Der Malik-Verlag als Plattform radikaler Kunst und Theorie

Kunst, Spektakel & Revolution

Vortrag von Steffen Hendel

Der Malik-Verlag wurde 1916 von Wieland Herzfelde – Bruder des bekannten Collagisten und Grafikers John Hearield – gegründet. Titelgebend war dabei der Roman „Der Malik“ von Else Lasker-Schüler, den sie in Herzfeldes Zeitschris „Neue Jugend“ als Fortsetzungs-Erzählung veröffentlichte. In der Weimarer Republik wurde der Malik-Verlag eine wichtige Plattform sowohl für avantgardistische Kunst und Literatur, als auch für intellektuelle Debacen der kommunistischen Bewegung. George Grosz veröffentliche hier seine Grafik-Mappen, Richard Müller veröffentlichte seine historische Rekonstruktion der Novemberrevolution, Georg Lukács seine maßgebliche Aufsatzsammlung „Geschichte und Klassenbewusstsein“, Alfred Döblin einen Auszug aus seinem Roman-Epos zur Novemberrevolution. Steffen Hendel rekonstruiert im Vortrag die Entstehungsgeschichte und Zusammensetzung des Malik-Verlags. Steffen Hendel arbeitet am Institut für Germanistik an der Martin-Luther-Universität Halle.

Anneke FSJ (24.02.2020)

Donnerstag, 28. Mai 2020, 20 Uhr, ACC Galerie
Eintritt: 2 € | erm. 1 €