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plus

Die Veranstaltungsreihe plus bietet Vorträge und Gespräche mit den Künstler(inne)n der aktuellen Ausstellungen der ACC Galerie und Vorträge zu den wissenswerten Hintergründen der Ausstellungsthemen an, für die wir Wissenschaftler(innen), Autor(inne)n, sowie Kenner und Macher der Kunstszene zu Referaten und Gesprächen gewinnen.

Eröffnung der Ausstellung «Romanze mit der Revolution | A Romance with Revolution» – Die Stipendiaten des 23. Atelierprogramms

Literatur College, Universität Teheran, 1979
Foto: Maryam Zandi

Stipendiaten des 23. Internationalen Atelierprogramms der ACC Galerie und der Stadt Weimar: Karl Heinz Jeron (DE) | Mona Aghababaee & Hawreh Danesh (IR) | Nina Galić (RS)


Koproduziert mit der Stadt Weimar. Gefördert von der Thüringer Staatskanzlei — Abteilung Kultur und Kunst, der Sparkasse Mittelthüringen und vom Förderkreis der ACC Galerie Weimar.


Die Russische Revolution bescherte der Kunst ihrer Zeit einen unvergleichlichen Aufschwung — und ein bitteres Erwachen. Überzeugt davon, dass neue Gesellschaftsformen auch neuer Kunst bedürfen und umgekehrt neue Kunst entsteht, wenn alles Bestehende gleichsam hinweggefegt wird, fühlten sich Künstler von gesellschaftlichen Umstürzen schon immer angezogen. Das 23. Internationale Atelierprogramm fragte — 100 Jahre nach Revolutionsbeginn — nach Erbe(n), Lehren und Konsequenzen epochaler Ereignisse, ihren Nachbeben, nach Spürbarkeit und Gestalt revolutionärer Energien und Ideen früherer Umbrüche in der Gegenwart, nach dem was bleibt: Wie haben sich Kulturen, Techniken und Mythen, wie Manipulierbarkeit, Medialisierung und Beschleunigung politischer Gewalt bis ins 21. Jahrhundert, bis zur Terrororganisation Daesh, gewandelt? 167 Bewerbungen aus 46 Ländern hatte eine internationale Fachjury (Inke Arns, Claudia Löffelholz, Anastasia Patsey, Christoph Tannert, Ursula Seeger) ausgewertet und drei Stipendiatinnen und Stipendiaten ausgewählt. In Karl Heinz Jerons Projekt «One Step Forward, Two Steps Back» zitieren so genannte Animatronics Textstellen aus George Orwells Farm der Tiere und Wladimir Iljitsch Lenins Ein Schritt vorwärts, zwei Schritte zurück. Mona Aghababaee & Hawreh Danesh reflektierten in ihrem Projekt «Footnote» unterschiedliche Dimensionen und ephemere Grenzen der Revolution als Phänomen. Und Nina Galić nimmt in «If your future is not mine» Fidel Castros ADIDAS-Jacke als Ausgangspunkt einer neuen Uniform und vereint Revolutionskritik mit einer subkulturell inspirierten Fashion-Strategie. Die zweite ACC-Ausstellung zum Thema.

ACC Redaktion (08.04.2018)

Donnerstag, 17. Mai 2018, 20 Uhr, ACC Galerie
Eintritt: frei!