Marte Kiessling
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Marte Kiessling, ursprünglich aus Süddeutschland, studierte von 2001 – 2007 Freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg und an der Iceland University of the Arts in Reykjavik. Ein wichtiger Teil ihrer künstlerischen Praxis besteht aus Kooperationen, so arbeitete sie zum Beispiel mit den Künstlergruppen Cameracartell in Hamburg und Global Alien in Berlin, war Mitglied des Hinterconti e.V. in Hamburg und kuratiert regelmäßig Ausstellungen im In- und Ausland. Ihre Arbeiten werden international gezeigt, so zum Beispiel im Goethe Institute Montreal, der Kunsthalle Exnergasse in Wien, dem Kunstverein Hannover, dem Kunsthaus und Kunstverein in Hamburg, in der galleryHOMELAND in Portland/Oregon, den Schuckert Höfen und dem Funkhaus in Berlin, der Emily Harvey Foundation in New York, der Kunsthalle Wilhelmshaven, der Galerie Meyer in Marseilles und an vielen weiteren Orten. Durch eine intensive Auseinandersetzung mit dem Medium der Videokunst nimmt sie regelmäßig an Screenings und Filmfestivals teil, u.a. beim Kino der Kunst in München oder beim Kurzfilmfestival in Hamburg. Ihre Projekte und Reisen wurden bereits mehrfach vom Berliner Senat und dem Institut für Auslandsbeziehungen gefördert, seit 2007 hat sie außerdem mehrere Stipendien für Künstlerresidenzen erhalten, in Island, Finnland, Schweden und Norwegen ebenso wie in Österreich, Italien, Frankreich, Kanada, Brasilien, Japan oder im Schleswig-Holsteinischen Künstlerhaus in Eckernförde. Im Jahr 2009 erhielt sie das Goldrausch Stipendium in Berlin. Marte Kiessling ist Mitglied des SALOON Netzwerks in Berlin.
Die Frage nach dem Verlorenen Paradies stellt die Basis für eine Serie von Arbeiten dar, mit der sich Marte Kiessling seit 2015 beschäftigt. Das Verlorene Paradies wird hierbei als Metapher gesehen für den Sehnsuchtsort Natur, der Dank des Menschen immer stärker bedroht wird. Zum Thema entstanden bereits unterschiedliche Arbeiten, Installationen und Videoarbeiten ebenso wie Zeichnungen und Drucke. Im Jahr 2018 hat Kiessling während eines Stipendiums im Schleswig-Holsteinischen Künstlerhauses in Eckernförde begonnen, sich mit Abfallmaterialien, genauer gesagt Werbepostsendung, zu beschäftigen und eine erste Version der Raumfüllenden Installation »Growth« erstellt, einer an Pflanzenwucherungen erinnernde Papierfaltung. Für die darauffolgende Arbeit im Kunsthaus Kloster Gravenhorst wurde die Idee erneut aufgegriffen, allerdings stellte das Ausgangsmaterial in diesem Fall Plastikmüll dar, der gemeinsam mit Besuchern in eine flächendeckende Wucherung verwandelt wurde, die langsam anfing, den Innen- und Außenraum des Klosters zu überwachsen.
Atelierprogramme
