Rodrigo Arteaga
CL
Rodrigo Arteaga beschäftigt sich in seiner Praxis mit der komplexen Beziehung zwischen Natur, Kultur und Darstellung. Er arbeitet mit den materiellen Formen - gedruckten Bildern, Büchern und Dioramen - der monumentalen Atlanten, Alben und Sammlungen, in denen die Ergebnisse der wissenschaftlichen Expeditionen in Lateinamerika festgehalten wurden. Er beleuchtet die Rolle von Büchern und anderen Darstellungsmitteln bei der Konstruktion und Verbreitung von wissenschaftlichem Wissen. Seine Arbeiten zeigen auch, dass dieses Wissen nicht von der natürlichen Welt getrennt ist, sondern dem Verfall und der Sukzession unterworfen ist, ähnlich wie bei organischen Prozessen des Verfalls und der Wiederbesiedlung. Viele seiner Taxonomien sind offen und prekär und reflektieren darüber, wie wir die natürliche Welt ordnen, darstellen und verstehen. Sein Interesse an der Arbeit über verschiedene Denkbereiche hinweg hat ihn dazu gebracht, mit Spezialisten aus Bereichen wie Mikrobiologie, Mykologie und Ökologie zusammenzuarbeiten.
Geboren 1988 in Santiago, Chile. Lebt und arbeitet in Weimar, Deutschland. Er schloss 2018 einen MFA in Bildhauerei an der Slade School of Fine Art, University College London, ab; Bachelor in Fine Arts mit Schwerpunkt Druckgrafik an der Universidad de Chile im Jahr 2010, wo er 2012 auch einen Abschluss in Druckgrafik machte. Zu seinen Einzelausstellungen gehören „Punto de vista“ im Museo de Arte Contemporáneo MAC Quinta Normal in Chile; „Bosque fragmentado“ im Museo Interactivo Mirador MIM in Chile; „Placed into abyss“ in der Kostka Gallery, Meet Factory in der Tschechischen Republik; „This path one time long time ago“ im Potteries Museum in Großbritannien; „Just as the daylight was fading“ in der Sobering Galerie in Frankreich. Er erhielt den ersten Preis des MAVI Young Art Award 2020. Er war Teil der Klima Biennale Wien (Österreich 2024), der VII. Internationalen Biennale für junge Kunst in Moskau (Russland 2020), der IV San Juan Poly/Graphic Triennial: Latin America and the Caribbean (Puerto Rico 2015); Bienal Internacional SIART (Bolivien 2013); 11 (2013) und 14 Bienal de Artes Mediales (Chile 2019). Seine Arbeiten waren Teil von Gruppenausstellungen in Hongkong, Russland, Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Österreich, Spanien, Bolivien, Peru, Puerto Rico, Argentinien, Venezuela, Kolumbien und Chile.
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