zum Inhalt
  • Galerie und Kulturzentrum in Weimar
  • So–Do 12–18, Fr–Sa 12–20
  • +49 3643 851261

Künstler*innen

Self Portrait, Bild: Sofia Dona

Sophia Dona

Lesedauer etwa 2:12 Minuten

Sofia Dona ist eine bildende Künstlerin und Architektin, die in Athen und München lebt und arbeitet. Ihre Arbeit
umfasst Videoinstallationen, Film und ortsspezifische Projekte. Ihr
interdisziplinärer Ansatz konzentriert sich auf Unterbrechungen – plötzliche Brüche in historischen
Erzählungen oder im Alltag, die verborgene Mechanismen von Macht und Kontrolle offenlegen.
Aus einer queeren Perspektive betrachtet, hinterfragen diese Momente normative Vorstellungen von
Raum, Identität und Zugehörigkeit und rücken dabei oft die Erfahrungen derjenigen in den Vordergrund,
die an den Rand gedrängt werden. Zwischen dokumentarischen und fiktionalen Ansätzen bewegend,
konstruieren ihre Arbeiten vielschichtige Erzählungen, die dominante Geschichtsbilder hinterfragen und
alternative Sicht- und Lebensweisen vorschlagen.

Ihre Arbeiten wurden international ausgestellt, unter anderem in der Bauhaus-
Stiftung Dessau (Gropiushaus), der Staatsgalerie Stuttgart, dem Instituto Municipal
de Arte y Cultura in Tijuana, der nGbK (Neue Gesellschaft für bildende Kunst) in Berlin,
Fondazione Sandretto Re Rebaudengo, Turin, und dem Nationalmuseum für
zeitgenössische Kunst (EMST), Athen, ausgestellt. Ihre Filme feierten ihre Premiere auf Festivals wie
dem Athens Avant-Garde Film Festival und dem Images Festival, Toronto.
Zu ihren kommenden Projekten gehören die Teilnahme an der 9. Thessaloniki Biennale für
zeitgenössische Kunst (Mai 2026) und am Public Art München Focus Year 2026.
Sie ist Mitglied des queeren feministischen Filmkollektivs Nionia Films und des
Kunstkollektivs Errands.

Sie ist Stipendiatin des ARTWORKS-Stipendiums (2025) und war Stipendiatin bei Onassis
AiR (2023). Außerdem wurde sie mit dem Architekturpreis der Stadt München
(2018), einem Fulbright-Stipendium (Los Angeles, 2016) und dem SADAS-Preis für
junge Architekten (2010) ausgezeichnet, gemeinsam mit Dimitris Theodoropoulos.
Zu ihren architektonischen und räumlichen Arbeiten gehört der siegreiche Entwurf für die
Landschaftsgestaltung der Christian-Doppler-Klinik in Salzburg (2021), die im Jahr
2025 fertiggestellt wurde. Sie hat zudem im Bereich Bühnenbild gearbeitet und dabei mit Regisseuren wie
Dimitris Papaioannou und Athina Rachel Tsangari zusammengearbeitet.

Ihre kuratorische Arbeit umfasst Ausstellungen, Festivals und forschungsbasierte
Projekte. Als Mitglied von Nionia Films hat sie an Projekten wie
„Outraged by Pleasure“ und dem Filmprogramm „She, They, He Wanted Green
Lawns*“ (Athen, 2023) mitgewirkt. Sie war Mitkuratorin des Aphrodite Queer-Feminist Film
(Athen, 2018–2020) gemeinsam mit AMOQA, Sofia Bempeza, Maria F.
Dolores, Persephone Kerentzi und Vassiliea Stylianidou (Franck-Lee Alli-Tis).
Weitere kuratorische Projekte sind Akinito/Akinhto (Athen-Biennale, 2016); Enjoy
(Y)our State of Emergency: Art and Activist Strategies in Times of Crisis (nGbK,
Berlin, 2014); New Babylon Revisited (Athen, 2015); On Board, Charter 2013
(Marseille–Athen, Goethe-Institut Athen); und Austausch/Exchange (Athen,
2012).

https://acc-weimar.de/_plugins/fckeditor/editor/images/spacer.gif

Als Mitglied der Errands-Gruppe hat sie an Projekten wie „Mystery
142: Oh So Now Eleusis Is Growing Wheat (Kulturhauptstadt Eleusis, 2023) und
Epicurean Garden (Kulturhauptstadt Matera, 2019) sowie an Ausstellungen im Rahmen
großer internationaler Plattformen wie der Istanbul Design Biennale (2012), der
Architekturbiennale in Venedig (2010) und der Architektur-Biennale von São Paulo
(2007).

ERRANDS

Sie hat an mehreren internationalen Residenzprogrammen teilgenommen, darunter
Onassis AiR (2023), die Residenz der Bauhaus Dessau Stiftung mit Ausstellung
im Haus Gropius (2021), ARCAthens Virtual Residency (2021), das SNF Artist
Fellowship Program ARTWORKS (2020), das Hannsmann-Poethen
Literaturstipendium mit Ausstellung in der Staatsgalerie Stuttgart (2020) und
Routes/Strade artisti in residenza urbana temporanea an der Fondazione Teseco per
l’Arte (2010).

Seit 2013 lehrt sie an Institutionen wie der Technischen Universität
München, der Hochschule für Bildende Künste Dresden, der Umeå School of Architecture, der
Universität Thessalien, der Universität Kyoto, der Escuela Libre de Arquitectura in Tijuana
und der Floating University in Berlin.

Sie ist außerdem Mitherausgeberin des Buches „Porous City: From Metaphor to Urban Agenda“
(Birkhäuser, 2018).

Übersetzt aus dem Englischen.

Diese Seite teilen