Better not to speak | Victor Del Oral, Mexiko-Stadt

Was ist Stille wenn die Welt nicht aufhören kann zu reden? Fotos: Victor del Oral.

Vortrag

Über das Unaussprechliche ist es besser, nicht zu reden, meint der Stipendiat Victor Del Oral, der die Identität         als Ausdruck beständiger Verhandlung zwischen Sprache und Landschaft untersucht und unter Einbeziehung von Wort und Körper sogenannte Lecto-Skulpturen konstruiert, die Texte in ihrer grafischen, skulpturalen und     akustischen Dimension untersuchen. Das klassische Erbe Weimars (und seine Texte) versteht der Mexikaner als eine Art Choreo-Grafie, als Bewegungsabfolge von „Textkörpern“ innerhalb eines historisch bestimmten Raumes: es geht um den Akt des Schreibens von Jenseits von Gut und Böse, durchgemachte Panikattacken, Goethe, Dämonen, die die Einsamkeit bewohnen, den historischen Friedhof und Nietzsches letzte Jahre (als er nicht mehr sprach), seinen Tod sowie die Textur der vom Bauhaus unverwirklichten Architektur. Victor nähert sich den Klischees dieses Erbes mittels populärer Aussprüche. Zu schreiben heißt, durch die Klischees der Geschichte zu schreiten, während man permanent in Schlaglöcher fällt.

Ein Vortrag in englischer Sprache. Im Rahmen des 25. Atelierprogramms.

Anneke FSJ (19.09.2019)

Donnerstag, 17. Oktober 2019, 20 Uhr, ACC Galerie
Eintritt: frei!