Monday Night Stream #17 — Heimatmaschine: Test | Paul Wiersbinski

Paul Wiersbinski: Heimatmaschine, 2020.

Paul Wiersbinski, Weimar und Berlin, 26. IAP

Pandemiebedingtes Eremitendasein, Dunkelheit und Schneefall verhalfen dem Künstlerstipendiaten Paul Wiersbinski (*1983) in der Abgeschiedenheit des Städtischen Atelierhauses Weimar im Winter 2020/21 zu intensivem Tüfteln an seiner Heimatmaschine, einem Computerprogramm, das den gegenwärtig emotional aufgeladenen Begriff Heimat aus einer Fülle eingegebener Daten neu interpretiert. Zum Input, also den verarbeitenden Datensätzen, gehören z.B. aktuelle politische deutsche Parteiprogramme, romantische Visionen von Heimat, Weimar-Texte von Goethe und Schiller oder wissenschaftliche Literatur. Der Nutzer stellt der Maschine eine Frage, die diese aus den ihr vorliegenden Daten beantwortet. Der Output wird vom Input beeinflusst. Und jedes Mal ergibt sich auf die gleiche Frage eine andere Antwort. Die künstliche Intelligenz schafft ihre eigenen Texte. Da eine Interaktion zwischen Galeriebesucher*innen und der Maschine derzeit nicht möglich ist, führt Paul Wiersbinski in einer Online-Live-Präsentation die Maschine seinem Digitalpublikum vor und geht auch auf Arbeiten wie HOME, Dichotomy und Remote Rules and Rituals ein.

Das Gespräch wird über Youtube live mitzuerleben sein. Folgen Sie diesem Link zu unserem Youtube-Kanal, wo der Livestream starten wird. Die Teilnahme ist kostenlos.

Louisa Girrulat (30.03.2021)

Montag, 5. April 2021, 20 Uhr, Livestream ins weltweite Netz
Eintritt: Teilnahme ist kostenlos!