier wie ich es in Weimar hatte. Während ich den Raum für aktuelle Produktionen nutzte, glaube ich, es ist wichtig, diesen privaten Ort zum Nachdenken, für Recherchen, Büroarbeit und Planung zu haben. Die Wohnung und das Atelier waren vollständig eingerichtet. Einige Dinge die fehlten oder kaputt waren wurden sofort ersetzt wenn ich darum bat.
Da sich die ACC Galerie und das Atelierhaus nicht am gleichen Ort befinden, hatte ich keinen täglichen Kontakt zu den Organisator*innen der Residenz, aber ich hatte das Gefühl, dass sich die Leute für das was ich tat interessierten und mir allgemein hilfreich mit Hinweisen, Empfehlungen und Einladungen zu Veranstaltungen zur Seiten standen. Die Gelegenheit, gemeinsam mit anderen residierenden Künstler*innen aus dem Jahr 2018 auszustellen, insbesondere in solch einem offenen, selbst-gestalteten Prozess, war für mich ein weiterer wichtiger Aspekt in diesem Atelierprogramm, da es einem erlaubt zu reflektieren, zu teilen und zu kommunizieren und so allgemein eine fruchtbare und andauernde Beziehung zu den anderen Künstler*innen und der ACC Galerie herzustellen. Das Stipendium, das Teil des Atelierprogramms war, reichte für meine Grundbedürfnisse aus, sogar für einige kleine Ausstattungsanschaffungen und ich schaffte es sogar, etwas zu sparen. Außerdem ermöglichte es mir einige Busreisen nach Berlin, wo ich mehrere interessante Ausstellungen ansah und – was noch viel wichtiger war – ich fand, wonach ich in Weimar vergebens suchte: einen Gemeinschaftsgarten, den ich ausführlich dokumentierte und der ein wesentlicher Bestandteil meiner neuen Arbeit für die Ausstellung wurde. Zusammenfassend war mein Aufenthalt im Rahmen des Atelierprogramms der ACC Galerie und der Stadt der Weimar sehr einprägsam. Für mich und mein künstlerisches Schaffen bot die Residenz die perfekte Gelegenheit, in
einer neuen, stimulierenden Umgebung zu arbeiten. Meine Recherche zur Thematik der urbanen Bevölkerung wurde tiefgründiger und ich habe das Gefühl, ein neues fesselndes Œuvre produziert zu haben, über das ich mich wirklich freue. Da ich nun ein Künstler in der Mitte seiner Karriere bin, war es ein guter Zeitpunkt für die Selbstbetrachtung, die mir dieser Aufenthalt bot. In einem neuen Kontext zu arbeiten, wenn auch nur für eine kurze Zeit, ist, denke ich, das, was ich brauchte, um meine Positionen zu überdenken und mich selbst als Künstler neu zu definieren. In diesem Sinne mehr Zeit für mich selbst und eine konzentrierte, selbstbeobachtende Arbeit zu nehmen waren perfekt.
Oliver Musovik, Nord-Mazedonien

Das Verständnis für die Position des Künstlers in der Gesellschaft mit ihren Herausforderungen und der Ungewissheit ist der Anfangspunkt, von dem aus die ACC Galerie Weimar und das Atelierprogramm … Daher ist die Unterstützung und Hilfe, die in diesem Programm gewährleistet wird, sei dies künstlerischer, finanzieller oder bürokratischer Natur, bilden die Bedingungen in denen Künstler*innen sich ganz dem Prozess des Kunstschaffens hingeben können und in denen sie sich willkommen, verstanden und respektiert fühlen. Dies ist die Plattform, auf der kritisches Denken geschätzt und die Geschichte immer berücksichtigt wird. Es ist das Programm, das nicht nur als eines der vielen jährlichen Projekte betrachtet wird, sondern als das Programm, dem die Organisator*innen ihr ganzes Herz hingeben. Als Ergebnis dessen sind alle Zutaten für die Schaffung eines starken Kunstprojektes versammelt. Mein eindringlicher Rat für alle zukünftigen Teilnehmenden ist: fordert euch heraus – ihr habt ein tolles Team, das hinter euch steht.
Nina Galić, Serbien

Ich kam an einem sonnigen Februartag in Weimar an und wurde von fein säuberlich geputzten Bürgerhäusern und einem sehr schönen, weitläufigen Park begrüßt. Der Park war mir während der ganzen Residenz ein wichtiger Ort. Ich ging dort regelmäßig spazieren, entdeckte Goethe neu und habe im Park schließlich eigene kleine Skulpturen ausgesetzt. Das Atelier war perfekt, leer und speziell für Kunstproduktion gebaut. Von außen fällt das Atelierhaus sofort auf, weil es leicht gedreht zur Straßenflucht steht. Die Fensterseite ist präzise nach Norden ausgerichtet. So was findet man so schnell nicht noch einmal. Es erzeugt sofort eine Atmosphäre, in der Kunst willkommen ist und sich nicht rechtfertigen muss. Ich war die ganzen vier Monate allein. Wahrscheinlich hätte ich einfach andere Kolleg*innen, die dort auch arbeiten, kennenlernen können. Ich wollte aber nur arbeiten und genoss Stille und anfängliche Leere um eine komplett neue Werkgruppe herzustellen. Diese beschäftigt mich nachhaltig auch nach dem Stipendium. Das Team von der ACC Galerie war sehr hilfsbereit, aber nur auf Nachfrage. Ich fand es sehr angenehm, in Ruhe gelassen zu werden. In Weimar gibt es aber auch Unterhaltung, neben Kino und Museen ist deutsche Klassik allgegenwärtig. Das hört sich erst mal verstaubt an, aber wer tiefer eindringt, lernt Winckelmann kennen und stellt fest, dass dieser problemlos anschlussfähig an Fragen der zeitgenössischen Kunst ist. Weimar ist klein, das muss man mögen. Allerdings ist es auch bequem, weil man alles zu Fuß erledigen kann. Oberflächlich ist alles beschaulich und sauber in Weimar. Wer den Zuckerguss abkratzt, entdeckt die Spuren der Nazizeit, das ehemalige KZ Buchenwald ist ganz in der Nähe.
Karl Heinz Jeron, Deutschland

Mit der großzügigen Unterstützung des ACC-Teams, vor allem der Unterstützung von Frank Motz, in Weimar zu leben und arbeiten war so angenehm und produktiv. Während unseres Aufenthalts in Weimar fokussierten wir uns auf ein einziges Projekt. Seine Verbindungen zur Stadt zu entdecken war sehr inspirierend; insofern, dass die Stadt uns mehr oder weniger selbst durch ihre Erzählungen führte. Ein leerer Sockel auf dem Goetheplatz, das Goethe-Museum und das Goethe-Hafis-Denkmal. Das Atelierprogramm in dieser wunderschönen kleinen Stadt bot uns einen sicheren Ort für Konzentration und Forschung, obwohl es gelegentlich auch ein Gefühl der Abgelegenheit mit sich brachte. Allerdings trafen wir uns und kommunizierten mit großartigen Künstler*innen, Gelehrten und Kurator*innen aus aller Welt, was uns ermöglichte einen Teil unseres Projekt in einem Museum in Sankt Petersburg zu zeigen.
Mona Aghababaee & Hawreh Danesh, Iran

Weimar ist voll von politischen, historischen, und psychologischen Andeutungen; man könnte sie Folgen nennen. Wenn man es sich aussucht, kann man den rechten Flügel, dem man garantiert begegnet, ignorieren, und auch die nervigen Touristen. Stattdessen würde ich empfehlen sich auf die örtlichen Anarchisten, die netten Arbeiter*innen am Stadtrand, die Künstler*innen, die, Filmemacher*innen, die queere Community, die Flüchtlinge-Willkommen-Heißer*innen, und die Flüchtlinge selbst, die der Stadt eine neue Ebene verliehen haben, … zum gegenwärtigen Moment der malerischen Kopfsteinpflaster und Denkmälern auf Sockeln mit einer deutlicheren, internationalen Erinnerung an Krieg.
Im Rausch von einem Glas Rotwein aus dem ACC Café fuhr ich auf dem Fahrrad in die Abendsonne in Richtung Bahnhof und zurück, an Flüchtlingsunterkünften, an Plätzen und Parks vorbei. Ich sah jeden unabhängigen Film, der innerhalb der 4 Monate im Lichthauskino gezeigt wurde. Ich durchstöberte Textilproben in den Archiven der Bauhaus Universität. Ich stieß zufällig auf einen Flohmarkt, auf dem ich Schlüsselreferenzen für meine Gedanken fand. Irgendwann aß ich mit einem Freund so viele Kirschen von den Bäumen eines Obstgartens, so lernte ich das Wort „Mundraub“.
Rheim Alkadhi, Irak/USA

Ich hatte die Freude im Winter von 2016-2017 Stipendiatin des Internationalen Atelierprogramms der ACC Galerie zu sein. Sogar noch vor meiner Ankunft hat die ACC Galerie auf meine Anfrage hin den Kontakt mit dem angesehenen Bauhaus Media Arts Department hergestellt. Für vier Monate habe ich mit dem Bauhaus Tutor Martin Schneider und seinen Student*innen zusammengearbeitet, um mehrere Kunstwerke zum Thema der Simulation zu entwickeln, die in der finalen Ausstellung resultiert haben.
Ich wurde zu den Creative Coding Kursen der Universität eingeladen, und habe mehrere ihrer hacking sessions im wunderschönen Atelier der Programms veranstaltet. Diese enge Zusammenarbeit schuf einen Raum für Austausch und war ein wichtiger neuer Einfluss in meinem künstlerischen Schaffen. Die Präsenz des umfangreichen Medienlabors und der Medien-Architektur-Fakultät als Teil der Universität macht Weimar zu einem der Spitzenreiter im Bereich der Neuen Medienkunst. Die Stadt ist „incontournable“ (unumgänglich) wenn man zu Thematiken wie Berechnung, Simulation, algorhitmischer Architektur, neuen Methoden von Herstellung und Technologien in der Kunst arbeitet.
Die Offenheit der ACC Galerie und seiner Organisator*innen hat es extrem bequem gemacht mein Netzwerk schnell in der Stadt auszuweiten und langfristige Bindungen mit Gleichaltrigen, Expert*innen und Studierenden einzugehen: meine Zusammenarbeit mit Martin Schneider ist bis heute aktiv.
Weimar, mit seiner reichen Geschichte von wichtigen Institutionen, wunderschönen Parks, beschäftigten Studierenden und unergründlicher Architektur schafft eine perfekte Grundlage für eine Künstlerresidenz, die sich auf Forschung, Besinnlichkeit und gemeinschaftliche Produktion fokussiert. Für mich haben sich die paar Monate, die ich dort verbracht habe, wie ein Aufenthalt in einem winterlichen Paradies voll künstlerischer Inspiration angefühlt. Fünf Sterne!
Lodewijk Heylen, Belgien

An dem Tag, an dem ich in Weimar ankam, traf ich eine ehemalige Stipendiatin. Sie sagte mir ich würde meinen Aufenthalt genießen, wenn ich gern allein sei – das machte mir ein wenig Angst und war überhaupt nicht ermutigend. Nach meinem viermonatigen Aufenthalt im Sommer (Juni – September 2015) muss ich sagen, dass ich der ehemaligen Stipendiatin komplett widerspreche.
Während meiner Residenz am ACC Weimat hatte ich die Möglichkeit die Stadt zu erkunden, mich in den verschiedenen kulturellen Institutionen zu vernetzen, hatte viele Besucher*innen in meinem Atelier (mit Ihnen genoss ich auch den riesigen Garten des Künstlerhauses) und habe sogar ein Performance-Event auf dem Grundstück des Künstlerhauses ausgerichtet.
Weimar ist eine Stadt, die klein genug ist, um einem sofort das Gefühl die kulturelle Landschaft zu verstehen gibt, und groß genug ist, um wirklich hochqualitative Produktionen wie das Kunstfest Weimar, die summaery, verschieden Opernaufführungen und so weiter zu beherbergen. Es kommt darauf an, ob man eine isolierte Zeit in der Stadt verbringen möchte oder ob man sich stattdessen mit Mengen an interessanten Menschen und kulturellen Gelegenheiten umgeben möchte.
Elizabeth Wurst, Deutschland/Peru

Das Stipendium der ACC Galerie in Weimar 2016 bot mir die Gelegenheit von Beginn meiner Künstlerresidenz bis heute mit einem wunderschönen Papagei, den ich Lucia genannt habe, zusammenzuleben. Sie war sechs Monate alt, als wir in Weimar ins Städtische Atelierhaus einzogen und heute ist sie über drei Jahre alt! Ich kann nur dankbar sein für all die Erfahrungen, die wir als künstlerisches Duo machen durften. Als Lucia das erste Mal allein in Weimar flog, passierte das aus Versehen. Es war sehr gefährlich, doch sie überlebte dank der Hilfe der Gemeinde (dem Team der ACC Galerie Weimar, einem deutschen Vogelkundler und der Feuerwehr). Von diesem Moment an wurde mir der Wert ihrer Freiheit bewusst, und trotz der Kosten und des Risikos sie zu verlieren, entschied ich mich dafür, Lucia zum Fliegen zu trainieren. Die Künstlerresidenz an der ACC Galerie gab mir die Grundlage einer tiefen Partnerschaft mit meinem Vogel, die uns erlaubte das Leben, die Kunst und Gesellschaft der deutschen Kultur mithilfe des Kontrasts eines de-kontextualisierten Vogels zu erkunden. Sie spielte die Rolle des exotischen Elements, der Fremde, die Konfrontation einer post-kolonialen Mentalität um ein Verständnis für die Gefahren für die Biodiversität der Spezies in einer globalisierten Welt zu schaffen.
Lucia nahe des Goethe-Schiller-Denkmals in Weimar fliegen zu sehen war einer des surrealsten und enthusiastischsten Träume, die ich jemals realisiert habe und hat für mich subjektiv das Gefühl gesteigert, dass der Himmel Weimars niemals der Selbe sein wird. Das Stipendium der ACC Galerie gibt dem Vogel und dem Künstler die Zeit, Materialien, finanzielle, logistische und menschliche Unterstützung um den Geist zu befreien, um kreativ zu sein und zu wachsen.
Camilo Osorio Suarez, Kolumbien/Deutschland

Ich habe meinen Aufenthalt in Weimar sehr genossen. Die Stadt ist ein reizender und kulturell reichhaltiger Ort und es gibt viele Dinge zu sehen und zu tun. Die Personen im ACC sind sehr freundlich und es ist außerdem ein toller Ort zum herumhängen, denn es sind immer Menschen im ACC-Café. Während meines Aufenthalts habe ich vor allem davon profitiert, die Bibliothek der Bauhaus Universität in der Nähe zu haben, wo ich zu meinem Projekt recherchieren konnte. Das ACC bietet außerdem ein wundervolles Kulturprogramm, zu welchem man gehen und sich den Eröffnungen, Konferenzen, Lesungen und sogar Partys anschließen kann. Die Unterkunft ist gut ausgestattet und gemütlich, das Atelier ist schlicht eingerichtet, hat aber gutes Licht und ist sehr geräumig! Man sollte sich darauf einrichten viel Zeit allein zu verbringen, aber wenn man ein wenig Stille braucht, um sich auf seine Arbeit zu konzentrieren ist das perfekt. Sehr empfehlenswert!
Diego Castro, Deutschland

An meine Zeit im ACC denke ich gerne zurück. Der Aufenthalt in Weimar fasst für mich eine fruchtbare und bereichernde Zeit zusammen, da ich mich in vollkommener Ruhe meinen derzeitigen Filmvorhaben widmen konnte, die ich in der Zeit realisierte und auch die Möglichkeit hatte, zukünftige Vorhaben zu planen. Ich wollte schon immer mal ein eigenes Filmset bauen, was ich dort im angegliederten Studio realisieren konnte. Wichtig dabei war auch, dass es mit der abschließenden Gruppenausstellung der Stipendiaten, eine angegliederte Möglichkeit der Präsentation und des weiteren Austauschs gab. Dies war nicht nur vom Diskurs her wertvoll, sondern auch daher, als dass man mit der Stadt und dem ACC eine ganz andere Verbindung der Kontinuität eingegangen ist und auch die anderen Stipendiaten kennenlernen konnte. Das ACC stand mir dabei in allen Punkten stets offen und hilfsbereit zur Seite, es wurde nicht hinterfragt, was man machen wollte, sondern es wurde geschaut, wie man helfen kann, damit der Künstler diese Idee umsetzen kann - so verrückt sie auch sein mag. Das war eine großartige und wichtige Erfahrung, professionell wie menschlich.
Evy Schubert, Deutschland

Wir (The Errands Group) haben als Kollektiv von Juni bis September 2014 am Residenzprogramm in Weimar teilgenommen. Da wir eine große Gruppe waren, haben wir die Residenz aufgeteilt, so dass wir alle die Gelegenheit im Ausland zu leben und zu arbeiten genießen konnten. Der Raum, in dem wir gewohnt und gearbeitet haben, war wirklich schön und es war großartig, abwechselnd zu zweit dort zu bleiben. Ich war zum Schluss, im September an der Reihe, dort zu wohnen, einer wirklich schönen Zeit in Weimar. Während meines Aufenthalts war der Tag der offenen Ateliers in Weimar und wir hatten die Gelegenheit, mit Leuten zu sprechen, die unser Atelier besuchten. Das Hauptthema des Jahres war Essen und Politik - und unsere damalige Arbeit hatte mit der Realität der griechischen Krise zu tun, in der es um lokale Produktion, Verschwendung, Protest und Darstellungsweisen durch den Geruch anstelle von Bilder ging. Dies führte zu zahlreichen Gesprächen mit Menschen über das heiße Thema der deutsch-griechischen Beziehungen. Ich werde den Spaziergang, den Frank uns nach dem Tag der offenen Atelier gemacht hat, nie vergessen: zur Ettersburg und dann durch den Wald zu den Überresten von Buchenwald, dem Denkmal und als die Nacht hereinbrach, zum Gedenkpark. Es war eine starke emotionale Erfahrung in verdichteter Form der Errungenschaften und Misserfolge der Menschheitsgeschichte, deutsch aber auch universell. Für unsere Gruppe war es eine großartige Gelegenheit, aus der Ferne an unserer Thematik zu arbeiten, und wir haben das internationale Niveau des Programms wirklich geschätzt. Gleichzeitig bot der Aufenthalt in Weimar viele kulturelle Impulse. Als Teil des ACC-Programms lernten wir interessante Leute kennen, mit denen wir teilweise in Kontakt geblieben sind. Nach diesem Aufenthalt haben wir mit der Tokonoma-Gruppe aus Kassel für die documenta 14 (Athen-Kassel) zusammengearbeitet, um ein Werk von ihnen in Athen nachzubauen, während sie ein Werk von uns in Kassel darstellten, und wir begannen, wirklich in das Austauscherlebnis einzutauchen. Weimar war sowohl für unsere Gruppe als auch für mich persönlich eine bereichernde Erfahrung, da es einen Raum in der Zeit öffnete, in dem wir von den Problemen und der Routine Athens Abstand nehmen konnten. Es ist eine Umgebung, die ich wärmstens empfehlen kann.
Dimitris Theodoropoulos, Griechenland

