Jetzt — nach so vielen Jahren.

Eröffnung

Freitag, 23.11.2018 | 20 Uhr

Dauer

24.11.2018 - 27.01.2019

Gefördert durch

Thüringer Staatskanzlei — Abteilung Kultur und Kunst, Kulturstiftung des Freistaats Thüringen, HessenFilm und Medien, Stadt Weimar, Sparkassenstiftung Weimar — Weimarer Land und Förderkreis der ACC Galerie Weimar

Dank an

Hessischer Rundfunk, Frankfurt (Main), und Südwestrundfunk, Baden-Baden

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Jetzt — nach so vielen Jahren. Eine Pavel-Schnabel-Filmretrospektive.

30 Jahre nach seiner Gründung zeigt das ACC seine erste Dokumentarfilmschau — eine Retrospektive mit dem Filmemacher Pavel Schnabel (*1946 in Olomouc, Tschechoslowakei). 1.000 Filmminute, zahlreiche Fotos, Dokumente, Objekte, Kameras, Ton- und Lichtequipment, Plots und Drehbücher, Reaktionen von Zuschauern, Medien und Gremien, aber auch Angedachtes, Abgelehntes, Verworfenes, Ungesehenes und noch Geplantes geben auf zwei Etagen (400 m²) einen Einblick in 50 Jahre Filmschaffen: der Permanentdurchlauf eines cineastischen Lebenswerks.

Der im nordböhmischen Liberec aufgewachsene Pavel Schnabel verließ vor 50 Jahren seine Heimat noch während seines Studiums an der Prager Film- und Fernsehakademie (FAMU). Der 21. August 1968 — der Einmarsch der WarschauerPakt-Armeen, die den Versuch der Schaffung eines "Sozialismus mit menschlichem Antlitz" gewaltsam niederschlugen — war auch eine Zäsur im Leben Pavel Schnabels. Am 6. September 1968 kommt er in Deutschland an, wo er seither als freiberuflicher Regisseur und Kameramann wirkt. Nach Ehrungen wie dem Bundesfilmpreis, dem Adolf-Grimme-Preis in Gold und dem Special Merit der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, Hollywood, für Jetzt — nach so viel’ Jahren (zusammen mit Harald Lüders) folgen zahlreiche weitere internationale Festivalpreise. Es ist immer wieder die Suche nach dem Einzelschicksal, die ruhige Kamera, die die Protagonisten seiner Filme erzählen lässt, das Interesse am Leben des "kleinen Mannes", europäischer jüdischer und Zeitgeschichte, an Minderheiten, Exil, Emigration, Alternativlebensweisen, an der Suche nach Auswegen und Utopien, die Pavel Schnabels künstlerische Handschrift prägen. In seinem Weimar-Dokumentarfilm aus der Wendezeit Brüder und Schwestern hatte er — neben anderen Weimarern — 1990 auch die ACC-Pioniere unter die Lupe genommen.

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