Brotlose Kunst | Daniel Heide trifft Alan Bern, Weimar

Alan Bern, Foto: Yulia Kabakova.

Gespräch

Wikipedia formuliert es so: Brotlose Kunst bezeichnet Tätigkeiten und Handlungen, in der Regel beruflicher Art, die für den Ausführenden zwar wichtig sind, von anderen allenfalls als interessant empfunden werden, aber nicht in ausreichendem Maße zum Lebensunterhalt des Ausführenden beitragen.

Der Künstler ist eine beliebte Spezies für Klischees. Im günstigsten Fall ist es Neid, im Regelfall jedoch die spöttische Abwertung einer Lebensführung. Erst wenn die Selbstversorgung dauerhaft gelingt, kann der Künstler auf Anerkennung hoffen, der Grat zwischen Taugenichts und Genie ist dabei schmal. Der Weimarer Pianist und Kulturschaffende Daniel Heide befragt seine Gäste in dieser Gesprächsreihe zu Hingabe und (Selbst-)Aufgabe ihres Tuns, dem Leben zwischen Alltag und Öffentlichkeit und hinterfragt auch aktuelle Bildungsverläufe künstlerischer Berufe. Sein erster Gast ist der US-amerikanische Komponist, Pianist, Akkordeonist, Musikpädagoge, Kultur- und Bildungsaktivist Alan Bern.

Als diskursives Angebot widmet sich die Reihe in loser Folge möglichst vielen verschiedenen Bereichen des Künstler(bewusst)seins.

Diskutieren sie mit: Woher, wohin mit all der Kunst?

Anneke FSJ (19.09.2019)

Donnerstag, 24. Oktober 2019, 20 Uhr, ACC Galerie
Eintritt: 3 € | erm. 2 € | Tafelpass 1 €