Ich habe im Jahr 2014 mit der Künstlergruppe „The Errands Group“ an der Ausstellung „The politics and pleasures of food“ teilgenommen und während dieser Zeit in Weimar als Künstlerin residiert. Meine Erfahrung im Rahmen des ganzen Projekts hatte großen Wert für mich. Die Menschen im ACC waren sehr kooperativ, kreativ, kümmerten sich um die Bedürfnisse für unsere Repräsentation und eröffneten durch ihre Impulse unerwartete Blickwinkel auf unser Projekt. Die anderen teilnehmenden Künstler*innen präsentierten qualitativ hochwertige Arbeiten, sorgfältig vom ACC ausgewählt und ich hatte die Gelegenheit, die Künstler*innen kennenzulernen und mit ihnen Gedanken und Ideen auszutauschen.
Die Atmosphäre der Stadt und ihrer Menschen war sehr interessant und stellte für mich eine kontrastierende Erfahrung im Vergleich zur Lebenswelt in Athen, Griechenland dar, wo ich lebe und arbeite, mit einer anderen Größenordnung und einem anderen Tagesrhythmus. Während meines Aufenthalts und dem Tag des offenen Ateliers traf ich auch Einheimische und tauschte Gedanken mit ihnen aus. Ich hatte das starke Gefühl, dass die Arbeit der ACC Galerie etwas sehr besonderes und kontroverses ist, eine Gegenüberstellung zum irgendwie strengen klassischen und konservativen Kontext der Stadt. Ich werde der ACC Galerie und seinen Mitarbeiter*innen immer dankbar für diese Gelegenheit sein.
Maria Tsigara, Griechenland

Meine Zeit in Weimar fühlt sich wie ein Traum an, auf die beste Art und Weise. Ich lebte und arbeitete still, häufig allein durch meine Intuition wandernd und merkwürdige Ecken dieser kleinen Stadt entdeckend. Meine Lieblingsorte waren die Haufen zerbochener Grabsteine hinter dem Friedhof, eine mysteriöse Hexenhütte, die ich im Wald fand, umgeben von Bäumen mit hineingeschnitzten Alchemie-Symbolen, und das Feld, angrenzend an eine Autobahntankstelle, das mit leeren Schneckenhäusern bedeckt war.
Frank und sein Team haben mein Leben natürlich nicht nur durch diese Gelegenheit verbessert, sondern auch durch ihre unnachgiebige Bereitschaft Tag und Nacht wach zu bleiben um die Träume aller Künstler*innen wahr werden zu lassen. Ich bin eine Person, die Intensität und Extremität zu schätzen weiß, und diese Gefühle waren hier deutlich spürbar. Frank hat mich außerdem für weitere Ausstellungen in Weimar und Zittau zurückgeholt, wiederum voller traumartiger Abenteuer, wie das Aufführen meiner Oper in einem Kerker und das Besteigen eines Turms, um ganz oben Lieder von Nick Cage zu singen, begleitet von einem christlichen Trompeter.
Wenn Frank oder das ACC jemals irgendetwas von mir brauchen, bekommen sie es. Ich hoffe, zurückzukehren,
Mit Liebe aus New York und meinem eigenen besetzten Kuratorenbereich TREVORSHAUS,
Caitlin Baucom, USA

F: Was sind deine positiven und negativen Erinnerungen an deine Erfahrung der Künstlerresidenz?
A: Aaaaaaahhhh!!
F: Wie war die Atmosphäre an sich, wie waren deine Gelegenheiten zu arbeiten und mit anderen zusammenzuarbeiten, deine finanziellen und räumlichen Verhältnisse und die Zusammenarbeit mit dem ACC Weimar in diesen Monaten?
A: Baaaaaam!
F: War dein Aufenthalt in Weimar nützlich für dein Leben, dein künstlerisches Schaffen?
A: Oooooops!
F: Hast du von der Zeit in Weimar (zum Beispiel durch Teilnahme an Ausstellungen oder dem Erhalt anderer Stipendien) später profitiert – nach deiner Erfahrung in Weimar?
A: Poooooow!
Nikolai Nekh, Portugal

Ich hatte einen ziemlich glückseligen, monastischen Aufenthalt im ACC. Das Stipendium war großzügig, die Wohnräume waren sehr schön und direkt nebenan ein wunderschönes Atelier, das komplett mir gehörte. Zwischen den Arbeitsphasen im Atelier machte ich jeden Tag lange Spaziergänge auf dem Friedhof auf der anderen Straßenseite. Abends kochte ich oder fuhr ins ACC-Café. Der von Goethe gestaltete Park war ein spektakuläres Vergnügen und das Radfahren in Weimar war ästhetisch sehr bereichernd.
Ich habe viel an einem laufenden Animationsprojekt gearbeitet und konnte während meiner Zeit dort internationale Ausstellungen koordinieren.
Ich kann gar nicht genug betonen, wie außerordentlich hilfsbereit das Personal war. Franziska Becker war für mich wie ein persönlicher Engel. Bei allem, was ich brauchte, half sie mir, über alles hinaus, was ich mir erhofft hatte. Frank Motz schuf eine wirklich ungewöhnliche Atmosphäre der Unterkunft. Er half mir, Sachen aufzubewahren, die ich nirgendwo unterbringen konnte, und schenkte mir seine persönliche Zeit und Ressourcen. Im Allgemeinen gab es nichts, was Frank und seine Mitarbeiter nicht tun würden, um zu helfen.
Sie betreiben auch einen schönen Ausstellungsraum und haben alles getan, um den Wünschen der Künstler während der Ausstellung, die mit meiner Residenz korrespondierte, entgegenzukommen.
Alles in allem war es ein einzigartiges und ziemlich perfektes Künstlererlebnis.
Nathania Rubin, USA

Die ACC Galerie war meine erste lange Residenz und außerdem das erste Mal dass ich eine lange Zeit in Deutschland verbrachte. Obwohl ich jetzt bereits in verschiedenen deutschen Städten gelebt habe, erinnere ich mich immer noch an Weimar als bestmögliche Einführung in die deutsche Kultur. Zwischen dem anarchistischen Gebäude, Hitlers Veranda, Goethe, dem Bauhaus und Nietzsche, das war wirklich ein Einstieg! Für mich persönlich war es ebenfalls sehr bereichernd, da ich verschiedene Projekte koordinieren und neue Fähigkeiten erwerben konnte, da ich einige Kurse an der Bauhaus Universität besuchte und die deutsche Sprache lernte. In Weimar hatte ich das beste Atelier überhaupt – sehr geräumig und mit einem faszinierenden Fenster. Ich bin vor allem dem Team der ACC Galerie dankbar, sowie der Stadtverwaltung, die mich immer gut begleitet hat.
Ana Mendes, Portugal

Liebe Freunde,
ich fühle mich beim Schreiben über meine Erfahrungen als residierender Künstler am ACC in Weimar sehr nostalgisch. Ehrlich, für mich war es voller Abenteuer: vom Visa-Antrag hin zu den finanziellen Anforderungen, von meiner Ankunft am Flughafen in Berlin hin zur Ankunft in Weimar. Da es meine erste internationale Reiseerfahrung war, bedeutete dies natürlich ein Bündel unerwarteter Begegnungen mit der Einreisebehörde und dem Wechseln in einen anderen Zug nach Weimar in einer Umgebung, in der alle eine mir komplett unbekannte Sprache sprachen. Eine Umgebung, in der die Menschen zwar meine Sprache nicht verstehen, aber mir mein Unverständnis am Gesicht ablesen können. Sie halfen als wäre es ihre eigene Last und brachten mich immer an mein Ziel, genau dahin, wo ich hingehen musste. Stellt euch nur vor, eine unpraktische Person wie ich, wie ich die ganze Dauer des Projekts normal und selbstbewusst wirke. Eine Person, die nie ins Ausland gereist ist, nie selbst gekocht hat, nie Wäsche gewaschen hat, nie alleine irgendwohin gegangen ist, nie einen Zug erwischt hat – ich kam als ein komplett verwandelter Mensch zurück, mit einem Erleben, Vision und Erfahrung vom Leben, das ich mir vorher so nicht hätte vorstellen können. Jetzt kann ich mein Leben, meine Familie und meine Kunst gleichzeitig bewältigen, vorher machte ich mir nur Gedanken über mein Künstlerleben, da andere Notwendigkeiten kulturell bedingt von meinen Eltern übernommen wurden. Ich möchte an dieser Stelle einen Namen erwähnen, Frank Motz, der ein Architekt meiner Transformation ist und mir assistierte, half und mich betreute, wie eine Software namens “Gottes Auge”. Er ist der beste Kurator, Verwalter und Mensch, den ich jemals kennengelernt habe. Da ich aus einem Land komme, das auf der ganzen Welt verfolgt wird , haben Bürger wie ich viele Probleme, international zu reisen. Herr Motz hat mich geleitet, hat bei diesen Problemen unermüdlich geholfen und hat mir mich sogar in meinen finanziellen Nöten erleichtert, die zu diesem Zeitpunkt sehr groß waren. Es gibt viel über Herrn Motz, den Kapitän des ACC und das Arbeitsumfeld dort zu sagen, die noch immer in meinem Gedächtnis umherschwirren, während ich im Atelier arbeite und meine Studierenden in der Universität betreue. Für mich haben Menschen und ihre Verhaltensweisen und Begegnungen einen wesentlichen Einfluss auf meine Arbeit, doch die Residenz in Weimar und die damit verbundenen Erfahrungen haben meinen gedanklichen Arbeitsprozess noch verstärkt. Ich schätze mich ziemlich glücklich, Teil eines ernsthaften Vereins der Kunst während der Residenz-Zeit gewesen zu sein. Der Eindruck der Residenz auf mich wird immer wesentliche Rolle in meiner Welt der Kunst spielen, wo auch immer es mich nach meiner Erfahrung hier verschlägt. Meine Studierenden in meinem Klassenzimmer, meine Arbeit im Atelier und ich in meinem Alltag möchten unsere Dankbarkeit ausdrücken: an Frank Motz und und allen im ACC Team, die mich zu einer neuen Person gemacht haben.
Shiblee Muneer, Pakistan

Ich erinnere mich daran Zuhause zu sitzen, nichts besonders zu tun. Vielleicht war ich dabei, mich gerade über die unerträgliche Hitze Havanas im November zu beschweren, als das Telefon klingelte. Es war ein Anruf aus einer anderen Welt, tausende Meilen entfernt mit einem Ozean dazwischen, einer anderen Sprache. Es war Monica Sheets von der ACC Galerie, um mir mitzuteilen, dass ich eine der drei ausgewählten Künstler*innen des Atelierprogramms war. Ich ging nach Weimar!!! Eine kleine Stadt mit einer großen Vergangenheit, gelegen in Thüringen wo man die besten Würste der Welt essen kann.
Mit einem für einen Monat gültigen Visum kam ich am 1. Juni 2011 in Weimar an. Zwei Mitglieder*innen der ACC Galerie holten mich am Bahnhof ab und brachten mich an den Ort, der für die Dauer der Residenz mein neues Zuhause und Atelier werden würde. Ein riesiges dreistöckiges Haus, mit großen Fenstern mit Blick auf den Garten und die Mauer am Bürgersteig vor dem Haus. Ich dachte, dass sich hinter diese Mauer ein weiterer wunderschöner Garten verbergen musste, denn Menschen gingen jeden Tag mit Blumen und Blumenkästen ein und aus, aber nein! Zu meiner Überraschung befand sich auf der anderen Seite der Mauer der Historische Friedhof der Stadt Weimar, Ruhestätte für mehr als berühmte Persönlichkeiten wie Johann Wolfgang von Goethe Friedrich Schiller und die Herzogin Maria Pávlovna, die sogar ihre eigene orthodoxe Kapelle auf ihrem Grab hat, durch welche ein Sonnenstrahl ihren Sarg erreicht. Der selbe Sonnenstrahl, der mich jeden Morgen weckte, als ich ein paar Meter von Goethe und Schiller und möglicherweise parallel zu ihnen schlief. Trotz dem katastrophalen Englisch, das ich sprach und der deutschen Sprache, die zu diesem Zeitpunkt eher dem Hören eines Klangstücks von John Cage ähnelte, wurde ich von der deutschen Kultur und den Menschen hier bereichert, was mir sehr bei der Umsetzung neuer Kunstprojekte half, die sich mehr auf den deutschen Kontext fokussierten und schließlich zur Ausstellung zum Atelierprogramm beigetragen haben und andere Projekte, die in weiteren kuratorischen Projekten in Deutschland und Kuba gezeigt wurden.
Nach einem Monat fühlte ich mich auf allen Ebenen wohler. Ich trug keine Jacken und Schals mehr, wenn es draußen 16°C waren, neue Ideen blühten in meinem Kopf, einige wandelten ihr Form und andere, die nicht wirklich künstlerische Ideen waren, mussten sich ändern. Wie es sich ergab, musste mein Visum erneuert werden, als ich gerade begann, an den Projekten zu arbeiten. Ich bin der Stadt Weimar und dem damaligen Bürgermeister Stefan Wolf dankbar, und für die unendliche Geduld und Großzügigkeit von Frank Motz für die vielen Dokumente, die er ausfüllen musste, damit mein Aufenthalt verlängert wurde, um mich in dem Deutschkurs anzumelden, damit ich am Programm der Bauhaus Universität teilnehmen konnte – und wenn es nicht so gewesen wäre, sähe meine Geschichte heute ganz anders aus. Ich kam am 1. Juni 2011 als kubanische Künstlerin an. Heute, den 15. Februar 2019, bin ich offiziell eine deutsch-kubanische Künstlerin.
Jeanette Chavez, Kuba

In meiner ersten oder zweiten Nacht in Weimar ging ich laufen. Teilweise um die Geographie der Stadt kennenzulernen, teilweise um meine Nerven zu beruhigen (ich war ein junger Mann, ausgefüllt vom Hochstapler-Syndrom und einem schlechten Gewissen wegen meines schrecklichen Deutsch). Natürlich komme ich aus der „neuen Welt“ (wie Kolonialherren sagen würden) und verstand das sich windende Gelände einer Stadt, deren Geschichte bis ins Mittelalter hineinreicht, nicht. Ich habe mich verirrt. Wirklich verirrt. 20 Minuten Joggen wurden zu zwei Stunden Panik. Irgendwann fand ich meinen Weg zurück ins Atelier, nachdem ich aus Versehen in den Friedhof hineingelaufen war, ein merkwürdiges schwebendes Licht sah, bemerkte, dass ich mich auf einem Friedhof befand, mich erschrak, schreiend in einen Graben fiel und das Atelierhaus entdeckte, während ich wieder aus dem Graben hinauskroch,
Meine Zeit in Weimar war aufschlussreich, auch wenn es sich häufig anfühlte, als würde ich gerade fallen oder aus einem Graben hinausklettern. Mir wurde Unterstützung, Raum und Zeit gegeben, um eine der merkwürdigsten Ideen zu entwickeln, die mir einfiel (Ich schrieb ein Theaterstück? Basierend auf Sartre? Über ein vermenschlichtes Kunstwerk?). Als Künstler hatte ich noch nie (und habe ich vielleicht auch nie wieder) die Wärme und den Schrecken angesichts solch wundersamer Unterstützung für eine Idee, was auch immer deren Ergebnis sein würde, verspürt.
Ich bin jetzt viel älter und ich habe viele Projekte, und noch viel mehr Ablehnungsschreiben gut überstanden. Ich habe nie wieder irgendwo irgendetwas wie das ACC in Weimar gefunden, wie Franks Begeisterung für Ideen und Geschichten, die unerschütterliche Unterstützung für was auch immer du machen willst, sogar falls (wenn) das bedeutet, bis in die frühen Morgenstunden zu arbeiten.
Ich bin meinen ersten Halbmarathon gelaufen, unter dem Jubel von Frank und anderen. Ich habe versucht, Deutsch zu sprechen. Einige Anwohner*innen hatten Probleme, meinen australischen Akzent zu verstehen, aber ich war zu jung und schüchtern und taktlos, um das zu verstehen. Ich habe recherchiert und geschrieben. Ich habe mich teilweise wie im Rausch gefühlt, manchmal einsam und einfältig. Ich habe gelernt, wie man ein Projekt strukturiert, wie man daran scheitert, wie man besser strukturiert und besser scheitert (Entschuldigung an Beckett). Also, meine Zeit in Weimar war ein wenig wir nachts auf einem Friedhof in einen Graben zu laufen – gruselig, belebend, seltsam. Und heute eine gute Geschichte.
Kel Glaister, Australien

Das ACC- Stipendium in Weimar 2011 war meine erste Residenz und bot mir eine fokussierte Periode abseits der Reihe von Teilzeit-Jobs die mein Leben in London einnahmen, in einer Zeit, als finanzielle Kürzungen anfingen enorme Auswirkungen in der Stadt zu haben.
Weimar fühlte sich wie die perfekte Mitte Deutschlands an – genauso weit weg von Berlin wie von Frankfurt, mit seiner Geschichte geprägt von den Traumata des 20. Jahrhunderts. Ich war mir nicht sicher, was ich erwarten sollte, irgendwie gewährte mir die Bewerbung unter dem Banner des Dilettantismus eine produktive Distanz vom ursprünglichen Projekt, an dem ich mich quälte, hin zu dem dass ich am Ende umsetzte. Weimar als Ort umhüllte mich auf eine unerwartete Art und Weise, kalte Herbstage, die noch kälteren Herbstagen und dunklen Winternächten wichen. Das Atelier verlangte die Art von Einsamkeit, die ebenso schwer wie befreiend war. Die Phasen von Atelierzeit wurden durchbrochen von spontanen Besuchen eines leicht schelmischen Frank Motz. Die ACC Galerie ist Frank, seine außergewöhnliche Großzügigkeit gegenüber Künstler*innen und ein unermüdlicher Glaube an die Kraft und erlösende Natur der Kunst hat mein Leben seitdem begleitet.
Kleine Schritte in Richtung meiner Integration in die Stadt beinhalteten wöchentliche Sprachkurse am Bauhaus, wo ich lernte wieder ein Schüler zu sein und mich bereitwillig in eine Unsicherheit zu begeben. Einer dieser Sprachkurse führte zu einer Begegnung mit einem Architektur-Historiker und ich fand dort plötzlich den Antrieb und Mittel um zu beschreiben, warum es mir so schwerfiel mit Weimar zu arbeiten. Meine entstandene Ausstellung The Nietzsche Memorial Hall (gemeinsam mit Simone Bogner) begann einen fortlaufenden Dialog über die Rolle von Architektur, Bewahrung und Erinnerungen im ehemaligen Osten. Das hat sich fortgesetzt mit einer andauernden Arbeit, in der ich kulturelle Monumente der DDR-Geschichte über verschiedene Staaten seit 2015.
Während ich der kollektiven Implosion, die der Brexit darstellt, entgegenschaue, wo das Konzept europäischer Solidarität deprimierend unzeitgemäß erscheint, hat meine Zeit des ACC-Stipendiums in Weimar nach wie vor eine besondere Rolle in den formenden Jahren meines künstlerischen Schaffens.
Adam Knight, Großbritannien

