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Brotlose Kunst

Wikipedia formuliert es so: Brotlose Kunst bezeichnet Tätigkeiten und Handlungen, in der Regel beruflicher Art, die für den Ausführenden zwar wichtig sind, von anderen allenfalls als interessant empfunden werden, aber nicht in ausreichendem Maße zum Lebensunterhalt des Ausführenden beitragen.

Der Künstler ist eine beliebte Spezies für Klischees. Im günstigsten Fall ist es Neid, im Regelfall jedoch die spöttische Abwertung einer Lebensführung. Erst wenn die Selbstversorgung dauerhaft gelingt, kann der Künstler auf Anerkennung hoffen, der Grat zwischen Taugenichts und Genie ist dabei schmal. Der Weimarer Pianist und Kulturschaffende Daniel Heide fühlt seinen Gästen in dieser Gesprächsreihe auf den Zahn und befragt sie zu Hingabe und (Selbst-)Aufgabe ihres (künsterlischen) Tuns, dem Leben zwischen Alltag und Öffentlichkeit und hinterfragt auch aktuelle Bildungsverläufe künstlerischer Berufe. 

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Der Freund und der Fremde

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RAND_gespräche zur Architektur

STUDIO REAL III/ Kunst und Öffentlichkeit

Various Sources

Brotlose Kunst #6 | Daniel Heide trifft Helmut Brade, Halle (Saale)

Helmut Brade, Foto: Igor Nürnberg.

In Opus 6 dieser Talkreihe zwischen Plauderei und Aufklärung wagt sich der gastgebende Weimarer Pianist und Kulturschaffende Daniel Heide mit Annäherungsversuchen à la Was hat man davon, Mitglied in der Alliance Graphique Internationale zu sein? auf unbekanntes Terrain. Diesmal pirscht er sich durchs Unterholz des Kunstbetriebs an den Grafiker, Bühnenbildner und Gestalter Helmut Brade heran. Ein Urgestein von der Saale, studierte der 83jährige Hallenser Kunst auf »der Burg« Giebichenstein und dozierte Kommunikationsdesign. Draußen geschützt von treuen Verbündeten, einem Dutzend Efeubäume, entstehen im Inneren seines Dachateliers seit einem halben Jahrhundert Entwürfe für Opernplakate (Regisseur Peter Konwitschny ist ein guter Freund), Bühnenbilder, Ausstellungsposter, Kinoprogramme etc. Oder Brade hat sich gerade mal für ein halbes Jahr zum Malen von Stillleben (z.B. Quitten in allen Zuständen) zurückgezogen. Getrunken wird – zur Lektüre beim Genuss – aus Teeschalen seines Nachbarn und Kollegen Martin Möhwald, der Brades künstlerische Handschriften mit Vorliebe in Keramiken einbrennt.

Achtung: die Veranstaltung wurde aus aktuellem Anlass in die größeren Räume der Notenbank verlegt.

Die Veranstaltung ist auch live über die Konferenzplattform "Zoom" zu verfolgen, bitte nutzen Sie für Ihre Teilnahme den folgenden Link: https://zoom.us/j/99142323286?pwd=anhBK05aT2VOZjFqZkt4Mk9CNjE1UT09.

Anneke FSJ (24.09.2020)

Donnerstag, 29. Oktober 2020, 20 Uhr, Notenbank Weimar, Steubenstraße 15, 99423 Weimar
Eintritt: 6 € | erm. 3 €