Stop Speaking! Start Dancing!

Stop Speaking – Start Dancing, Grafik: ashi.de

Im E-Werk! Performance und Konzert mit Frieder Butzmann, Jan Westermann und
Electronic/Party mit Skoluda & Elli (Giegling)

Stop Speaking!

SprachTonBildMusikÜberraschung nennt Universalgenie und Urgestein des West-Berliner Underground Frieder Butzmann (ehemals Geniale Dilletanten) den Versuch, vorzuführen, was Sprache sein kann außer Sprache: Kommunikationsmittel, Zeichenträger, Mittel der (Selbst-)Darstellung. Vortrag, Musik, Gesang, Text, Gedicht und Video wetteifern um den treffenden Ausdruck, zärtliche Berührungen nicht ausgeschlossen. Frieder Butzmann spreizt, kürzt, transponiert unermüdlich analoge und digitale Tonaufnahmen bis zur Unkenntlichkeit.


Der Schlagzeuger und Multipercussionist Jan Westermann liebt es, Percussion und Elektronik aufeinander loszulassen. In einer Tour de Force kommt es zum Schlagabtausch mit einer elektronischen Stimme (Stop Speaking), wird er körperlos in Bad Touch und nimmt es für 125 street mit dem laufenden Bild auf. Grab it! des Niederländers Jakob TV (Ter Veldhuis) ist ein dicht pulsierenden Stück aus Live-Musik, Video und gesampeltem Sprachmaterial. Verdichtet wird sein Spiel durch Bass (Peter Nitsch, Berlin) und Saxophon (Ben Kraef, Berlin). Am Vibraphon sorgt er für Ausgleich und den richtigen Mood – mit dem sphärischen Stück Kadenz und der Bearbeitung einer Sarabande von Bach

Und danach?

Start Dancing!

… mit Skoluda und Elli (Giegling-Kollektiv) Es laufen parallel eine Auswahl von prämierten Filmen des Backup and Beyond Kurzfilmfestivals.

Frieder Butzmann produzierte und realisierte u.a. Musik für eine Barocke Party, eine Klingonische Oper, zahlreiche Radiohörspiele sowie Internetprojekte wie das Spunkkrachlexikon. Seit 1979 erschienen diverse Tonträger. Weltweit war er live zu erleben, solo oder mit Alex Hacke, Thomas Kiesel, Jean Martin, Thomas Kapielski. Für Lindy Annis schrieb er diverse Bühnenmusiken. Butzmann lehrte an der UdK Berlin und der Fachhochschule Düsseldorf und ist als Autor tätig. Seit 1976 trat er an Orten wie dem SO 36 in Berlin Kreuzberg oder dem Museum of Modern Art in New York auf, in den letzten Jahren in Paris, Rom, Rotterdam und Kopenhagen. Immer noch arbeitet er unerschrocken in seinem Studio für Komische Musik in Berlin.

Jan Westermann ist Solo-Schlagzeuger des Konzerthausorchesters Berlin. Er studierte bei Franz Bach, Peter Sadlo und Arnold F. Riedhammer an der Hochschule für Musik und Theater in München. 2015-2017 war er Stipendiat der Kurt-Sanderling-Akademie am Konzerthaus Berlin. Seitdem konzertiert er regelmäßig mit Orchestern aus ganz Deutschland. Jan Westermann spielt weltweit Konzerte. Als Solo- und Ensemblemusiker trat er als Teil von Peter Sadlos Schlagzeugensemble Sadlo and Friends in Erscheinung und wurde eingeladen, in Daniel Hopes Reihe Hope@9PM aufzutreten. Sein persönliches Interesse gilt der reizvollen Verbindung von Percussion und Elektronik.

Skoluda (*1977), gebürtiger Hamburger, lebt als freier Rundfunkautor, Plattensammler und DJ in Weimar. Ursprünglich aus dem Hip Hop kommend, begannen seine musikalischen Interessen schon früh in benachbarten Genres zu wildern. Viele Jahre bespielte er als Teil des DJ-Kollektivs „The Original Jazz Rockers“ den heimischen Floor im Hamburger Mojo Club, genauso wie Clubs in allen Teilen der Republik. Heute kann man außer Funksoulräp auch Disco, 80er Boogie, Brasil, Jazz, 60er Beat und House in seinen Sets hören (in unterschiedlichen Anteilen je nach Jahreszeit und Tagesform).

Ellis nostalgische House- und melancholischen Soundtracks sind das Ergebnis jahrelanger Reisen mit dem Giegling-Kollektiv. Die Hamburgerin verwandelt Tanzflächen in Acid-Träume, die verlorenen Seelen und vergessenen Liebhabern einen Ort zum Tanzen und Abhängen bieten.

Das Backup and Beyond Kurzfilmfestival feiert sein 20-jähriges Bestehen und wir feiern mit! 

Vorverkauf: Lichthauskino und ACC Galerie ab Samstag, 23.11.2019


Die Veranstaltung wird gefördert innerhalb des Projektes «Ich sehe was, was Du nicht siehst...» vom Fonds Soziokultur.

Anneke FSJ (19.09.2019)

30. November – 1. Dezember 2019, E-Werk
Eintritt: VVK: 9 Euro / ermäßigt 5 Euro | AK: 12 Euro / ermäßigt 7 Euro