Ich würde mich immer wieder sehr freuen von der ACC Galerie nach Weimar eingeladen zu werden, um zusammen mit Frank Motz und seinem Team neue Arbeiten entwickeln zu dürfen, weil ich davon ausgehen kann, dass ich als Künstler und die Kunst nach allen Kräften, inhaltlich wie finanziell und vor allem mit unermüdlichem Einsatz unterstützt werden würde. In Weimar und beim ACC leben der interdisziplinäre Diskurs und Offenheit für Zusammenarbeit mit Archiven und anderen Institutionen in Weimar, die durch die gute Vernetzung und die Bemühungen von Frank Motz und Team möglich werden, um für die ausstellenden Künstler und Stipendiaten, das Unmögliche möglich zu machen.
Kathrin Schlegel, Deutschland/Niederlande

Ich erreichte Weimar in einer frostigen Nacht – kommend aus dem wärmsten Sommer in Buenos Aires. Der erste Klimaschock war der Auftakt zu dem, was eine intensive Lebens- und Arbeitserfahrung sein würde; zweifellos wesentlich für meine Arbeit und mich.
Weimar konfrontierte mich mit der vollsten Selbstbeobachtung und erlaubte mir gleichzeitig eine tiefgründige Ausweitung meiner Ideen. Frank war der beste bereichernde Partner, den ich je hätte haben können; er schlug immer Pläne, Aktivitäten, Treffen mit anderen Künstler*innen und Agent*innen im Kunstbereich vor. In den vier Monaten nahm ich Deutschunterricht; ich traf Führungskräfte vom Bauhaus Dessau; Ich half bei der Organisation einer Überraschungs-Geburtstagsparty in Paris, flog einen Ballon in Tropical Islands; bewarb mich bei einem öffentlichen Kunstwettbewerb, zeigte meine Arbeiten verschiedenen Künstler*innen in verschiedenen Städten; besuchte die Anna Amalia Bibliothek so oft ich konnte; reiste in Weimar herum und arbeitete Tag für Tag im Atelier…
Das ACC gab mir die Selbstsicherheit und Stärke in den nächsten Jahren einen Lebensabschnitt internationaler Residenzen zu beginnen, die meine Arbeit auf Arten und Weisen, die ich mir nie hätte vorstellen können, bereichern sollte. Es half mir, das Stipendium der Pollock-Krasner-Stiftung und die Belle Aliance Residenz in Lissabon zu bekommen. Ich war in der Lage mich selbst zu ermutigen, eine Erweiterung meiner Arbeit in den Raum anzustreben und in den Theaterbereich auszuweiten, den ich selbst heute, 8 Jahre nach dieser Erfahrung, noch erkunde.
Leila Tschopp, Argentinien

Gefragt nach meinen Erinnerungen an das ACC-Stipendium „Beyond Desire“ 2010 in Weimar, fallen mir als Erstes folgende Schlagworte ein: Engagement, Unterstützung, Motivation und Humor. Als feste kulturelle Einrichtung in Weimar mit ungewöhnlicher Entstehungsgeschichte (einer ehemaligen Hausbesetzung) trägt die ACC-Galerie wesentlich zu einem gegenwärtigen Kunstdiskurs bei - ein Diskurs der immer auch in Anlehnung oder Kontrast zum historischen, politischen und kulturellen Erbe der Stadt Weimar steht.
Nach meiner persönlichen Erfahrung lebt das ACC-Residenz-Programm vom persönlichen Einsatz und Engagement des Galerie-Teams. Als Künstler, der ein Installationsprojekt („Das Utopische Institut“) im öffentlichen Raum der Stadt Weimar plante, war die praktische Unterstützung bei der Realisierung ein außergewöhnliches Erlebnis. Die positive Erfahrung in der Zusammenarbeit mit der ACC-Galerie hat sich auch in der - ein halbes Jahr späteren - Stipendiaten-Ausstellung bestätigt. Es wäre wünschenswert für, wenn das motivierende Gefühl des „Alles ist möglich“ in ähnlicher Form auch in anderen Institutionen so präsent wäre. Nicht zuletzt, so denke ich, ist durch das ACC- Stipendium vor neun Jahren die Wahrnehmung meiner eigenen künstlerischen Arbeit ein Stück gereift, nämlich mit Blick auf Humor und Ironie: zwei unverzichtbare Zutaten für eine Biographie als Künstler....
Christoph Ziegler, Deutschland

Das Beste an unserer Künstlerresidenz in Weimar war Frank Motz und seine unzerstörbare Leidenschaft für Kunst, die Galerie und die Bewirtung seiner Künstler. Das Schlimmste war ein Ameisenbefall in unserem Studio, also nicht so schlimm. Nach 10 Jahren würden wir gerne in eine andere Künstlerresidenz gehen. Seitdem haben wir jedoch ein derartiges Imperium aufgebaut, dass ein Stipendium nicht mehr für unsere eigenen Studiokosten aufkommen kann und wir weder ohne Laserschneider auskommen können, noch einen riesigen Bestand von Ausrüstung, Werkzeugen und unserem Kreativteam (Brexit bedeutet wahrscheinlich auch, dass wir das Land sowieso nicht mehr verlassen können.) Wir kamen zu Beginn unserer Karriere nach Weimar und hatten Zeit und Raum, um zu experimentieren und herauszufinden, wohin unser Boot treibt. Das Team der Galerie hat uns dabei sehr geholfen - Raymond hat uns eine große Blackbox gemacht, in die wir Leute stecken konnten, während alle anpackten, um Tausende von Postkarten an die Wände der Galerie zu kleben. Zurück nach bzw. an Weimar zu denken, fühlt sich für die McGuires wie eine Erfahrung außerhalb des Charakters an, weil wir noch nie etwas so konzeptuell gemacht haben wie damals, als Frank in der Nähe war :)
Davy und Kristin McGuire, Großbritannien

Liebes Weimar,
es ist zu lang her, seit wir uns das letzte Mal gesehen haben. Ich werde nie vergessen, wie ich dich traf. Um ehrlich zu sein muss ich gestehen, dass ich, bevor ich dich kennenlernte, nicht viel über dich wusste – aber ich habe mich innerhalb von Sekunden in dich verliebt.
Ab dem Moment, an dem du mich am Bahnhof abholtest verwandeltest du die folgenden Monate in ein Feuerwerk aus Möglichkeiten und Ideen. Alles war wie im Vorspul-Modus, doch gleichzeitig führten wir eine ruhige und stille Beziehung. Es ist deine Natur aus Elementen, Individuen und die Konzentration seltener Atome, insbesondere um den Burgplatz herum, die dich besonders macht.
Ich hatte einige große Ideen viel zu lang mit mir herumgetragen. Das Sternenlicht in Feuer zu verwandeln, mich tiefer in den Kosmos auszuweiten und das Infragestellen des Neuen sind nur einige der Lichter, die du entfacht hast. Ich kam als neugieriger Forscher an und ging als unabhängiger Weltraumentdecker, dank deines Genius loci und der Freiheit undefinierter Zeit.
Viele wichtige Entscheidungen wurden getroffen und neue Richtungen von hier aus eingeschlagen.
Du wirst für immer ein Meilenstein in meiner Arbeit und ein Schlüssel zum Unerwarteten sein. Als einer der verbleibenden Plätze wahrer Abgeschiedenheit bist du wertvoller als je zuvor.
Es ist schwer zu glauben, dass schon zehn Jahre seit unserer ersten Begegnung vergangen sind. Auch, wenn wir uns seltener sehen, als es mir lieb wäre, jedes Mal wenn ich zurückkehre fühlst du dich nach Zuhause an.
Hagen Betzwieser, Deutschland

Meine Residenz am ACC in Weimar fiel mit meiner Phase des „Aufstrebenden Künstlers“ zusammen. Ich bin Frank Motz sehr dankbar, der mir vertraute und half, meine Ideen umzusetzen – inklusive des Verbrennens eines Brautkleids für mein Video, in dem ich versuchte lustige Unfallvideos nachzustellen. Es war das erste Mal, dass ich die Gelegenheit hatte innerhalb eines Budgets frei zu arbeiten. 2010 hatte ich meine erste Einzelausstellung in Istanbul, bei der ich einige Arbeiten, die ich während der Residenz schuf, zeigte. Diese Ausstellung führte mich in die lokale und internationale Kunstszene ein und eröffnete die „etablierter Künstler“-Phase.
Asli Cavusoglu, Türkei

Als ich zum ersten Mal mit Frank sprach, hatte ich bereits ein paar Residenzen hinter mir und dachte, ich hätte eine feste Meinung über diese Erfahrung. Meine erste Unterhaltung mit Frank hat mich allerdings dazu bewegt, dies neu zu überdenken, vor allem wie wichtig es ist, in die Stadt und die Umgebung einzutauchen, in der sich die Unterkunft befindet. Die wahre Bedeutung eines residierenden Künstlers liegt ebenso sehr im Leben und Erleben dieser Stadt wie in der Kunst. Es war ein neuartiges Konzept, hier vier Monate zu leben, dann in meine Stadt zurückzukehren und im darauffolgenden Jahr zu einer Ausstellung zurückzukehren, und betonte, dass eine Residenz nicht einfach eine Gelegenheit ist, um sich in einen Raum einzuschließen und Kunst zu produzieren ohne Berücksichtigung und Einbezug der Umgebung und der Stadt. Diese Lektion nehme ich dank meiner Zeit hier mit.
Muhammad Zeeshan, Pakistan

Im Sommer 2007 habe ich 4 Monate beim Internationalen Atelierprogramm der ACC Galerie und der Stadt Weimar verbracht. Dieser Aufenthalt war einer der bedeutendsten und beeinflusste viele meiner Kreationen. Es war inspirierend, interessant, faszinierend und lustig. Während meines Aufenthalts habe ich zum Thema künstlicher Ruinen und lokalem Tourismus gearbeitet und ein Video entwickelt, das auf einem Puppenspiel im Ilmpark basierte. Für dieses Projekt bekam ich viele Gelegenheiten zum Recherchieren: Touren durch Parks und Schlösser, Treffen mit Gelehrten und eine Menge an Archivmaterial. Für mich war es eine der freudebringendsten Entwicklungen eines Kunstwerks. Ich bekam alles, was ich für die Produktion brauchte, und für mich war es großartig zu sehen, wie die Mitarbeiter*innen des ACC am Prozess teilnahmen und mitarbeiteten.
Zusätzlich zu meinem eigenen Projekt hatte ich außerdem die Möglichkeit, mich einer Gruppe Künstler*innen für einen einwöchigen Workshop in Osmannstadt anzuschließen, an einem Bauhaus-Seminar im Rahmen der summer-school teilzunehmen, Buchenwald, Naumburg, Leipzig, Dresden, Erfurt, Dessau und Berlin zu besuchen. Mein Interesse an künstlichen Ruinen wurde von Parks wie Belvedere, Tiefort und dem Ilmpark, in der Stadt Weimar, inspiriert, sowie von Schlössern und Gärten in den ländlichen Gegenden Thüringens. Aber das fruchtbarste Projekt, das zu vielen weitern führte war das «UZI»-Projekt, das später im Jahr 2010 zum ersten Mal in Tel Aviv gezeigt wurde.
Yochai Avrahami, Israel

Sing Lieder mit Jugendlichen, habe “Kaffee und Kuchen” mit Rentner*innen, lerne über lokale Pflanzen und Kräuter von einem Mitglied des ACC-Personals, plane Abenteuer mit einem fröhlichen und schlauen ACC-Praktikanten, arbeite mit anderen Künstler*innen, die ihren Weg nach Weimar gefunden haben, und werde ausversehen von einem Doktoranden interviewt – deine Intention war es, den Doktoranden zu interviewen! Laufe mit sachkundigen Stadtführer*innen umher, selbst wenn ihr die Sprache nicht teilt – es gibt immer noch Körpersprache. Wo wir schon beim Körper sind, wenn du Amerikaner*in bist, werde langsamer, es gibt keine Hektik in Weimar. Schlendere durch den Park, beobachte die Blumen beim Blühen, sitze im Gras, genieße die Sonne und tagträume, verbringe einen Tag in der Bibliothek lesend über eine andere Bibliothek, die sich gleich die Straße runter befindet. Genieße einen leckeren Kirsch-Joghurt, verbrenne dann die Kalorien mit einer Joggingrunde zwischen verbundenen Skulpturen-Parks. Höre dir die Bach-CD-Geschenkebox an, die ein Kulturverantwortlicher dir gab. Vertiefe dich in die Gesucht-Gefunden-Einträge in der Zeitung und suche im Frühling nach den Sperrmüll-Zeiten. Du kannst die meisten deiner Kunstmaterialien dort finden. Wenn sich die Gelegenheit bietet, schalte deine eigene Anzeige in der Zeitung. Das ACC wird dir dabei helfen. Geh überall hin. Geh zum Bäcker. Es ist üblich, als Tischgast Kuchen mitzubringen. Geh zu Kunstveranstaltungen überall in der Stadt, und triff den Kurator der Ausstellung ein Jahr später zufällig auf der anderen Seite der Erde.
Jeder kommt einmal durch Weimar hindurch. Geh ins ACC zu Gesprächen mit Kritiker*innen, Schriftsteller*innen und besuchenden Künstler*innen, und triff die Graduierten und Lehrschaft des Bauhaus International, die freundliche und exzellente Quellen sind. Trinke einen Espresso im Bauhaus Studierendenzentrum. Fahre nach Leipzig, um die Galerien anzusehen und nimm zufällig an einer Demonstration des Critical Art Ensembles teil. Geh ins Wachsmuseum nach Weimar, das das die dunklen Zeiten darstellt. Geh nach Buchenwald. Geh nicht nach Erfurt (Scherz)! Dein Stipendium kann für Reisen, Materialien, Pizzabestellungen zu Bürgerversammlungen…ausgegeben werden. Es ist ganz deine Entscheidung. Die Residenz kann so gesellig oder privat sein, wie du magst. Die Wohnung liegt in einem ruhigen Atelierhaus, Einkaufsmöglichkeiten sind nicht zu weit weg. Geh zum Konsum für lokal produzierte Lebensmittel und eine leckere Tasse Suppe. Laufe durch einen wunderschönen historischen Friedhof, der von Gärtnern gut gepflegt wird. Komm zurück nach Weimar für die zum Atelierprogramm gehörende Ausstellung und tausche deine Erfahrungen mit den anderen Stipendiat*innen aus. Im ACC ist alles möglich! Deine Arbeit wird mit einem Ausstellungs-Budget unterstützt. Der Raum, der allen Künstler*innen zur Verfügung steht ist vergleichbar mit dem einer Einzelausstellung, und es bleibt immer noch Platz für spontane Kollaborationen zwischen den Stipendiat*innen. Du schlägst vor, Stoffbahnen außen am ACC anzubringen, und das ACC-Team arrangiert das. Ein Bilderrahmer baut dir eine maßgefertigte Lichtbox für deinen Fotodruck. Deine Mitschriften einer Intervention im Gerichtssaal werden ins Deutsche übersetzt. Die Ausstellung der Stipendiat*innen wird gefördert, beworben, professionell dokumentiert und deine Arbeiten werden dir zurückgeschickt damit du sie in zukünftigen Ausstellungen zeigen kannst!
Über die unvergleichliche direkte Unterstützung vom ACC und der Stadt Weimar hinaus findet man, was heute selten zu finden ist – ununterbrochene Zeit für Reflektion, Bescheidenheit und das Nachsinnen über große philosophische Fragen. Du wirst wenig Trost in Weimar finden, einer kleinen Stadt, die erschauerte vom Besten und Schlimmsten, zu dem die Menschheit fähig ist. Deine Zeit in Weimar wird wertvoll, herausfordernd und fruchtbar sein. Es kann ein Jahr dauern, um deine Erfahrung komplett zu verarbeiten. Dies ist eine Residenz, bei der man sich selbst schwere Fragen stellen, Bücher lesen, mit neuen Ideen experimentieren und in Fallgruben fallen kann, während man Schlupflöcher sucht, Schlupflöcher für Tätigkeiten und Selbstausdruck innerhalb von Paradigmen und Systemen, so groß wie das Gesetz und so klein wie deine tägliche Routine.
Kristin Lucas, USA

Meine Zeit in Weimar war auf viele Arten und Weisen außergewöhnlich. Es war ein heißer und wunderschöner Sommer. Es war auch ein Sommer voller Insekten, Ameisen krochen in der ersten Nacht aus meinem Kissen, fliegende Ameisen bevölkerten das Badezimmer und riesige Spinnen und andere Insekten das Atelier, meinen gesamten Aufenthalt lang. Der Friedhof gegenüber dem Atelierhaus und das Fehlen von Internet gaben mir das Gefühl, eine andere Zeit zu besuchen. Ich weiß nicht genau, nach welcher Zeit es sich anfühlte, nur nicht nach der Zeit, die ich gewöhnt war. Allgemein (und wegen vieler Faktoren, nicht nur dem Aufenthalt in Weimar) fühlte ich mich wie ein Alien und besuchte die touristischen Attraktionen in und um Weimar in dieser Verfassung. Das Ergebnis ist ein Film namens „Die Weimar Verschwörung“ (orig.: „The Weimar Conspiracy“). Ich mag ihn ziemlich gern und er wird immer noch gelegentlich vorgeführt. Außerdem beendete ich die Publikation „Begegnung – Gentlemen & Arschlöcher“ (orig.: “Encounter - Gentlemen & Arseholes”) während meines Aufenthalts. Am Tag des offenen Ateliers sagte mir ein Künstler, dass meine Arbeit keine Kunst sei, ein anderer Besucher meinte, ich könnte ein Genie sein. Ein Kind malte ein extrem lustiges Porträt von mir. Einige Menschen, die ich in Weimar traf, wurden später zu engen Freunden. Es war ein sehr besonderer Sommer.
Lene Berg, Schweden

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Weimar ist keine Künstlerstadt wie New York, London oder Paris. Städte, die unausgesprochen den lang ersehnten Durchbruch und damit einen komfortablen Platz im Kunstmarkt versprechen. Wir kennen alle das Personal des neuzeitlichen Künstlerromans. Es sind das, der Künstler, der eine erleuchtende Aufgabe hat, wie Dante das einst beschrieb. Dazu kommt der begierige Galerist, die Studienfreunde und Künstlerkolleginen und - kollegen, die immer auch Konkurrenten sind. Nicht ohne Grund, sind wir Stipendiaten gefragt worden, ob uns dieses Stipendium eine Ausstellung oder gar ein weiteres Stipendium eingebracht hat, denn auch die Künstlerresidenzen spielen in diesem Roman eine Rolle. Weimar mag zwar nicht New York, London oder Paris sein. Sie hat dafür eine umso interessantere Geschichte, die ich jeder Stipendiatin und jedem Stipendiat empfehlen kann. Denn nur wenige Kilometer trennen die Stadt der Dichter und Denker von dem einstigen Konzentrationslager auf dem nahe gelegenen Ettersberg. Das grausamen Gegenbild der Klassikerstadt. Mich persönlich hat dieser Ort darum sehr beeindruckt und zum Nachdenken aufgefordert. Bevor ich diesen kurzen Brief abschliesse, möchte ich betonen, dass ein Residenz-Stipendium ein besonderes Privileg ist. Ein Privileg eine andere Stadt und andere Leute kennenzulernen und den Frieden zu haben, zu tun und lassen was man will – ohne den Anspruch zu haben, einmal eine grosse Rolle im Künstlerrroman zu spielen. Mein herzlicher Dank dafür geht an die Stadt Weimar und an Frank Motz und sein Team. Lieber Frank, leider muss ich dich in diesem Sinne enttäuschen. Ich habe kurz nach meinem Stipendium die Kunst an den Nagel gehängt und bin Journalistin geworden.
Claudia Hardi, Schweiz

