Reiner Riedler

Reiner Riedler: Pleasure Gardens, 2005-09.

„This Side of Paradise“, 2007 –.
Reiner Riedler zeigt Fotografien aus vier seiner Serien: „’This Side of Paradise’ ist eine Expedition in die Welt anderer Menschen. Ich versuche, aus dieser riesigen Sammlung kollektiver Erfahrungen zu schöpfen, mich bedingungslos mit anderen zu beschäftigen und einen emotionalen Zustand in meiner Umgebung (in und um Österreich) zu beschreiben.“

„Fake Holidays“, 2004-2008.
Wenn Wünsche unerreichbar sind, übernimmt die Simulation unsere Freizeit und Ferien, wie „Fake Holidays“ bezeugen. Imaginäre Welten entstehen, oft unter massiver technologischer Anstrengung, um uns Erfahrungen als reproduzierbare Ware zu bieten. Obwohl sich die Qualität dieser Abenteuer auf Nachfrage manchmal als etwas zweifelhaft erweist, wirft ihr Boom Licht auf eines: die Sehnsüchte und Träume, die dem täglichen Leben der Menschen zugrunde liegen.

„Pleasure Gardens“, 2005-09.
Die künstliche Umgebung in „Pleasure Gardens“ ist die grelle Hyperrealität von Swinger- und Fetischclubs, in denen Sexualpraktiken stattfinden: „Ich musste mich eindeutig von der Rolle des Voyeur-Seins an Orten trennen, wo Fotografie mit Pornografie gleichgesetzt wird“, so Riedler.

„WILL-The Lifesaving Machines“, 2012-2016.
In einem Zustand der Unsicherheit gewinnen mechanisierte Kontrollinstrumente, abgebildet in „WILL — The Lifesaving Machines“, besondere Bedeutung. Die Überwachung und Überprüfung der Daten erfolgt vollautomatisch und sendet Alarmsignale aus, über die der Mensch eine Entscheidung treffen muss. Jeder freut sich, wenn das Gerät seinen Zweck erfüllt und bei Bedarf Warnsignale sendet.

ACC Redaktion (23.02.2018)