Von Weimar aus — Die Geschichte der Familie Glas | Yochai Avrahami, Tel Aviv (IL)

Der Maler/Grafiker Erich Glas und sein Sohn, der Waffentechniker Gotthard Glas/ Uziel Gal, 1960er, Foto: unbekannt.

Sonderführung

Gotthard Glas (geb. 1923 Weimar, gest. 2002 Philadelphia), Sohn von Erich Glas (1897–1973) und dessen Frau Miele, emigrierte nach Hitlers Machtergreifung nach Palästina, wo er 1948, kurz nach dem israelischen Unabhängigkeitskrieg, mit der Arbeit an der Konstruktion einer Maschinenpistole begann, die, übernommen von der israelischen Armee, gegen seinen erklärten Willen seinen Namen (Uzi) tragen sollte. Zehn Jahre später verlieh ihm Israels erster Ministerpräsident David Ben-Gurion in Anerkennung seiner Entwicklungsarbeit den ersten Israel Security Award. Sein Vater Erich Glas diente während des Ersten Weltkriegs als Zeichner und Fotograf für Luftaufnahmen in der deutschen Armee, war von Oktober 1919 bis April 1921 bei Lyonel Feininger und Johannes Itten Studierender am Staatlichen Bauhaus Weimar, «arbeitete praktisch mit erfolg in der graphischen druckerei-abteilung» und «hat sich durch vorzügliche technische und künstlerische leistungen ausgezeichnet» (Walter Gropius). Seit 2007 untersucht der Künstler Yochai Avrahami diese Familiengeschichte. Führung in englischer Sprache.

Anneke FSJ (19.09.2019)

Sonntag, 10. November 2019, 16 Uhr, ACC Galerie
Eintritt: frei!