Vor über zwölf Jahren war ich für nur vier Monate in Weimar. Wenn ich über diesen kurzen Zeitraum nachdenke, erinnere ich mich schlagartig an ein Gefühl von Möglichkeiten. Während eine konzentrierte Phase künstlerischer Entwicklung durch den fantastischen Atelierraum und die großzügige Unterstützung erleichtert wurde, war es die Energie und der Enthusiasmus des Teams der ACC Galerie, die solch ein beständiges Gefühl kreativer Möglichkeiten hervorrief. In meiner Zeit am ACC entwickelte ich mein Schaffen in eine neue Richtung, Frank Motz blinzelte nicht einmal, als ich ein Projekt vorschlug, dass eine wesentliche Umstrukturierung der Galerieräume bedeutete. Meine Erfahrung am ACC zeigte mir die Bedeutung des Verkörperns und Übertragens von Enthusiasmus und Möglichkeiten beim Erschaffen von Kunst. Das ist etwas, das ich anstrebe, beim Lehren an Universitäten zu vermitteln; es sind nicht nur Gebäude und technische Einrichtungen, Wissen und Finanzen, sondern ehrlicher menschlicher Enthusiasmus und Unterstützung, die wesentlich dazu beitragen, einen Raum, eine Zeit und ein Gefühl zu kreieren, dass Kunst möglich ist.
Patrick Ward, Großbritannien

Es hat sich wie Zuhause angefühlt. Es war wunderbar wunderschöne Melodien aus der Musikschule zu hören, wenn ich zum ACC-Café hinuntergelaufen bin. Die Kombination aus idealistischer Schönheit und Verrücktheit dort war faszinierend. Die Arbeit war fantastisch, während der Monate in Weimar habe ich so viele Menschen in Deutschland und darüber hinaus besucht. Jeder hat mir geholfen! Und auch die Unterkunft ist gut und hatte viel Raum. Der Aufenthalt in Weimar war hilfreich, denn es war beinahe das erste Mal, dass ich ernsthaft mit Personen geredet habe, die Erfahrung mit einem komplett gewandelten Wertesystem hatten. Seit meinem Aufenthalt habe ich begonnen, selbst zu fotografieren und habe Ausstellungen gemacht.
Kyoko Ebata, Japan

Die Residenz in der ACC Galerie in Weimar war meine erste überhaupt. Tatsächlich weiß ich nicht, ob ich heute als Künstlerin arbeiten würde, hätte ich das Stipendium damals nicht bekommen. Es hat mir, im Anschluss an mein Kunstpädagogikstudium, Mut gegeben und Selbstvertrauen, den Weg als Künstlerin einzuschlagen. Dafür bin ich dem Team der ACC Galerie und auch Michael Arzt, der mich damals auf die Ausschreibung aufmerksam gemacht hat, sehr dankbar. Reich und berühmt bin ich nicht geworden ;), aber es war ein guter Ausgangspunkt für weitere Ausstellungen und Stipendien. Übrigens hatte ich damals meine kleine Tochter mit in dem großen Atelierhaus (das zweitälteste Deutschlands wie mir öfter versichert wurde). Sehr gut in Erinnerungen sind uns beiden die Feuerwanzen an den Bäumen auf dem Friedhof nebenan geblieben und die ekligen Nacktschnecken zwischen Altersresidenz und Atelierhaus, übrigens ein komisches Dreieck: Altersresidenz – Atelierhaus – Friedhof ;) dachte ich damals.
Das Team der ACC Galerie hat mich sehr unterstützt und auch die Weimaraner*innen waren sehr offen und haben zahlreich in meinen Kunstprojekten mitgewirkt oder an Veranstaltungen teilgenommen. Ich habe mich in der Stadt und im ACC sehr wohl gefühlt. Es war ein besondere Erfahrung und ich schaue etwas wehmütig zurück. Ich glaube, ich muss mal wieder nach Weimar fahren...
Mandy Gehrt, Deutschland

Während meines Aufenthalts in Weimar im Jahr 2004 empfand ich die Mitarbeiter*innen des ACC als extrem hilfreich, während ich an einer großformatigen fotografischen Arbeit für die EXPO 2005 in Japan arbeitete. Für die Gruppenausstellung „DIE IRONIE IST TOT. ES LEBE DIE IRONIE!“ habe ich außerdem zwei kleinere Installationen produziert, ich kann also sagen, dass meine Zeit in Weimar sehr fruchtbar gewesen ist. Das Atelierprogramm der ACC Galerie beherbergt nur ein paar Künstler*innen gleichzeitig, aber die Freundlichkeit des ACC-Teams im Café-Restaurant bietet ein diverses und interessantes soziales Netzwerk. Auch die individuellen Anwohner*innen Weimars und das Personal des kulturellen Managements der Stadt halfen mir durch ihre Beteiligung dabei, meinen künstlerischen Prozess zu bereichern und verbessern, sowohl technisch als auch thematisch.
Tea Mäkipää, Finnland

Als ich in Weimar ankam, war es Winter. Der Sonnenuntergang war etwa gegen 16 Uhr und ich lebte in einem leeren alten Haus gegenüber eines Friedhofs und ohne Internet und keiner elektrischen Beleuchtung auf der Straße. Wie Nicole Kidman in „The Others“ schloss ich bei Sonnenuntergang die Vorhänge und habe 500€ für Telefonrechnungen ausgegeben habe, da mein einziges Kommunikationsgerät ein Telefaxgerät war. Ich war so isoliert, dass ich plötzlich begann mehr und mehr zu lesen und zwanghaft Filme zu schauen; ich glaube ich habe seitdem nie wieder so viele Bücher und Filme konsumiert.
Das Stipendiatenprogramm „Be a Latin American Artist“ (Sei ein Lateinamerikanischer Künstler), für dessen Umsetzung in angereist war, war sehr erfolgreich, und einige Monate später gingen drei Bauhaus-Studierende nach Uruguay um zu lernen, wie man mit 100$ pro Monat leben und arbeiten kann. Ich erinnere mich an diese Residenz an eine sehr kreative Zeit in der das Unmögliche möglich wurde und aus genau diesem Grund schlage ich vor sofort in ein Haus zu gehen, die Vorhänge zu schließen, das Internet abzuschalten und lesend auf den Sonnenaufgang zu warten.
Martin Sastre, Uruguay

Ich habe meine Heimatstadt Weimar mit 16 Jahren verlassen und für einige Zeit außerhalb von Deutschland gelebt, deshalb war ich ziemlich nervös über die Rückkehr. Vor allem über die Rückkehr mit einem Projekt, für das ich viel Zeit mit Menschen auf der Straße verbringen musste, um sie zu überzeugen, unvorbereitet vor der Kamera ein Lied für mich zu singen. War es einfach? Nein. Hat es überhaupt jemand getan? Am Anfang kaum. Hat das ACC-Team geholfen? Ja, sie haben gesungen (einige mit mehr Leidenschaft als andere)! Bin ich besser darin geworden, Menschen zu überzeugen? Allerdings. Hatte ich irgendeine Ahnung, dass ich dieses Projekt 10 Jahre lang fortführen würde? Auf gar keinen Fall! Zurückblickend war Weimar mit Abstand der schwierigste Ort um Lieder von Amateursänger*innen für das Lieder Archiv Projekt aufzunehmen. Ich sammelte die ersten 120 Lieder dort, fast 1000 sollten in anderen Ländern folgen. Die Weimarer (ich wage es, Deutsche zu sagen) hatten mit dem Singen zu kämpfen und viele sagten mir, sie machen nur etwas, wenn sie es gut können. In Dublin sangen sie nur zum Spaß, in Nashville für Berühmtheit und im Iran um zu protestieren – aber in Deutschland musste ich erfinderischer sein, um Leute anzulocken. Als wir endlich alle im „Weimarer Handtuch“ zusammentrafen und eine Gruppe von Musiker*innen zu Liedervorschlägen auf Bierdeckeln und Papierfähnchen improvisierten, begann der ganze Pub zu singen und es war schwer, das Geplänkel am Ende des Abends zu beenden. Was habe ich gelernt? Glaube nie an Stereotypen – es ist immer die Frage, wie man es angeht!
Yvonne Buchheim, Deutschland/Irland

Der Frieden im Atelier und das Sozialleben im ACC waren wichtige Kontraste für mich. Es war ein großer Vorteil sich aussuchen zu können, was ich brauchte und wann. Es war kein Problem professionell zu arbeiten und auszustellen, denn die Lebensweise im ACC garantierte immer ein offenes Ohr, Kompetenz und hohe Standards. Eine unvergessliche Erfahrung!
Stephan Weitzel, Deutschland

Ich war 2002 in Weimar, was sich jetzt wie vor einer langen Zeit anfühlt. Ich schwelge in Erinnerungen, damals war ich auf dem Weg zu neuen Arbeiten, neuen Ideen. Weimar – das Internationale Atelierprogramm – gab mir Einsamkeit, und das war die beste und bei weitem die schlimmste Erfahrung, die ich überstehen musste. Ich war vom Atelier selbst überrascht, es hatte eine einzigartige Atmosphäre. Es gab außerdem eine Gelegenheit um neue Menschen kennenzulernen, vor allem von den Universitäten in Jena und Leipzig, und das hab mir ein wenig positiven Anstoß. Julia Draganovic von “La Rete” war eine großartige Unterstützung, ebenso die Personen der Weimarer Stadtverwaltung. Sie brachten mir alles Notwendige (es gab kein Geschirr in der Wohnung, noch gab es Musik, Internet oder irgendeine andere Vorrichtung, die einen Zuhause fühlen lässt, frei an neuen Gemälden zu arbeiten). Dadurch, und durch die Zärtlichkeit, die mir entgegengebracht wurde, fühlte ich mich willkommen. Meine Erfahrung in Weimar erlaubte mir einen introspektiven Blick darauf wer ich bin und wie ich arbeite. Ich nehme an, dass Isolierung einem diesen Vorteil verschafft: sich selbst in Ruhe zu betrachten. Zu der Zeit, in der ich in Weimar präsent war, hatte ich nicht das Gefühl, dass das ACC Interesse daran hätte, den residierenden Künstler zu bewerben, noch habe ich jemals Anrufe meiner zukünftigen Kontakte aufgrund meiner Zeit in Weimar erhalten. Aber die Residenz in Weimar hat mich eine wichtige Sache erkennen lassen, die man nicht tun sollte. In den folgenden Jahren wurde ich wegen meines vorherigen Lebenslaufs angerufen, inklusive Ausstellungen in Europa und den USA, aber niemand hat jemals Bezug auf das Weimarer Atelierprogramm genommen, es war ihnen auch nicht bekannt. Ich finde es seltsam, dass die Bewerbung der Künstler vom ACC so sehr vage gewesen ist. Die einzige Sache, die dem ACC am Herzen zu liegen schien, war das Bereitstellen eines Ateliers zum Arbeiten und die Produktion einer Ausstellung im Schillermuseum, gefolgt vom Katalog „Übermensch“. Sie haben nicht begriffen, dass die Förderung des Künstlers, der dem ACC Kunst zur Verfügung stellt und wertvolle Zeit seines Lebens im Atelier verbringt, für sie genauso wichtig ist wie für den Künstler selbst.
Biljana Djurdjevic, Jugoslawien

Einige meiner schönsten Erinnerungen sind aus der Zeit in Weimar.
Bjargey Ólafsdóttir, Island

Mein allererstes Stipendium war 2002 in Weimar! Heute, 2019, hängen Poster von mir in einer Ausstellung in Berlin. Poster die ich damals zusammen mit dem Video „Suitwatcher´s Anonymous“ und Fotoübermalungen während des Stipendiums mit großer Unterstützung produziert habe. Das ACC organisierte den Druck, ich schnitt in der Bauhaus Uni das Video und es gab eine Ausstellung im ACC.
Anfang April 2019 kam ich gerade aus Rom und hatte ein Stipendium der Villa Massimo in Olevano Romano – Julia Draganovic schrieb mir auf Facebook, sie wird im Sommer die neue Direktorin der Villa Massimo. Doch 2002 war sie in Weimar und leitete das Atelierprogramm. Frank Motz war in New York. Hatte er ein Stipendium?! Es erschien damals zur Ausstellung im ACC ein Katalog: „Übermenschen“. Die Arbeiten, insbesondere das Video, gingen in eine Ausstellung nach Italien, dann nach Berlin, Amsterdam, New York, London, Hong Kong und weiter. Gestern kam mein neuer Katalog von der Druckerei. Adriano Sack beschreibt dort in seinem Text eines der Postermotive: „Erik Schmidt sitzt dabei auf einem Teppichboden und vor einem Sofa, alles ist komplett von Plastikplane abgedeckt. Dies könnte auf eine Sexparty hinweisen oder auf eine bevorstehende Renovierung. Für beides scheint eine akkurate Schleife im linken Schuh nicht zwingend erforderlich.“ Alles hat mal einen Anfang, aber noch kein Ende.
Erik Schmidt, Deutschland

Ich ertappe mich dabei, mich dauernd an dich und deine wunderschöne Stadt zu erinnern. Über meine Erfahrung dort kann ich nur sagen, dass die Zeit, die ich in Weimar verbracht habe, großartig war – ich habe viel gearbeitet, vielleicht mehr, als ich erwartet hatte, und möglicherweise haben mir einige Dinge in der Stadt gefehlt. Ich erinnere mich an das Licht des Ortes, das Haus, den Friedhof...und natürlich Julia. Ich war sehr glücklich dort, obwohl mein Besuch mit 9/11 zusammengefallen ist und ich fühlte mich – so weit weg von Zuhause – irgendwie ängstlich und besorgt über das Ende der Welt, Milzbrand und Terrorismus. Ich denke, dass wenn ich mehr Mittel gehabt hätte, hätten sie es möglich gemacht, länger in Weimar zu bleiben, aber nun bin ich glücklich, dass ich diese Mittel in die Produktion eines beständigen Œuvre investiert habe. Ich würde gern eines Tages wiederkommen, denn während ich dort war, konnte ich tiefer in meine Recherchen eintauchen und hatte die Möglichkeit, meine Arbeit zu entwickeln. Definitiv, meine Erfahrung in Weimar war sehr angenehm und wichtig für meine folgende Arbeit.
Irim Lux, Spanien

Kein Residenzprogramm, an dem ich seitdem teilgenommen habe, hat mich ganz von den Nachwirkungen der Zeit, die ich in Weimar unter der Leitung der ACC Galerie verbracht habe, geheilt.
Damals wie heute sind das ACC und Weimar der Ort, an dem man als Künstler*in sein muss, wenn man den Herausforderungen und Komplexität des zeitgenössischen Deutschlands begegnen will, seiner Nostalgie für eine Demokratie, die es nie wirklich so gegeben hat. Sogar heute, im Jahr 2019 wird es wieder aufgegriffen, wie ein gescheitertes Ehegelübde, verschlungen von den zentrifugalen Kräften zwischen konkurrierenden Militärkräften und den diensteifrigen Oligarchen auf jeder Seite des Atlantischen Ozeans und dem Uralgebirge.
Weimar bleibt ein sensibler Punkt, ein blinder Fleck...sogar auf der Netzhaut der Globalisierung; sowohl ein echtes als auch ein falsches Museum, eine Zone der Beschaulichkeit und manchmal auch Gleichgültigkeit.
Das ACC-Programm zeigt, wo Kunst zu sich selbst werden muss, um ihrer selbst willen; als Hoffnungsschimmer für mich und, wie ich mir vorstellen kann, viele anderen Künstler*innen, die über die Jahre von der Galerie beherbergt worden sind.
Ian Joyce, Irland

Meine eigenen Atelierwände in Athen zu verlassen, um nach Weimar zu kommen war ein wenig wie ein Versuch, Depression zu überwinden, indem ich mich selbst krankhaft langweilte. Ich kann Frank Motz noch immer durch den am meisten von Fördermitteln beraubten kunsthistorischen Friedhof (Thüringen) fischen und die am meisten der Freude verdorbenen Leichen (Wieland, Nietzsche…) für meine Inspiration ausgraben sehen. Und er hatte Erfolg! Weil wie so viele andere ambitionierte Unheilstifter*innen (Künstler*innen) entwickelte ich übersteigertes Multitasking, welches in einer Seifenoper, „Dirty Soap“, und einer Foto-Novelle mit 800 Bildern, „The Story of Agathon“ resultierte. Nach meiner Residenz am Internationalen Atelierprogramm kann ich mit Leichtigkeit meine Mailbox mit der einen Hand abrufen und mit der anderen auf der Gangschaltung balancierte Pommes essen, während ich mich gleichzeitig in den drei Spuren der Autobahn einfädle, um ein interessantes Foto zu machen. Also, zukünftiger residierender Künstler, hab keine Angst vor Weimar. Tauche einfach ein und ergib dich.
Dimitrios Antonitsis, Griechenland

Performance Collage: Bauhaus Performance 1999 war ein Hauptwerk, das während meines Aufenthalts im ACC konzipiert und realisiert wurde – Eine Filmcollage zur Stadtplanung im Dritten Reich und ihren Verbindungen zum Bauhaus in Weimar und Dessau. Das Haus am Horn, die Halle der Volksgemeinschaft und die Fresken von Oskar Schlemmer im Van de Velde Bau der Bauhaus Universität sind mit weniger bekannten „Denkmälern“ wie den Verwaltungsgebäuden der Nazizeit oder den ursprünglich im KZ Buchenwald verwendeten Gartenzäunen verzahnt. Projiziert auf eine Wand, dann trete ich vor und zusammen mit den bewegten Bildern in einem Paillettenkleid auf. Als fiktive Aufführung ohne Publikum wurde das resultierende Video dann zurück auf eine ACC-Wand projiziert. Jede Aufnahme in dieser Dokumentation enthält den Fluss verwandter Nachrichtentexte und Zitate von Bauhaus-Meistern, die auf umfangreichen Nachforschungen basieren. Der Soundtrack deutet auf eine Verknüpfung mit kalifornischen Nachkriegsmodellen mit Psychedelien der 60er, Krautrock der 70er und British Electronic der 90er Jahre hin.
Bettina Allamoda, Deutschland

Über das ACC kann ich sagen, dass es dort eine sehr schwere Zeit für mich und meine Arbeit gewesen ist. Ich arbeite vorwiegend standortspezifisch und versuche, mit der lokalen Bevölkerung in Kontakt zu kommen, aber das war in Weimar sehr schwer. Die Menschen, die etwas mit der ACC Galerie zu tun hatten, waren sehr offen, aber die Menschen in der Stadt waren nicht so zugänglich – ich glaube, das liegt an der sozialen Struktur, die sich so oft geändert hat, an der Historie und der Geschichte vor und nach der Mauer. So viele Veränderungen haben die Menschen müde gemacht. Vielleicht versuchen sie, sich mehr auf sich selbst zu fokussieren. Sie haben ein wenig Angst vor jeder neuen Situation. Auch der Atelierraum war isoliert, er lag in der Stadtmitte aber es war schwer, andere Künstler*innen in der Umgebung zu finden. Und man hat nicht häufig Ansässige getroffen, denn der Raum befindet sich in einer Straße neben einem Pflegeheim und einem Friedhof. Ich schätze, auch das macht es isoliert. Die Stadt selbst ist ebenfalls problematisch. Ich glaube, es gibt zu viel Geschichte, und es ist sehr schwer sich mit dieser Geschichte, die auf den Schultern lastet, zu bewegen. Ich denke, wenn man als Künstler*in im Atelier arbeitet, könnte es einfacher sein, aber wenn man in sozialen Kontexten arbeitet ist es zwar interessant, aber auch sehr schwer, in die Gesellschaft einzutauchen.
Esra Ersen, Türkei

