Thomas Thieme
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Der in Weimar geborene und lebende Schauspieler Thomas Thieme gehört mit seiner ausgeprägten Körperlichkeit, verbunden mit Charisma und Sensibilität, seit Langem zu den beliebtesten Darstellern im deutschsprachigen Film. 2006 wirkte er in dem oscargekrönten Film „Das Leben der Anderen“ mit. Unvergessen sind seine Darstellungen von Helmut Kohl in „Der Mann aus der Pfalz“ und des Protagonisten in „Dieter Hoeneß – der Patriarch“. Zu seinen jüngsten Produktionen gehören „Las Vegas“ und der Kino-Zweiteiler „Kundschafter des Friedens“. Auch in Tom Tykwers TV-Serie „Babylon Berlin“ ist er zu sehen. Die Kritikerumfrage von „Theater heute“ kürte ihn 2000 zum Schauspieler des Jahres, 2014 erhielt er die Goldene Kamera als bester deutscher Schauspieler. Als begnadeter Bühnendarsteller spielte Thomas Thieme zunächst an verschiedenen Bühnen der DDR, nach seiner Ausreise, ab 1984, an zahlreichen namhaften Theatern im deutschsprachigen Raum, u. a. am Schauspiel Frankfurt, Burgtheater Wien und an der Berliner Schaubühne, und arbeitete dort u. a. mit Einar Schleef, Claus Peymann, Robert Wilson und Luk Perceval. Sein Weg führte ihn nach der Wiedervereinigung auch immer wieder nach Weimar zurück, zunächst in der Titelrolle im „Urfaust“ in der Regie von Manfred Karge beim Kunstfest Weimar und später u. a. als Faust am Deutschen Nationaltheater Weimar, wo er auch Regie führte.