Ich erinnere mich an alle im ACC – liebe Grüße! Ich erinnere mich daran...deutsches Bier zu probieren, die sprachliche Isolation, der wunderbare Atelierraum und das Stipendium, die dunklen Nächte, wie sich die Zeit erstreckte, die Stille in der Nacht, die Straßen…
„Plan“ ist 1997 während meiner Residenz an der ACC Galerie entstanden. Dieses historische Stadtportrait ist eine Installation, bestehend aus 900 Emaille-Straßenschildern die 152m2 bedecken. Es gibt 450 verschiedene individuelle Straßennamen aus dem Zeitraum von 1910-1989. Mit der Wiedervereinigung Deutschlands wurden die emaillierten Metallschilder durch Plastikschilder ersetzt – die alten Straßenschilder wurden in einen Abfallbehälter am örtlichen Depot geworfen, wo sie auf ihre Entsorgung warteten. Ich habe sie gerettet, gereinigt, dokumentiert und die andauernde Erhaltung und Lagerung der Straßenschilder in die Wege geleitet. „...diese Straßenschilder haben eine greifbare Körperlichkeit, die lebhafte Erinnerungen bei jenen wachrufen könnten, die möglicherweise einmal die Gelegenheit hatten, diese Straßen zu durchstreifen. Oder, tatsächlich, für diejenigen, für die diese Straßen nur als Teil der Fabel politischer Schriften existieren, Straßen, von denen man in Büchern, Zeitungen, Zeitschriften erfährt, zeigen diese Schilder eine merkwürdige Collage eines Ortes.“ – Juliana Engberg, Director Melbourne International Biannual. ‘Sign of Life’, 1999.
„Plan“ wird weiterhin von der ACC Galerie Weimar repräsentiert. Wie geht es den Schildern, Frank?
Amanda Dunsmore, Irland

Im Winter und Frühling 1997 war ich residierende Künstlerin am ACC. Es war eine meiner intensivsten und freudebringendsten Schaffensphasen. Ich wurde herzlich und enthusiastisch von allen am ACC willkommen geheißen und hatte Glück, ein wenig freie Zeit zum Deutschlernen zu haben. Es gab kein Internet oder Emails in meinem Leben, und das Telefon war nicht installiert. Das hieß, dass ich sehr präsent war, genau dort, genau im Moment. Ein schimmernder Dunst, der nach Salz schmeckte, verweilte stets in meinem Atelier und draußen im Flur. Ich arbeitete und arbeitete und arbeitete und verliebte mich. Ein weißer Teller mit schwarzen Punkten aus der Atelierküche fand seinen Weg in eine meiner Taschen, als ich ging. Er hat nun seinen Platz in meiner Küche in Berlin. Das erste Mal, als mir der Name begegnete, den nun mein Sohn trägt, war ich im ACC. Er bedeutet der Hilfreiche, der, der in der Nacht fliegt.
Åsa Elzen, Schweden

Grundsätzlich ist es immer interessant ein Stipendium in einem anderen Land zu haben, und neue Menschen und eine neue Stadt kennenzulernen. Ich hatte einen guten Ort zum Arbeiten und Leben – das ist wichtig. Wenn man kein Deutsch spricht, musst du einen Freund finden, der beide Sprachen gut spricht, so dass man Ideen austauschen oder über seine Probleme reden kann.
Ildar Nazyrov, Russland

Ich erinnere mich an ein kaltes Atelier (Wind aus dem Osten), dunkle Nächte und glitschiges Kopfsteinpflaster aber auch an Abende mit Ringelnatzgedichten und Romeo und Julia im Theater Jena.
Verstanden habe ich damals, dass das Empfinden von Verlusten echt sein kann, auch wenn es mir unverständlich ist (Das Lob auf die DDR) und ich habe versucht, auf diese Erkenntnis zu reagieren (für die Ausstellung „Fascis – Faschismus und Faszination“ vielleicht etwas frivol) mit einer Ansammlung leerer Gipssockel auf einem Stubenbuffet. Frank Motz fand in meinen Aussagen dazu das Wort „Erinnerungswut“.
Markus Schwander, Schweiz

Ich habe die kreative Atmosphäre des Atelierprogramms in Weimar sehr genossen, es war eine wenig wie „Zurück in die Zukunft“, verträumtes Zeitreisen… Jeden Tag an diesen Ort mit diesen legendären Erinnerungen (sowohl klassische als auch avantgardistische) zu leben…destillierte und veränderte meinen alternativen Typ künstlerischer Vorstellungskraft in etwas, das später wie eine „Lebenskunst“ kreative Erfahrung wurde.
Es ist toll, dass es das Atelierprogramm nach all diesen Jahren noch gibt!
Janez Jordan, Slowenien

Ohne Frage habe ich leidenschaftliche Erinnerungen und sehr gute Erfahrungen während der Residenz in der ACC Galerie gemacht. Zu diesem Zeitpunkt befand sich Weimar in einer Zeit der Veränderungen. Das Ende ‘94 und der Beginn ‘95 in Weimar bedeutete irgendwie das „Aufwachen“ der Stadt, die nun lebendiger sein durfte und auch das Leben in der Stadt wurde lebendiger. Natürlich möchte ich nicht sagen, dass sich Weimar in der DDR-Zeit in einem tiefen Schlaf befand, im Gegenteil, und doch war es im Moment meiner Ankunft eine wirklich stille Zeit, der Ort befand sich im historischen Schatten und der Vergangenheitskultur. Zumindest habe ich es damals so gesehen. Da die Straßen größtenteils ruhig und viele Häuser leer waren, fand all das Rasseln und Klappern im ACC-Haus und seinen Orten statt: im Restaurant, in der Galerie, im Büro mit Frank und Norbert. Das Atelier, der Arbeitsort war etwas abgelegen, was auch gut war, denn „I walk the city“ oder fuhr manchmal hier- und dorthin und herum mit dem Auto, das sie zur Verfügung stellen.
Interessanterweise befand ich mich zu diesem Zeitpunkt auch im Wandel. Wie das jedes Mal irgendwie ist, war meine Veränderung seit meiner Weimar-Zeit im Gange – langsam und ruhig, aber unaufhaltsam – hin zum Ende der Partnerschaft in einem Kunstprojekt namens V.S.S.D. Ich kam nach Weimar einige Tage nach meinem Künstlerfreund Janez Jordan, der die vorherigen 5 Wochen in der Unterkunft verbracht hatte. Wir kommunizierten viel, entwickelten gemeinsam und intensiv Ideen und arbeiteten an Projekten. Deshalb war ich aber allein in Weimar (für 3 Wochen, nicht 5 Monate, was die Gelegenheit war), denn auch meine Pflichten in Ljubljana waren fällig. Kurze Zeit später, im Juni ‘95 beschlossen wir unser letztes Projekt – teilweise während der Zeit in Weimar entwickelt – und ich hörte auf an Venice (nicht Viscontis aber V.S.S.D.s "Death in Venice") zu arbeiten. Dies soll nicht den Eindruck einer traurigen Randbemerkung erwecken, da die Zukunft viele neue Aussichten bietet und einige neue Ideen befreit.
Alen Ozbolt, Slowenien

Ich kann mich sehr gut an meinen Aufenthalt für den Weimarer Workshop „erSCHLOSSene Räume“ am Schloss Ettersburg erinnern. Ich habe ihn sehr genossen. Ich hatte einen wundervolles Zimmer, in dem die Tapete aus dem ehemaligen „Schiller-Raum“ vorsichtig aufbewahrt wurde. Er verband mich direkt mit der kulturellen Geschichte Europas, ebenso wie meine Besuche im Goethehaus. Ich fand das sehr interessant und inspirierend. Meistens aber arbeitete ich während des Workshops in den Wäldern der Umgebung. Es entstand eine Serie von Drucken mithilfe kleiner Würmer, die Linien in die Oberfläche der Baumstämme genagt hatten. Später, zurück in Island, als ich an einer Ausstellung zu Land Art teilnahm, dachte ich an meine Wurm-Arbeiten in Weimar und mit der Hilfe von 5 Kindern (Würmern) bildeten sie eine dieser Zeichnungen in einem größeren Maßstab nach.
Sólveig Aðalsteinsdóttir, Island

Mit meinem schottischen und norwegischen Hintergrund nach Weimar zu kommen war ein augenöffnender Crashkurs in deutscher Kultur, meine vorherigen Kenntnisse waren vorwiegend literarischer Art. Der Übergang von der omnipräsenten Vergangenheit der Stadt erwachend in den Folgen der eines vereinigten Deutschlands war offensichtlich, und für mich, den Besucher, bot es einen neuen Quell an Inspiration für meine Arbeit. Vom Moment meiner Ankunft spürte ich, dass im Mittelpunkt des Konzepts der ACC Galerie ein dynamischer Wille, gute und bedeutungsvolle Kunst zu schaffen, stand. Ich realisierte bald, dass die etwas anarchistische und chaotische Atmosphäre des Projekts genau das war, was die Erfahrung inspirierend machte, und tatsächlich hatten die Organisator*innen hinter den Kulissen volle Kontrolle und ließen es wahr werden. Ich kann mich erinnern, dass die Anlagen ein wenig rough waren aber die Kameradschaft, der Ideenfluss und der Zeitgeist dieser Tag ist das, was bleibt. Die Arbeit, die ich dort in der ätherischen Weißen Halle im Schloss Ettersburg wurde zu einem Wendepunkt in meiner Künstlerischen Schaffen in dieser Zeit. Zurück in Norwegen erschien eine Dokumentation der Arbeit in „The Norwegian Art Yearbook“ (Das Norwegische Jahrbuch der Kunst) und führte zu mehreren Einladungen zu Ausstellungen.
Roddy Bell, Norwegen

Die Weimar-Tage von 1993 … lang, lang her und immer in guter Erinnerung! Die Aufbruchsstimmung … die Reise mit dem Knochen … die aufregende, aktive Zeit mit der exzellenten und liebenswerten ACC-Crew und den anderen Künstler*innen … die Organisation war perfekt … Schloss Ettersburg, inspirierend morbid und untouristisch … der „Ostkünstler“ mit seinem Mercedes-Benz … Stacheldraht, mein Material für meine Arbeit „erschlossener Raum“ … Grund für Diskussion .. ein verpfuschtes Fernsehinterview … russische Helikopter und die Panzer-Übungsstrecke … Buchenwald … und der Weg dorthin „auf den Spuren Goethes“ – Wege unter Eichen hin zum Unvorstellbaren … das war kein beliebtes Thema … Gewehrprojektile … geschmolzenes Glas … Betongründe in dem jungen Wald … die „Fürstengruft“, wunderbar verwahrlost … die Exkursion zu so vielen wichtigen Orten der Geschichte … die Nachtwanderung durch Weimar zum Nachtlager … und so weiter ……… so gut, zu dieser Zeit ein Künstler in Weimar gewesen zu sein!
Ulrich Bruppacher, Schweiz

Der Krieg in Kroatien war im Jahr 1993. Ich wurde nach Weimar eingeladen um am Workshop und der Ausstellung „erSCHLOSSene Räume“ teilzunehmen. Dieses internationale Event ist mir sehr wichtig gewesen, vor allem dessen Konzept, da ich zu dieser Zeit nicht in Kroatien arbeiten konnte. Der Arbeitsort lag außerhalb von Weimar und wir fuhren jeden Tag mit dem Bus dorthin. Durch die Fenster des Raumes, in dem ich arbeitete, sah ich einen kleinen Friedhof. Jener war ebenso bedeutsam für mich wie die Glascontainer; drei Glascontainer (einer für weißes Glas, einer für braunes Glas und einer für grünes Glas). Diese bizarre Situation bedeutete einen neuen Anfang.
Besonderheiten für mich waren Spaziergänge durch Goethes Haus und der Name der Galerie, „Goethe trifft Nina“. In Weimar hatte ich ein Gefühl unendlicher Freiheit, auch wenn die Stadt wegen vieler Ruinen traurig aussah, die Bauhaus Universität schuf positive Energie. Die Atmosphäre in der Galerie war sensationell und sehr demokratisch. Insbesondere das Galerieteam und sein Enthusiasmus beeindruckten mich, ich rauchte genau diese Energie.
Nach Weimar habe ich einige neue Arbeiten angefertigt und in Österreich und Kroatien ausgestellt.
Ich würde Weimar gern heute, nach 26 Jahren, sehen.
Vlasta Delimar, Kroatien

Die Erfahrung 1993 in Weimar gelebt zu haben blieb beeindruckend, nicht nur in meiner Erinnerung. Aus künstlerischer und menschlicher Sicht war es definitiv eine wichtige Gelegenheit zum Vergleichen. Ich hatte noch nie vorher mit so vielen europäischen Künstler*innen Seite an Seite gearbeitet, die eingeladen wurden, um ihre persönliche Vision und Erfahrung sowie den Eindruck ihres kulturellen Einflusses einzubringen. Ich habe auch wunderbare Erinnerungen an alle jungen ACC-Gründer*innen, die ich 1993 kennenlernte. Was sie schufen, war der Ausdruck eines hohen kulturellen Bedürfnisses, einer Rundumsicht, die für jede Sprache offen ist und bewusst Beziehungen und Kontraste provoziert. Und dann der Ort, der so dicht ist, dass man die Geschichte nicht als Tatsache, sondern als lebendige Spannung in den Figuren und in den großen politischen und kulturellen Ereignissen wahrnimmt. Es ist, zum Glück, unmöglich, echte Erfahrungen ohne Mutationen zu machen.
Alessandro Papetti, Italien

Während des „erSCHLOSSene Räume“ Workshops, an dem ich 1993 teilnahm, schuf ich eine kleine Serie von visuelle Arbeiten, die in einem Schloss nahe Weimar gemalt wurden. All das ist in meinem Kopf noch lebendig. Neben den Kolleg*innen aus verschiedenen Ländern, die ich kennenlernte und mit denen ich freundschaftlich zusammenarbeitete, erlebte ich die essentielle Professionalität der Menschen der ACC Galerie. Das Gefühl der Umgebung, wie sie vom Balkon den Schloss Ettersburg, wo wir jeden Tag arbeiteten, sowie einige Landschaften der Natur dort , die ich nicht als Studien sondern für die Organsiation kompletter Kompositionen mit anderem Licht als dem meines Heimatlandes, stellten die Thematik meiner Arbeit dar. Andere Künstler*innen um mich herum an ihren eigenen besonderen Ideen arbeiten zu sehen ließ auch mich enthusiastischer sein. Am Ende des Workshops strahlte die Präsentation der entstandenen Arbeiten in der ACC Galerie Museumscharakter aus, aber überhaupt nicht streng, es war eine bewegende und sensible Ausstellung.
Photini Stephanidi, Griechenland

1993 war ein sehr ereignisreiches Jahr für mich und ich bereiste mehrere Länder (was heute normal ist, aber damals noch nicht). Es war die Zeit in der sich die Grenzen nach der sowjetischen Zeit für uns öffneten, und jeder Grund zu reisen mehr als willkommen war.
Meine Teilnahme am Projekt war eher ein Versehen, einige meiner Freunde trafen einige ihrer Freunde, die nach einer estnischen Künstlerin suchten, die sofort nach Weimar gehen konnte. Später in diesem Sommer nahm ich außerdem an einem internationalen Skulpturen-Workshop in Süd-Estland teil, und im Herbst war ich bei einem Künstleraustausch-Projekt in Norwich, England.
Das beste an der Erfahrung in Weimar war das Kennenlernen so vieler verschiedener Künstler*innen aus verschiedenen Ländern und zu sehen, wie sie arbeiten und ihr Ideen unter bestimmten Umständen repräsentieren. Es war eine gute Möglichkeit, neue Freunde zu finden, später ein paar Postkarten zu bekommen… Außerdem war es beeindruckend zu sehen wie euch, den Organisator*innen, dieses ganze Projekt gelang. Soweit ich es mitbekommen habe, war es weder einfach, noch günstig. Überhaupt, es ist beeindruckend, dass ihr es noch 25 weiter Male geschafft habt! Diese Bedingungen, außerhalb meines vertrauten Umfelds brachte mich dazu, mich zu fragen, warum ich Künstlerin sein wollte, und ob ich etwas wichtiges durch meine Kunst mitzuteilen habe…
Im gleichen Jahr zu gleichen Zeit arbeitete ich an einer neuen Dauerausstellung im Estnischen Nationalmuseum. Meine Aufgabe war es, innovative Entwürfe für Ausstellungen zu finden, und auf meinen Reisen versuchte ich daher, möglichst viele zeitgenössische Museen zu besuchen, wie ich konnte. Ich bin auch auf ein sehr schönes kleines Museum in Weimar gestoßen, das mich inspirierte.
Also war diese Zeit in meiner Kunstkarriere wesentlich, doch nachdem ich im nächsten Sommer eine Tochter bekam wurde ich Stück für Stück eine professionelle Innenarchitektin und entwarf Ausstellungen…
Tea Tammelaan, Estland

Der Workshop „erSCHLOSSene Räume“ – es war mein erster internationaler Workshop. Ich würde ihn definitiv als wunderbar bezeichnen. Ich hatte das Gefühl, aus meiner täglichen Routine herausgezogen und in eine vielfältige und interessante Gemeinschaft von Menschen platziert worden zu sein. Und mit all dem, dem Anspruch der Menschen der Galerie alles zu haben, Galerieatmosphäre, Café, Stadt … es ist steht alles unter Strom und ich fühlte mich energiegeladen. Ich denke, dass so eine Veranstaltung einem so viel ermöglicht, nicht nur andere zu sehen, aber auch sich selbst von außen zu sehen, an der Seite anderer Künstler*innen. Ich habe neue Freunde kennengelernt. Und habe Gedanken für zukünftige Arbeiten gefunden.
Uģis Traumanis, Lettland

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Former participants' statements

For me the stay at the ACC as a resident artist was a deeply enriching experience. It was firstly because of the city of Weimar itself and its friendly, helpful residents. Secondly, because of the century-old studio house full of its welcoming and exciting artists and a beautiful garden. And most importantly, because of the continuous support provided by the ACC team. They were a phone call or email away whenever I needed advice or help with things, sometimes even beyond what would be expected of any institution, and yet they allowed me the freedom and the space to do whatever I liked which included extending my residency, helping with the moving of things and off-time for my trips for academic or artistic purposes. I believe the work I did here has actually helped transform my practice.
Kurchi Dasgupta, India/Nepal

Weimar holds the key to understanding exactly how the past will constantly present the future. I was personally unaware upon applying for this residency program that many of the designs styles that have influenced the world had its origin here in this small and charming town. The studio space was perfect for accumulating and cultivating my ideas, but it was the rich and vibrant multicultural artist and student population that made me feel comfortable in exploring my ideas.
I can say also that despite my language barrier i was very well embraced by the creative artist community in Weimar and i believe that in some way the spirit of Weimar that predates all of us still exists untouched until today. A place for artists to gather and explore the ideas that will personally and globally push things forward.
Matthew McCarthy, Jamaica

I never had a studio of my own (except when on residency), and really I did not even thought I needed it. The spatial conditions in Weimar were more than adequate, even more that I felt I needed, having a really big, spacious and northern light exposed studio that could be adjusted as one needs. I was not really using it and for a month or so, I even gave the studio to the resident who was there before me and who stayed in the Germany and felt he needed to finish the work he started here, I thought it is a solidarity thing to do and share. After he left, and after a month or so not in the studio and using only the apartment which for me was often really cold, I gave the studio a second chance, and this time I really enjoyed that space. Even though I was not using it to the maximum of its potential, as that is the character of my artistic practice, that I do not need a lot of space,  as I was photographing outside, and I could not really print photos in the studio, the studio became more of a living space, reading room, a drawing room. I am very happy that after a long break from drawing, I began drawing again, on a table in the studio I was drawing ants and bees, inspired by a book that I was reading while there – Peter Kropotkin’s “Mutual Aid: A Factor of Evolution”. The big house was generally quite quiet and although all studios were occupied I did not really had much interaction with the other studio artists. I guess that is me, someone else, more extrovert would probably have a totally different experience. I was never lonely though, occupied myself with working on my projects, walks and taking photographs in the city, reading, watching on-line TV series, following news from back home and communicating on-line with my family. Leaving the studio on the end, I felt I was converted, now I want a studio like the one I had in Weimar. While I did not utilise that space for actual production, I feel it was important for me to have that private space for contemplation, research, administrative/office work and planning. The apartment and the studio were fully furnished and equipped. Couple of things that were either broken or missing were replaced immediately as I ask for them.
As the ACC Gallery and the studio house are not in the same location, I did not have daily communication with the residency organizers, but I feel the people were interested in what I was doing, and were generally helpful with tips, recommendations and invitations for events. Having the opportunity to exhibit together with the other resident artists from 2018 on a specific theme, especially in this open, self-guided process was also for me an important aspect of this particular studio program, as it allows for reflecting, sharing, communicating and generally developing a more sustainable and prolonged relationship with the other artists and the ACC Gallery. The stipend that was part of this program was sufficient for my basic needs, even for some minor equipment purchases, and I even managed to save something. Also it allowed me to take couple of bus trips to Berlin and while there I visited some interesting exhibition and more importantly I found what I was searching for in Weimar, but I did not find – a community garden, that I documented extensively and it became integral part of my new work for the residency.
In conclusion my stay at the Studio Program of ACC Gallery and the City of Weimar was very memorable. For me and my artistic practice, residency provided a perfect opportunity to work in a new stimulating environment, I researched further into the theme of the urban commons, and I feel I produced a new compelling body of work that I am really excited about. As I am now a mid-career artist, the time for self-examination that this stay provided me with was in good order. Working in a new context, even if it is for a short period, with challenges of its own, I think is what I needed in order to reevaluate my positions and redefine myself as an artist. In this sense, taking time for myself and concentrated, introspective work in Weimar was perfect.
Oliver Musovik, Northern Macedonia

Understanding the artist’s position in society with its hardship and uncertainties is the starting point from which the ACC Gallery Weimar and the Studio program are operating. Therefore the support and help that is given in this program, in artistic, financial and bureaucratic maters, produce the conditions in which artists can be fully devoted to the process of art making and in which they feel welcomed, understood and respected. This is the platform where the critical thinking is cherished and the history is always taken into account. It is the program that is not considered to be just one of the annual projects, but the program in which organizers put their heart into. As a result, all the ingredients for creating strong art project are put together. My sincere advice for all future participants is: push and challenge yourself, you have a great crew to get your back.
Nina Galic, Serbia

I arrived in Weimar on a sunny day in February and was greeted by neatly furbished houses and a very beautiful spacious park. During my residency the park became an important place for me. I regularly went for a walk, newly discovered Goethe and released some of my own small sculptures there. The studio was perfect, empty and specifically made for art production. From the outside the Municipal Studio Building stands out immediately, because it is located slightly turned to the road building line. The window facade is precisely facing north, which is unlikely to be found again soon. It creates an atmosphere in which art is welcomed and has no need to justify itself. I was alone for the entire four months. I suppose I could have met some colleagues who work in the building as well, but all I wanted to do was work – so I enjoyed the silence and initial emptiness to create a completely new group of works. This is something that I am still thinking about after the scholarship. The team of the ACC Gallery was very helpful, but only upon request. I found it quite pleasant to be left alone. There is also entertainment in Weimar, next to cinemas and museums the German Classicism is omnipresent. This might sound dusty, but who digs deeper learns about Winckelmann and notices that he can be directly connected to questions of temporary art without any problems. Weimar is a small town, one has to like that. On the other hand it is comfortable to be able to do everything by foot. On the outside everything is placid and spotless in Weimar. But when you scrape off the sugar icing you find traces of the Nazi period, the former concentration camp Buchenwald is nearby.
Karl Heinz Jeron, Germany

Living and working in Weimar with generous support of ACC team, especially Frank Motz was so pleasant and productive. During our stay in Weimar, we focused on a project that exploring its connections to the city was so inspiring. In the way that the city more and less navigated us through its narrations. An empty plinth in Goetheplatz, Goethe museum and Hafiz and Goethe monument. ACC studio program in this beautiful small city with its profound history provided us a safe place for concentration and research although it brought the sense of remoteness from time to time. Albeit we met and communicated with amazing artists, scholars and curators from around the world that made the opportunity to for us to show part of our project in a museum in Saint Petersburg.
Mona Aghababaee & Hawreh Danesh, Iran

Weimar is full of political, cultural, historical, and psychological implications; you could call them consequences. If you choose, you can ignore the right wing you are sure to encounter, and also the annoying tourist element. Rather, I would recommend paying attention to the local anarchists, the kind working class on the outskirts, the artists, filmmakers, and queers, the refugee-welcomers, and the refugees themselves who have bestowed a new layer to the city, drawing into the present-moment the quaint cobblestones and plinthed monuments with a sharper, more international memory of war.
In the haze of a glass of red wine from the ACC cafe, I would ride the residency's bicycle into the evening sun toward the train station and back again, past refugee housing, past squares and greens. I saw every independent film screened at Lichthaus Kino over the course of those 4 months. I combed through Bauhaus textile samples at the archives of Bauhaus University. I came across a flohmarkt by chance, where I found key references for my thinking. At some point with my friend, I ate so many cherries from the trees of an orchard, which is how I learned the word „Mundraub“.
Rheim Alkadhi, Iraq/USA

I had the pleasure of being a resident at the ACC International Studio Program during the winter of 2016-2017. Even before my arrival, ACC Gallery put me into contact with the prestigious Bauhaus University Media Arts department, at my request. For 4 months I worked together with Bauhaus tutor Martin Schneider and his students to develop several artworks on the subject of Simulation, which resulted in a final exhibition. I was invited to join the Creative Coding classes of the university, and hosted several of their hacking sessions in the beautiful ACC residency studio. This close collaboration created a space for exchange and was an important new influence in my practice as an artist. The presence of the extensive media-lab and media-architecture department, as part of the university, make Weimar one of the frontrunners in new media art. The city is “incontournable” when working on topics like computation, simulation, algorithmic architecture, new modes of fabrication and technology in art.
The openness of the ACC Galerie and its organisers made it extremely comfortable to expand my network quickly throughout the city and engage in long-term commitments with peers, experts and students: my collaboration with Martin Schneider is active to this day.
Weimar, with its rich history of important institutions, beautiful parks, busy students and baffling architecture, forms the perfect backdrop for an artist residency focussed on research, contemplation and collaborative production. For me, the few months I spend there felt like residing in a wintery oasis of artistic inspiration. Five stars!
Lodewijk Heylen, Belgium

On the day I arrived to Weimar to start my residency, I met a former artist-in-residence. She told me I would enjoy my stay if „I like to be alone“- this scared me a bit and wasn't all that encouraging. After my stay for four months during the summer (June to September 2015) I have to say that I totally disagree with that former artist-in-residence now.
During my residency at the ACC Weimar I got the chance to explore the city, do lots of networking with the various cultural institutions, had lots of visitors coming to my studio (enjoyed with them the huge garden of the artists-house) and even hosted a performance event within the premises of the Künstlerhaus.
Weimar is a city that is small enough to give you right away a sense of understanding the cultural landscape and is big enough to host really high-quality venues, such as the Kunstfest Weimar, the Summaery, various opera shows, etc. It depends on you if you want to spend an isolated time in the city or if you want to surround yourself with tons of interesting people and cultural opportunities.
Elizabeth Wurst, USA

The ACC Gallery scholarship in Weimar in 2016 gave me the opportunity to live from the beginning of the artistic residence until now with a so beautiful bird parrot that I named Lucia. She was six months old at the time when we began to live in the Weimar artistic state house and now she is more than three years old! I can just be only thankful for all the experiences and the way that we, as an artistic duo, had accomplished. Lucia flew in freedom for the first time in Weimar by accident. It was dangerous but she survived with the help of the community of Weimar (ACC gallery team, a German ornithologist and the fire-team fighters). From that moment I got the consciousness of the value of her freedom and despite the cost and high risk of losing her I decided to train Lucia to fly.
The ACC Gallery residence gave me the basis of a deep partnership with my bird that allowed us to explore the life, art and society of the German culture by the contrast of the decontextualised bird. She had played the role of the exotic element, the foreign, the confrontation of a post colonised mentalities bringing to the collectivities the understanding of the danger of the biodiversity of the species in a globalised world.
Seeing Lucia flying near of the Goethe and Schiller monument in Weimar was one of the most surrealistic and enthusiastic dreams that I had ever realised and had increased in a subjective way the feeling that the skies of the City of Weimar will be never the same. The Scholarship of the ACC Gallery gives to the bird & the artist the time, materials, economical, logistical and human support in order to free the mind to be creative and grow. The idea to rewilding Lucia goes in the same line of the artistic residence: in this case the role of the gallery will be played by the entire territory of nature as a gift for the animal.
Camilo Osorio Suarez, Colombia/Germany

I enjoyed my stay in Weimar very much. The city is a lovely and culturally rich place and there are many things to see and do. The people at ACC are very friendly and it's a fun place to hang out as well, there is always people in the ACC café. During my stay, I particularly benefited from having the Bauhaus University's library nearby, where I have been able to do research for my projects. ACC also offers a wonderful cultural program, where you can go and join them for openings, conferences, readings and even parties. The residency is well equipped and cosy, the studio is basic, but has good light and is very spacious! Expect to spend a lot of time on your own, but if you need some quiet to concentrate on your work, this is perfect. Highly recommendable!
Diego Castro, Germany

I like remembering my time at the ACC. The stay in Weimar encapsulates a fruitful and enriching time since I could calmly dedicate myself entirely to my film-plans that I realised during my stay – and also managed to plan further projects. I always wanted to build my own movie set, which I could implement in an associated studio there! It was also important that the concluding residents‘ exhibition presented an opportunity to present my work and have further exchange. That was not only valuable for the discourse, but also formed a continous connection with the city of Weimar and the ACC, as well as getting to know the other residents. The ACC team was always open and supportive in all matters, nobody questioned what I wanted to do, instead the focus was on how to help the artist realise his idea – no matter how crazy it might be. That was a great and important experience, both professionally and personally.
Evy Schubert, Germany

We (The Errands Group) came as a collective to the residency program in Weimar for the period June to September 2014. As we are a big group we split the residency, so that all of us got to rejoice the goods of staying abroad while working on our practice. The space we stayed and worked at was a really nice one and it was great to stay there by two of us each time. My part was in the last month of September, which was a really beautiful period for Weimar. During my stay was the day of the open studios om Weimar and then we had the opportunity to talk with people visiting our studio. The general topic of the year was about food and politics – and our work at the time had to do with greek reality of crisis concerning local production, waste, protest and ways of representing through smell more than through images. This generated lots of talks with people on the hot issue of Greek-German relations. I will never forget the walk Frank took us after closing the open studio day: to the Ettersburg and then through the forest to the Buchenwald remains, the monument and as the night fell to the memorial park. It was a strong emotional experience in condensed form of the achievements and failures of human history, German but also universal.
For our group it was a great chance to work on our thematic from far away, so we truly appreciated the international level of the program. At the same time being in Weimar offered lots of cultural stimulae. Being part of the ACC program as well as hanging out there we got to know very interesting people, some of which we keep contact with. On the aftermath of this residency we collaborated with Tokonoma group from Kassel, on the eve of documenta 14, (Athens-Kassel) rebuilding a work of them in Athens while they represented a work of us in Kassel, and we started getting in the exchange experience, something that we continue in our practice. Weimar was an enriching experience both for our group and for me personally as it opened up a space in time abstaining from the problems and the routine of Athens. It‘s an environment that I strongly recommend.
Dimitris Theodoropoulos, Greece

I participated with "The Errands Group” in the exhibition "The politics and pleasures of food" in 2014 and visited Weimar that period as a resident artist. My experience of the whole project was of great value to me. The ACC people were very cooperative, creative, taking care of our needs for our representation and opened unexpected views for our project, by their input. The other participant artists we met in Weimar presented high standard work, carefully chosen by ACC and I had a chance to know them and exchange thoughts and ideas. The atmosphere of the city and the people was a very interesting and contrasting experience for me compared to the environment of Athens, Greece where I live and work, with a different scale and daily rhythm. During my stay and in the open studio day I met also locals and exchange some thoughts as well. I felt strongly that ACC's work is something very special and controversial, a juxtaposition, to the somehow strict german classical and conservative context of the city.
I will always feel thankful for this opportunity to the ACC gallery and its people.
Maria Tsigara, Greece

My time in Weimar feels like a dream, in the best way. I lived and worked quietly, mostly wandering alone through intuition and discovering the strange corners of this small city. My favorite places were the piles of broken graves behind the graveyard, the mysterious witch hut I found in the woods with alchemy symbols carved in trees, and the field adjacent to the highway gas station which was covered in empty snail shells.
Frank and his team of course not only improved my life by giving me this opportunity, but also through their relentless commitment to staying up night and day and making all artists dreams come true. I am a person who values intensity and extremism and this was greatly felt here. Frank has also brought me back for other exhibitions in Weimar and Zittau, again full of dreamlike adventures such as performing my opera in a dungeon and climbing to the top of a tower to song Nick Cabe songs with a Christian trumpeter.
If Frank or the ACC ever needs anything from me they’ve got it. I hope to return.
With love from New York City and my own squatted curator zone TREVORSHAUS,
Caitlin Baucom, USA

Q: What are your positive and negative memories of your artist-in-residence experience?
A: Aaaaaaahhhh!!
Q: How was the atmosphere in general, what about your opportunities to work and collaborate, your economic and spatial conditions, the working together with ACC in Weimar during these months?
A: Baaaaaam!
Q: Was your stay in Weimar useful for your life, for your art production?
A: Oooooops!
Q: Have you been able to take advantage (for example in exhibitions or to receive other grants) of your time in Weimar later in your life – after your Weimar experience?
A: Poooooow!
Nikolai Nekh, Portugal

I had quite a blissful, monastic stay at ACC. The stipend was generous, the living quarters were very nice and right next door to a beautiful studio that was all mine. I took long walks every day in the cemetery across the street between sessions in the studio. In the evenings, I would either cook or journey to the ACC café. The park designed by Goethe was a spectacular treat and just biking around Weimar was aesthetically rich.
I got a lot of work done on an on-going animation project and was able to coordinate international exhibitions during my time there.
I cannot stress enough how extraordinarily helpful the staff was. Franziska Becker was like a personal angel to me. Anything I needed she helped me with, above and beyond anything I could have hoped for. Frank Motz created a truly unusual atmosphere of accommodation. He helped me store belongings I could not put anywhere, eating up his own personal time and resources. In general, there was nothing Frank and his employees would not do to help.
They also run a beautiful exhibition space, and did everything to accommodate the artists wishes during the exhibition that corresponded to my residency.
It was all in all a unique and rather perfect artist residency experience.
Nathania Rubin, USA

ACC Gallery was my first long residency, and also the first time that I spent a long time in Germany. Although, I have now lived in different cities in Germany, I still recall my stay in Weimar as the best introduction to German culture. Navigating between the Anarchist building, Hitler's veranda, Goethe, Bauhaus or Nietzsche, it was quite an introduction! Personally, it was also very enriching, as I could coordinate different projects, and learn new skills, as I attended some courses at Bauhaus University and studied German language. In Weimar, I had my best studio ever – very spacious and with a mesmerising window. I am especially thankful to the team of ACC Gallery, as well the Municipality that always accompanied me well.
Ana Mendes, Portugal

Dear Friends,
I am feeling very nostalgic to write about my experiences at the ACC residency in Weimar. Honestly, it was full of adventures to me: from the visa application to financial requirements, from arriving at Berlin Airport to reaching Weimar. As it was my very first travelling experience internationally, consequently it had to be a package of unforeseen encounters with the Immigration Desk and having to attain a different train to Weimar in a completely unknown language environment. Where people cannot understand my language, but truly understand my glitch by face. They helped like it was their own burden and always left me on my endpoint, exactly where I had to go. Just imagine, an impractical person like me, how I would remain normal/confident throughout the project. A person who never went overseas, never cooked by themselves, never laundered their clothes, never walked alone, never caught a train – I came back as a completely transformed person with a full exposure, vision and experience of life, which I could not even imagine before. Now I can manage my life, my family and my art simultaneously, before I was only concerned to deal with artist life because other necessities were culturally fulfilled by my parents. I want to inscribe a name over here, “Frank Motz”, who is an architect of this transformation and assisted me, helped me and guided me just like a software called “God eye”. He is a best example of a curator, administrator and Human being I have ever met. Since I am from a country that is politically harassed across the world, citizens like me face a lot problems to move internationally. Mr. Frank Motz guided me, helped in this regard un-tiredly and even facilitated me in financial requirements that were huge at that moment. There is lot to say about Mr. Motz, the captain of ACC and working environment that yet echo in my mind while in studio and supervising my students in university. For me, people and their behaviors and social-encounters in regular life has an utmost influence on my practices and yet the ACC Residency and experiences around it reinforced the thought process of my practices. I feel quite luck to have been a part of a most serious assembly of art profession during the residency period. The emblem of this residency on me will always plays a vital role in the art world, wherever I move to after this. Yet my students in my classroom, my work in my studio and me in my practical life want to pay gratitude to Mr. Frank Motz and everyone on the team to have made me a person who was never like this.
Thank you with very heavy heart,
Shiblee Muneer, Pakistan

I remembered sitting at home doing nothing special. Maybe I was complaining about the unbearable heat of Havana in November when the phone rang. It was a call from another world, thousands of miles away with an ocean in the middle, another language. It was Monica Sheets from the ACC Gallery, to give me the news that I had been one of the three artists selected for the residency program. I'm going to Weimar!!! Small town with a big historical past, located in Thüringen where you can eat the best sausages in the world. With a valid visa for one month, I arrived on June 1, 2011 in Weimar. Two members of the gallery picked me up at the train station and took me to what would be my new home and studio Atelier for the period of the residence. A huge three-story house, with large windows that overlook the garden and the wall of the sidewalk in front. I thought that behind that wall, another beautiful garden was hiding because people came in and out with flowers and flower boxes every day, but Not! To my surprise, on the other side of the wall it was the Historical Cemetery of the City of Weimar, lodge the remains of more than illustrious personalities as Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller and the Duchess Maria Pávlovna who has even her own Orthodox chapel on her grave, in which a ray of light reaches the sarcophagus. The same ray of light that woke me up every morning when I slept a few meters away from Goethe and Schiller and possibly parallel to them.With the catastrophic English that I spoke and the German language, which at that time was like listening to a sound piece by John Cage, I was getting enriched by the German culture and his people, which helped me a lot in the realization of new artistic projects, more focused on the German context, that formed part of the residency program and others projects were exhibited in other curatorial projects in Germany and Cuba. After a month I felt more comfortable in every way. I no longer wore jackets and scarves when there were 16 degrees of temperature, new ideas flourished in my head, others changed their shape and others, which were not exactly artistic ideas, had to be changed. So it happened with my visa, it had to be renewed when I was just beginning to work on the projects. I'm grateful with the City of Weimar, Stefan Wolf, Mayor at that time; the infinite patience and generosity of Franz Motz for the many documents he had to do to extend my stay; to enroll me in the German course; so that I would participate in the studio Program at Bauhaus University; and if it had not been like that, today my story would be different. I arrived on June 1, 2011 as a Cuban artist. Today, February 25, 2019 I am an officially German Cuban artist.
Jeanette Chavez, Cuba

The first or second night I was in Weimar, I went for a run. In part to learn the geography of the city, in part to shake off my nerves. (I was a young un, filled with impostor syndrome and guilt about my terrible German.) Of course, I’m from the ‘new world’ (as colonisers would call it) and didn’t understand the winding undulations of a city that dates back past the middles ages. I got lost. Real lost. A twenty minute jog turned into a two-hour panic. I eventually found my way back to the studio after running by accident into the graveyard, seeing a strange floating light, recognising I was in a graveyard, scaring myself, screaming, falling into a ditch, and spotting the studio building as I crawled out of a ditch.
My time in Weimar was revelatory, even if I did often feel like I was either falling into or climbing out of a ditch. I was given support, space and time to develop one of the strangest ideas I could think of (I wrote a play? Based on Sartre? About an anthropomorphised Art work?) As an artist, I never had (and maybe haven’t since) felt the warmth, and the terror, of such wonderous support for an idea, whatever the outcome may be.
I’m much older now, and I’ve weathered a lot of projects, and even more rejection letters. I’ve never found anywhere or anything quite like the ACC in Weimar, quite like the excitement Frank has for ideas and stories, or the unwavering support for whatever it is you might be up to, even if (when) it means installing until the wee hours.
I ran my first half-marathon, with cheers from Frank et al. I tried to speak German. Some locals struggled to understand my Australian accent, but I was too young and shy and blundering to understand that. I researched and wrote. I felt ecstatic intermittently, lonely and silly at times. I learnt how to structure a project, how to fail at that, how to make a better structure and to fail better. (Apologies to Beckett.)
So, my time in Weimar was a bit like running into a ditch at night in a graveyard. Scary, exhilarating, weird. And now a great story.
Kel Glaister, Australia

The ACC Weimar Fellowship in 2011 was my first residency and provided me with a focussed period away from the string of part-time jobs that occupied my life in London, at a time where financial cuts were beginning to dig deep in the city. Weimar felt to be an absolute centre of Germany – as far away from Berlin as it was from Frankfurt, its history compressed by twentieth century traumas. I wasn’t sure what to expect, somehow applying under the banner of Dilettantism afforded me a productive distance from the original project I struggled to make, and the resulting project I ended up making. Weimar the place enveloped me in a way that was unexpected, cold autumn days that gave way to even colder and darker winter nights. The studio demanded a kind of solitude that was as hard as it was liberating. Stretches of studio practice were punctuated by spur-of-the-moment trips instigated by a slightly mischievous Frank Motz. ACC Gallery is Frank, his extraordinary generosity of spirit towards artists and an unfailing belief in the power and redeeming nature of art has lived with me ever since. Small steps toward integrating with the city involved weekly language classes at the Bauhaus, learning to be a student again and willing to be in a place of uncertainty. A tandem language class led onto a meeting with an architectural historian and where suddenly I found the impetus and means to describe why Weimar was such a hard place to work with. The Nietzsche Memorial Hall (with Simone Bogner) started a continuing dialogue around the role of architecture, preservation and memory in the former East. This has happily continued with an ongoing work photographing Cultural Monuments of GDR History across the former state since 2015. Staring down the barrel of the collective implosion that is Brexit, where a sense of European solidarity seems depressingly anachronistic, my time on the ACC Fellowship continues to hold a special place in the formative years in my artistic practice.
Adam Knight, Great Britain

I would always be delighted to be invited back to Weimar by the ACC Gallery so I could create new works in cooperation with Frank Motz and his team, because I know that me as an artist and art itself will be fully supported, both content-wise and financially an, most importantly, tireless dedication. In Weimar and at the ACC interdisciplinary discourse and openness for cooperation with archives and other institutions are thriving, made possible by good networking and and the efforts by Frank Motz and his team, to make the impossible possible – for all exhibiting artists and residents.
Kathrin Schlegel, Germany/Netherlands

I arrived in Weimar on a frozen night from the warmest summer in Buenos Aires. That first climate shock was the prelude to what was going to be an intense experience of life and work; undoubtedly crucial for my work and for me.
Weimar confronted me with the fullest introspection and at the same time allowed a deep expansion of my ideas. Frank was the most enriching partner I could ever have; always proposing plans, activities, meetings with other artists or agents of the art field. In four months I took German classes; I met Bauhaus Dessau authorities; I helped to organize a surprise birthday party in Paris; flew in a balloon in Tropical Islands; applied to a public art contest; showed my work to different artists in different cities; visited the Anna Amalia Library as many times as I could; traveled around Weimar and worked in the studio day after day...
ACC gave me confidence and strength to start a period of international residencies in the following years that would enrich my work in ways I could never have imagined. It helped me to achieve The Pollock-Krasner Foundation Grant and the Belle Alliance Residency in Lisbon. I was able to encourage myself to project an expansion of my work into space and into the field of theatre that even today, 8 years after that experience, I am still exploring.
Leila Tschopp, Argentina

Asked for my memories for the ACC Studio Program „Beyond Desire“ 2010 in Weimar I think of these keywords first: commitment, support, motivation and humour. As an established cultural institution in Weimar with an extraordinary origin story (a former squatting of an abandoned house) the ACC Gallery contributes crucially to a contemporary art discourse – a discourse that always leans on or contrasts the historical, political and cultural heritage of the city of Weimar. In my personal experience the residency program depends on the personal effort and dedication of the ACC-Team. As an artist who planned a public installation the hands-on support concerning its realisation was an extraordinary experience! The positive experience proved to be true again – half a year later – during realising the residents’ exhibition. It would be desirable if this motivating feeling of “everything is possible” was as present in other institutions as well. If nothing else, I believe that the ACC residency ´nine years ago matured my own view of my work, with a sense of humour and irony: two crucial ingredients for an artist’s biography…
Christoph Ziegler, Germany

The best thing about our artist residence in Weimar was Frank Motz and his indestructible passion for art, the gallery and hosting his artists. The worst thing was an infestation of ants at our studio, so not that bad really.
10 years on and we would love to go on another artist residence, however, we have built such an empire since then that a stipend wont be able to pay for our own studio overheads and we can’t live without laser cutters, a vast stock of equipment, tools and our team of creatives anymore. (Also, Brexit probably means we wont be able to leave the country anymore anyhow.)
We came to Weimar at the start of our careers and it gave us the time and space to experiment and find out what floats our boat. The team at the gallery really helped us out with that - Raymond made us a big black box to put people in whilst everyone mucked in to stick up thousands of postcards onto the gallery walls.
Thinking back to Weimar feels like an out of character experience for the McGuires because we have never since or before made anything as conceptual as we did when Frank was around :)
Davy und Kristin McGuire, Great Britain

Dear Weimar,
It’s been too long since we have seen each other. I will never forget how I met you. If I am honest I did not know so much about you before I got to know you, but I fell in love with you in seconds.

From the moment you picked me up at the train station you turned the following couple of months into a firework of possibilities and ideas. Everything was set on fast-forward but at the same time we had a calm and quiet relationship. It’s your nature of elements, individuals and the concentration of rare atoms, particularly around Burgplatz, that makes you special.
I carried around some big ideas way too long. Turning starlight into fire, expanding deeper into the cosmos and questioning the New are just a few of the lights that got sparked by you.
 I arrived as a curious researcher and left as an independent space explorer thanks to your genius loci and the freedom of undefined time.
A lot of important decisions were made and new directions were taken from here.
You are always a milestone in my work and a key to the unexpected. 
 As one of the remaining places of real solitude you are more valuable than ever.
It’s hard to believe, it’s been already ten years since we first met.
 Even if we see each other less than I would love too, every time I return, you feel like home.
Yours,
Hagen Betzwieser, Germany

My residency at ACC Weimar coincided with my 'emerging artist' period. I am grateful to Frank Motz who trusted me and helped me to realize them -including burning a bride costume accidently for my video where I've tried to reenact funny accident videos. It was the first time I had the chance to work within a budget and carte blanche too. I had my first solo show in Istanbul in 2010 where I showed some works I created during my residency. This exhibition lead me through local and international community and opened 'established artist' phase for me.
Asli Cavusoglu, Turkey

By the time I first spoke to Frank, I already had a few residencies under my belt so thought I had fixed opinions about the experience. However, my first conversation with Frank made me reevaluate these notions, making me realise the true nature and purpose of a residency, and how important it was to immerse oneself in the city and environment that the residency was taking place in. The true meaning of an 'Artist-in-Residence' was just as much about living and experiencing this city, as it was about the art. The format of living here for 4 months, then returning to my own city and coming back the following year for a show was a novel concept, and emphasized that a residency was not simply a place to shut oneself in a room and produce art, without considering and assimilating into the surroundings of the city.
This lesson is one I take with myself, thanks to my time here.
Muhammad Zeeshan, Pakistan

I spent 4 months in the international residency program of the ACC Gallery and the municipal of Weimar during the summer of 2007. This stay was one of the most significant and influenced my creations. It was inspiring, interesting, fascinating and fun. During the stay I was working on the theme of artificial ruins and local tourism, and developed a video that was based on a puppets performance at the Ilmpark. For this project i got many opportunities of research: tours in parks and castles, meeting with scholars and a lot of archival information. For me this was one of the most fun adventure development an artwork. for the production I got all i needed, and for me it was amazing to see how all the staff of the ACC taking part in this and collaborating.
In addition to my personal project I had the opportunities to join a group of artists for a one week workshop and learning in Osmannstadt, as well Bauhaus seminar in the framework of a summer school, visits in Buchenwald, Naumburg, Leipzig, Dresden, Erfurt, Dessau and Berlin. My interest in artificial ruins and gardens received many inspiration from parks such Belvedere, Tiefort and Ilm, in the city of Weimar, as well as castles and gardens in the countryside of Thuringia. But the most fruitful project that leaded to many other later was the UZI project, which was first exhibited in Tel Aviv in 2010.
Yochai Avrahami, Israel

Sing lyrics with teenagers, have “Kaffee und Kuchen” with seniors, learn about local plants and herbs from an ACC staff member, plan adventures with a bright and savvy ACC intern, collaborate with other artists who found their way to Weimar, and get interviewed by a PhD student by accident—your intention was for the student to be the interviewee! Walk around with knowledgeable tour guides even if you don’t share a language in common—there is always body language. Speaking of the body, if you are American, slow down. There is no rush in Weimar. Meander through the park, watch the flowers bloom, sit on the grass, bask in the sun and day dream, spend a day in the library reading about another library down the street. Enjoy a tasty kirsch yogurt, then burn off the calories with a jog between interlinking sculpture parks. Listen to the Bach CD gift set that a cultural officer gave you. Become engrossed with the lost and found listings in the newspaper, and look out for the spring bulk garbage schedule. You can find most of your art materials there. If the occasion strikes, run your own ad in the newspaper. ACC will help you with this. Go to everything. Go to the bakery. It’s customary for a dinner guest to bring cake. Go to art events around the city, and a year later meet the curator of the exhibition half-way around the world by coincidence.
Everyone passes through Weimar. Go to talks at ACC by critics, writers and visiting artists, and meet the Bauhaus international graduate students and faculty who are friendly and excellent resources. Grab an espresso in the Bauhaus student centre. Go to Leipzig to visit the galleries and participate by chance in a Critical Art Ensemble demonstration and march. Go to the wax museum in Weimar, the one that depicts the Dark Ages. Go to Buchenwald. Don’t go to Erfurt (kidding!) Your stipend can be used for travelling, materials, ordering pizza for town hall meetings… It’s up to you.
The residency can be as social or private as you’d like. The apartment is located in a quiet artist studio building with shopping not too far away. Go to the co-op for local produce and a delicious cup of soup. Walk through a beautiful historic cemetery which is well-maintained by gardeners. Return to Weimar for your residency exhibition and compare your experience with the other residents. Anything is possible at ACC! Your work is supported by an exhibition budget. The space provided to each artist is comparable to having a solo exhibition, and there is still enough space for an impromptu collaboration between the residency artists. You propose to attach fabric banners to the outside of the building and ACC’s team engineers this. A custom framer fabricates a gorgeous light box for your photographic print. Your transcripts from a courtroom intervention are translated into German. The residency exhibition is advertised, promoted, and professionally documented, and your work is shipped back to you to present in future exhibitions!
Beyond the unparalleled tangible support that you receive from ACC and the City of Weimar, you will find what is rare today—uninterrupted time for reflection, humility, and rumination on big philosophical questions. You will find little solace in Weimar, a small city with a history writhe with the best and worst that humanity is capable of. Your time in Weimar will be precious, challenging and potent. It may take a full year to unpack your experience. This is a residency where you can ask yourself hard questions, read books, experiment with new ideas, and encounter pitfalls, while you seek loopholes for agency and self-expression within paradigms and systems, as large as the law and as small as your daily routine.
Kristin Lucas, USA

My time in Weimar was in many ways extraordinary. It was a hot and beautiful summer. It was also an insect summer, I had ants creeping out of my pillow the first night, flying ants in the bathroom and huge spiders and other insects in the studio all through my stay. I used a lot of bug-spray in Weimar. I enjoyed working in the studio. The graveyard opposite the Atelierhaus and the lack of internet gave me a feeling of visiting a different age. I don’t know exactly what age it felt like, just not the age I was used to. In general (and due to many factors not only to being in Weimar) I felt like a complete alien and I looked at the tourist attractions in and around the city in that state of mind. The result is a film called “The Weimar Conspiracy” (13 min, 2007). I am quite fond of it and it is still screened from time to time. I also finished the publication “Encounter - Gentlemen & Arseholes” during my stay. At the day of the open studio, a local artist told me that what I do is not art, another visitor said I could very well be a genius. A kid painted a portrait of me that is absolutely hilarious. A couple of people whom I encountered in Weimar later became close friends. A very special summer it was.
Lene Berg, Sweden

Dear colleagues,
Weimar is not an artists‘ town like New York, London or Paris. Cities, that unspokenly promise the long-longed-for breakthrough and a comfortable spot in the art market. We all know the staff of a contemporary artist novel. The artists who has an enlightening task, like Dante once described. What‘s more is the desirous gallery owner, the fellow students and artists, who are always also the competition. Not without reason all of us residents were asked whether this scholarship has helped us getting an exhibitiom or even another scholarship, because residencys also play an important part in that novel. Weimar might not be New York, London or Paris. But it has a much more interesting history, that I can recommend to every resident. Because only a few kilometres seperate the town of poets and thinkers from the former concentration camp on the nearby Ettersberg. The cruel counter-image to the city of classics. Personally that‘s why I was so impressed by that place. Before I end this short letter I would like to emphasize what a privilege it is to be on residence. A privilege to get to know another town, other people and to have the peace to do whatever you please – without the claim to play a major role in the artist novel. My heartfelt thanks therefor goes to the city of Weimar and to Frank Motz and his team. Dear Frank, sadly I have to disappoint you in a way. Shortly after my residence I gave up on art and became a journalist.
Claudia Hardi, Switzerland

I was in Weimar for just four months over 12 years ago. Reflecting on this short period I am struck by an enduring sense of things being possible. While a concentrated period of artistic development was facilitated by the fantastic studio space and generous financial support, it was the energy and enthusiasm of the ACC gallery team that produced such an enduring sense of creative possibility. During my time at ACC I pushed my practice into a new direction, Frank Motz not even blinking when I proposed a project that required significant restructuring of the gallery space. My experience at ACC demonstrated to me the importance of embodying and transferring a sense of enthusiasm and possibility in the creation of art. This is something that I strive to bring to my teaching work at universities; it is not just buildings, technical facilities, knowledge and finance but genuine human enthusiasm and support that is crucial in generating a place, a time, a feeling that art is possible.
Patrick Ward, Great Britain

Weimar felt like being at home. Walking down to the ACC café and hearing a beautiful melody from music school was wonderful. The combination idealistic beauty and madness was fascinating. The work was fantastic, I visited so many people in Germany and beyond. Everybody was helping me! The stipend was great and had good space. The stay in Weimar useful for my life, it was almost the first time to talk properly to people in my age with experience of the value system changed completely. Since the time in Weimar I started to take pictures by myself and I have been having shows after I left.
Kyoko Ebata, Japan

The residency at the ACC Gallery in Weimar was my first ever residency. As a matter of fact, I don‘t know if I would be working as an artist today had I not gotten that scholarship back then. Following my studies in art education the scholarship gave me courage and confidence to pursue an artistic career. For that I am very grateful to the ACC and also to Michael Arzt, who showed me the call for entries. I did not become rich or famous, but it was a good starting point for more exhibitions and scholarships. I had my little daughter with me in the Studio Building (the second oldest in Germany, as I was frequently assured). Both of us very well remember the fire bugs on the trees at the graveyard next door and the disgusting slugs between the nursing home and the studio building, which is a very weird triangle, I thought back then: nursing home – studio building – graveyard.
The team of the ACC Gallery supported me a lot and the residents of Weimar were very open and numerously contributed to my art projects or participated in events. I felt very well in the town and at the ACC. It was a special experience, and I look back on it a bit wistfully. I think, I have to go to Weimar again some time…
Mandy Gehrt, Germany

During my stay in Weimar 2004, I found the staff of ACC extremely helpful to me while I was working on a large-scale photographic work for EXPO 2005 in Aichi, Japan. For the group exhibition "Irony is dead - long live irony!" I also produced two other smaller installations, so I can say my time in ACC was very fruitful. ACC studio program accommodates only a few artists simultaneously, but the friendliness of the ACC team in the café-restaurant as well as the gallery, provides a diverse and interesting social network. Also the individual residents of Weimar and the staff of the cultural management the city helped me to enrich and improve my artistic process through their participation, both technically and thematically.
Tea Mäkipää, Finland

When I arrived in Weimar it was winter, the sunset was around 16 hours and I used to live in an empty old mansion in front of a cemetery without internet and no electric light in the street.
Like Nicole Kidman in “The others” closing the curtains when the sun was setting I remember I spent 500 euros in telephone bills as the only communication device I had was a tele-fax machine.
I was so isolated that suddenly I started to reed more and more and watch films compulsively, I think I never read or watch so many books and films ever since.
The project I went to do, the grant “Be a Latin American Artist” was very successful, and a few months after three Bauhaus students went to Uruguay to learn how to work and live with 100 dollars per months.
I remember this residency as a highly creative time where the impossible became possible and for that reason I suggest you to get inside a house right now, close the curtains, turn off Internet and wait reeding for the sun to come out.
Martin Sastre, Uruguay

I left my hometown Weimar when I was 16 and having lived for quite some time outside Germany, I was rather nervous about the return. Especially with a project that meant spending lots of time with people on the streets, convincing them to sing me a song in front of a camera unprepared, and from memory. Was it easy? Nope. Did anybody do it? Hardly, at first. Did the ACC team help? Yes, they sang (some with more gusto than others)! Did I get better at convincing people? Certainly. Did I have any idea I would be continuing with this project for 10 years? Hell, no!
Looking back, Weimar was by far the hardest place for recording songs of amateur singers for the Song Archive Project. I collected the first 120 songs there from nearly 1000 to follow in other countries. The Weimarer (dare I say Germans) struggled singing and many told me, they only do something if they can do it well. In Dublin they sang just for the craic, in Nashville for fame and in Iran to protest but in Germany I had to be a lot more inventive to lure people into action. When we finally all came together in the “Weimarer Handtuch” and a bunch of musicians improvised from singing prompts on beermats and paper flags, the whole pub erupted in songs and it was hard to stop the banter at the end of the night. What did I learn? Never believe stereotypes – it’s just a matter of how to tweak the game!
Yvonne Buchheim, Germany/Ireland

The peace of the studio and the social life at the ACC were important contrasts for me. It was a great advantage to be able to choose just what I needed and when. There was no problem working and exhibiting professionally, because the way of life in the ACC always guaranteed a listening ear, competence and high standards. An experience to remember!
Stephan Weitzel, Germany

I was in Weimar in 2002, which now seems a long time ago. Bringing reminisces of that time, I was at the verge of new work, new ideas. Weimar – the artist in residence program – gave me the solitude, and that was the most positive and by far the most negative experience that I had to endure. I was surprised by the art studio itself, the atmosphere it gave was a unique one. There was also an opportunity to meet new people, primarily from the universities of Jena and Leipzig, and that provided some positive push. In Weimer, La Rete association also had some positive impact on me. Julia Draganovic from La Rete was a great support as well as were the people from Weimer Municipality. They brought me all the necessities. There were no dishes in the apartment, nor music, internet or any other device that would make you feel at home and free to work on new paintings. With this and the tenderness they gave me, I felt welcomed. My experience in Weimar gave me an introspective look into who I am, and into the way I want to work. I presume that the solitude can give you this advantage: you observe your inner self calmly. At the time, when I was present in Weimar, I haven’t felt the ACC taking any interest in promoting the artist in studio residence, nor have I received any calls from my future contacts based on my time in Weimar. But studio residence in Weimar gave me one valuable info on what not to do. In the following years, I did receive calls based on my previous CV, including exhibitions in Europe and USA, but no one ever referred to Weimar studio program, nor were they familiar with it. I find it odd that promotion of the artists by ACC was so very much vague. The only thing the ACC seemed to take to heart was providing place-studio for work and producing show in the Schiller Museum, followed by the „Übermensch“ catalogue. They failed to see that promoting the artist who gave art work to ACC and who spent some valuable time of their lives in the Studio was equally important for them as it is for the artist.
Biljana Djurdjevic, Yugoslavia

Some of my most beautiful memories are from Weimar.
Bjargey Ólafsdóttir, Iceland

My first ever residency was 2002 in Weimar! Today, 2019, some of my posters are hanging in an exhibition in Berlin – posters that I created during the residency with great support. Next to the posters I also created the video „Suitwatcher´s Anonymous“ and painted over photographs. The ACC team organised the printing, I cut the video at the Bauhaus University and there was an exhibition at the ACC Gallery. Start of April 2019 I just came back from Rome and my residency at Villa Massimo in Olevano Romano – Julia Draganovic wrote me on facebook that she will be the new directress of Villa Massimo. Coincidences! Because 2002 she was in Weimar running the studio program. Frank Motz was in New York. Did he have a scholarship?! Accompanying the exhibition at the ACC Gallery a catalogue was published: „Übermenschen“. The works, especially the video, continued to exhibitions in Italy, after that to Berlin, Amsterdam, New York, London, Hong Kong and so on. Yesterday my new ctalogue came from the printery. In this Adriano Sack describes one of the motives from the posters: „Erik Schmidt sits on a carpet floor and in front of a sofa, everything is completely covered with plastic sheeting. That could indicate a sex party, or an upcoming renovation. For both of these things a neatly tied left shoe is not mandatory.“ Everything once has a beginning, but not yet an ending.
Erik Schmidt, Germany

I find myself constantly remembering you and your beautiful city. About my experience there, I can tell you that the time I spent in Weimar was great – I worked a lot, maybe more than I had expected, and perhaps I missed a few things in the city. I remember the light of the place, the house, the cemetery…and of course Julia. I was very happy there, although my visit coincided with 9-11 and – being so far from home – I felt sort of scared and worried about the end of the world, anthrax and terrorism. I think if I had had more resources, that would have made it possible to stay longer in Weimar, but I'm happy now to have invested those resources into producing a consistent body of work. I would like to come back some day, because while I was there I was able to go deeper into my research and had the chance to develop my work. Definitively, my experience at Weimar was very pleasant and important to my subsequent work.
Irim Lux, Spain

No residency program I have participated in since has quite cured me of the after effects of the period I spent in Weimar under the auspices of ACC Gallery. Then as now, ACC and Weimar, are the place to be, as an artist, if you want to encounter the difficulty and complexity of contemporary Germany, its nostalgia for a democracy that never quite happened. Even now in 2019, it is gripped again, like a failed marital promise, engulfed by the centrifugal forces between competing militarisms and the obliging oligarchs on either side of the Atlantic ocean and the Ural mountains. Weimar remains a sensitive point, a blind spot…even, on the retina of globalisation; both a real and a false museum, a zone of tranquillity and sometimes, indifference.
The ACC program represents where Art must come into its own, for its own sake; as a beacon of hope to me and I imagine, to the many other artists who were hosted by the gallery over the years.
Ian Joyce, Ireland

Leaving my studio walls in Athens to come to Weimar was a bit like trying to kick depression by pathologically boring myself. I can still see Frank Motz trawling through the most funds-deprived art historical graveyard (Thueringen) and digging up the most fun-addled corpses (Wieland, Nietzsche...) for my inspiration. And he succeeded. Because like so many ambitious mischief makers (artists), I developed excessive multi-tasking which resulted in a video soap opera, "Dirty Soap", and a photo-novella of eight-hundred shots, "The Story of Agathon." After my residency at the European Studio Program, I can easily check voicemail with one hand and eat "pommes" balanced on the gear shift with the other, while simultaneously merging across three lanes of autobahn traffic to take an interesting picture. So, future artist-in-residence, don't be afraid of Weimar. Just dive in and surrender.
Dimitrios Antonitsis, Greece

Performance Collage: Bauhaus Performance 1999 was a major work conceived and realised at my stay at ACC: A film collage of urban planning in the Third Reich and its connections to the Bauhaus in Weimar and Dessau. The Haus am Horn, the Halle der Volksgemeinschaft, and Oskar Schlemmer’s frescoes in the Van de Velde Bauhaus building are intercut with less well-known “monuments” such as Nazi-era administrative buildings or garden fence posts originally used at Buchenwald concentration camp. Projected onto the wall, then recording myself perform infront of, and together with the moving pictures in a sequined dress. As fictitious performance without an audience, the resulting video was then projected back onto the ACC wall. Each shot in this documentation incorporates the flow of related news texts and quotes from Bauhaus masters based on extensive research.The soundtrack suggests a link to postwar Californian model homes, featuring ‘60s psychedelia, ‘70s Krautrock and ‘90s British electronic.
Bettina Allamoda, Germany

For the ACC I can say that it was a really hard time for me and for my work. I work mostly site specific and try to get in contact with local people where I live, but this was very hard in Weimar. The people involved in the ACC Gallery were open, but the people in the city were not so open – I think because of the social structure that changed so many times, the history and the story before and after the wall. So many changes made people tired. Maybe they try to focus more on themselves. They are a bit scared by any new situation. The studio place was also isolated, it was in the centre but it was hard to find other artists around. And you did not meet often with the local people because it was in a street next to the nursing home and a cemetery. I think this makes it isolated, too. The city itself is problematic, too. I think there is too much history and it is really hard to move with this history you feel on your shoulder. I think if you are working as an artist in the studio it may be more easy, but if you work in social contexts it is interesting but also very hard to get in the society.
Esra Ersen, Turkey

I remember everyone in ACC – Greetings! I remember…discovering German beer, the lingual isolation, the wonderful studio space and a stipend, the dark nights, the stretch of time, the silence at night, the streets…
PLAN was created in 1997, whilst on residency at the ACC Gallery. This urban historical portrait is an installation which consists of 900 enameled Weimar street signs, covering of 152 m2. There are 450 different individual street names dating from 1910-1989. With the unification of Germany, the enamel on metal signs were replaced by new plastic ones. The old streets signs were thrown in a bin at the local council depot, awaiting disposal. I recovered, cleaned, documented and set up the on-going preservation and storage of the street signs. “…there is a tangible physicality about these signs which may conjure up vivid memories for those who have perhaps had occasion to once wonder these streets. Or, indeed, for those for whom these streets exist only as part of the fable of political boundary writing, learned of from books, newspapers and magazines, these signs offer a strange collage type of place.” – Juliana Engberg, Director Melbourne International Biannual. ‘Sign of Life’, 1999.
PLAN continues to be represented by the ACC Gallery, Weimar. How they doing Frank?
Amanda Dunsmore, Ireland

Basically, it is always interesting to have a grant for a different country, and to discover new people and a new city. I had a good place to work and to live – that is important. If you can't speak German, you need to find a friend who can speak both languages well, so that you can exchange ideas or talk about your problems.
Ildar Nazyrov, Russia

I remember a cold studio (Wind from the east), dark nights and slippery cobblestones, but also evenings with poems by Ringelnatz and Romeo and Juliet in the theatre in Jena. I understood back then that feeling loss kan be real even if I cannot understand it (praising the GDR) and I tried to react to this enlightenment (for the exhibition „Fascis – Faschismus und Faszination“, maybe a bit frivolous) with a collection of empty pedestals on a living-room-buffet. For my statements to this topic Frank Motz found the word «Erinnerungswut» (remembrance-anger).
Markus Schwander, Switzerland

I enjoyed the creative atmosphere at your Studio Program at Weimar, it was something like ”Back to the future”, dreamy time traveling,... living day to day at the place, with all this legendary memory (both classical and avantgard)... Distilled and Transformed my alternative type of artistic imagination into something what later become more like ”Art of Living” creative experience.
It’s great that Studio program is still alive after all this years!!
Janez Jordan, Slovenia

Unquestionably, I have compassionate memories and very good experience at the residence in ACC Gallery. At that time Weimar was in sort of “a time of transformations”, as I understand it. The end of ‘94, and the beginning of ‘95 Weimar was somehow ‘awake up’ town, getting to be more alive and life, too. Sure, I don’t want to say that Weimar was in “big sleep” during the DDR/socialistic time, on the contrary, but at the moment of my arrival was really quiet city, the place somehow in the ‘historical shadow’, and under the “cult of the past”, at that time I saw situation in this way. Since the streets were mostly quiet, and many houses were empty, the “rattle and clatter” was happening in ACC house, it’s places: in the restaurant, in the gallery, in the office with Frank and Norbert. The studio, working space, was dislocated, which was good, too, ‘cose “I walk the city” or sometimes drive there and around by car they provide.
At that period, interesting, I was in transition, too, like every time somehow is, transformation, since “my Weimar time” was in process – slow and quiet but unstoppable – towards ending the partnership in the art project called V.S.S.D. I came in Weimar some days after my artistic comrade Janez Jordan, who spent previous 5 weeks at the residence. Regularly we communicate, develop and work on projects very intense and together, thus at this point I was alone in Weimar (for around 5 weeks and not 3 months like it was the opportunity), as well due my obligations in Ljubljana. Shortly after that, in June ’95, we settle last project – developed it partly during the time in Weimar – and stop working in Venice (not Visconti's but V.S.S.D. "Death in Venice". This is not to stance as a sad ‘memorandum’, since it in the future open many new prospects and free some new ideas.
Alen Ožbolt, Slovenia

I can very well recall my stay in the Weimar workshop "Opening Up Spaces" at the Ettersburg Castle.
I enjoyed it very much. I had a wonderful room in Ettersburg Castle were the wallpaper from the former "Schiller room” was carefully stored,,,It linked me directly to the cultural history of Europe as did my visits to the Goethe house. I found that very interesting and inspiring. Mostly though, during the workshop did I work in the woods nearby. I made a series of prints with the help of little worms hat had gnawed lines on the surface the tree trunks. Later back in Iceland when I took part in an exhibition on Land-art,
then I thought of the worm – work in Weimar and with a help of 5 kids (worms) they recreated one of those drawing in a bigger scale.
Sólveig Aðalsteinsdóttir, Iceland

Coming to Weimar from my Scottish and Norwegian background, was an eye-opening crash course in German culture, my previous knowledge of which had been mainly literary. The transition of the town´s ever present past now awakening into the aftermath of a united Germany was very evident, and for me, the visitor, provided a new inspirational source to work from. From the moment of arrival, I felt that the whole concept of the ACC gallerie seemed to be centred around a dynamic will to produce good and meaningful art. I soon realised that the somewhat anarchistic and chaotic atmosphere I was experiencing in the project, was also what made it so inspirational, and in fact behind the scenes, the organisers were in full control and clearly making it happen. I remember the facilities were a bit rough but the camaraderie, the flow of ideas, and the zeitgeist of those days is what stays with me. The work that I made there, in the ethereal White Hall, Neues Schloss Ettersburg, became a kind of turning point in my work at that time. Back in Norway, a documentation of the work appeared in The Norwegian Art Yearbook, and led to several exhibition invitations.
Roddy Bell, Norway

The Weimar Days of 1993…far, far back and always in good memory! Spirit of new beginnings…the journey with the bone…the exciting, active time with the excellent and likeable ACC crew and the other artists…the organization was perfect…Castle Ettersburg, inspiring morbid + untouristised…the „Ostkünstler“ with his Mercedes-Benz…barbed wire, my material for my work „erschlossener Raum“…Reason for discussion…a botched TV- interview…Russian helicopters and the military tank training track…- Buchenwald -… and the way there „on the tracks of Goethe“…way under oak trees to the inconceivable…was not a popular topic … rifle projectiles…molten glass…Concrete foundations in the young forest…the „Fürstengruft“…wonderfully neglected…the excursion to many important places of history…the nightly hike through Weimar to the night’s lodging…and so on………good to have been as artist in Weimar in this time!
Ulrich Bruppacher, Switzerland

The war in Croatia was in 1993. I was invited to Weimar to participate in the workshop and exhibition. This international event was very important to me, especially the Erschlossene Raume concept because I could not work in Croatia in that time. The studio was out of Weimar and every day we traveled by bus. Through the window of the room where I was working I saw a little cemetery. This was as significant to me as glass bottle containers; three containers (one for white glass, one for brown glass and one for green glass). This bizarre situation meant some new beginning.
Specialties for me were walks around Goethe's house and the name of the Galerie Gothe Trifft Nina.
In Weimar, I had a sense of infinite freedom, no matter what the city looked sad about many ruin houses. But the Bauhaus School gave good energy. The atmosphere in the gallery was sensational and very democratic. The gallery team and their enthusiasm particularly impressed me. I just needed that kind of energy.
After Weimar I made some new works and showed them in Austria and Croatia.
I would love to see Weimar today after 26 years.
Vlasta Delimar, Croatia

The experience having lived in Weimar in 1993 remained impressed not only in my memory. From the artistic and human point of view it was certainly an important opportunity for comparison. It had never happened to me before to work side by side with so many European artists, invited to bring their personal vision and experience and the imprint of their cultural influence. I also have a wonderful memory of all the young ACC founders known in '93. What they were creating was the expression of a high cultural need, of a 360-degree view open to every language, deliberately provoking of relationships and contrasts. And then the place so dense as to feel the history not as a fact, but as a living tension, in the characters and in the great political and cultural events. It is impossible, fortunately, to go through real experiences without mutations.
Alessandro Papetti, Italy

During the "Opening Up Spaces" workshop, which i participated in in 1993 I made a small series of visual works painted in a Castle near Weimar. All this is still alive in my mind. Beyond the colleagues from different countries i met and worked with them very friendly, i experienced the essential professionalism of ACC Gallery people. The feeling of the surroundings as it looked through a balcony at the Ettersburg Castle where we were working every day, as well as some landscapes from the nature around there, which I made not for study but for organization of complete compositions with a light different from that of my country, were the theme of my work. Seeing other artists around me working on their very special ideas, i was going on more enthusiastically. In the end, the presentation of the works in the ACC Gallery exuded a sense of museum exhibition but not at all strict, it was a moving and sensitive show.
Photini Stephanidi, Greece

This, Year 1993, was wery eventful for me and I was travelling several countries (which is normal now, but not then). It was the time, when borders just opened for us after soviet times and every reason to travel abroad was absolutely welcome.
My participating in ACC project was quite accidental, just some of my friends met some of their friends, who were looking for estonian artist, who could go to Weimar at once. Later the same summer I participated also in international sculpture workshop In southern Estonia and the same autumn I was at artists exchange projekt in Norwich, England.
My best experience in Weimar was to meet so many artists from different countries and see, how they work and represent their ideas in certain conditions. It was good possibility to get new friends, we sent some postcards after… Also was interesting to see, how You, organizers, managed all this project. As I understood, it was neither easy nor cheap. Anyway it is fantastic, You managed it another 25 times!
These conditions, out of familiar environment, made me ask myself, why I want to be an artist and do I have something important to tell through my artwork...
The same year at the same time I was also working with new permanent exposition for Estonian National Museum. My task was to find innovative design for exposition and on my travels I tried to see as much contemporary museum expositions as I could. I found also wery nice small museum in Weimar, what inspired me.
So this time my artist career was major, but after I got daughter next summer, I step by step turned more to professional interior arhitect and exposition designer work...
Tea Tammelaan, Estonia

Workshop "Opening Up Spaces"- It was my first international workshop. I could definitely call it miraculous. I felt pulled out of everyday routine and placed in a very diverse and interesting community of people. And with all that, gallery people's care to have everything, gallery atmosphere, cafe, city ... It's all charged and I felt energized. I think such an event allows you to get a lot, not only to see others, but also to see yourself from the side, among other artists.
I got new friends. And I found the thoughts of future work.
Uģis Traumanis, Latvia

Marko Meister (06.10.2009)