Soviet Museums Between the Two World Wars: Art History on Display
Lesung mit Maria Silina
Mi., 24.06.2026, 19:00–20:30 Uhr
Maria Silina präsentiert ihr neu erschienenes Buch Soviet Museums Between the Two World Wars: Art History on Display (Routledge, 2026) im Rahmen einer öffentlichen Buchvorstellung am 24. Juni 2026 um 19:00 Uhr in der ACC Galerie Weimar, Burgplatz 1. Die Veranstaltung findet im Kontext der internationalen Konferenz Archeologies of the Communist Avant-Gardes: Ephemerality and Leftist Visual Production in Central and Eastern Europe between the World Wars (25.–26. Juni 2026) statt.
Das Buch erscheint in der Reihe Routledge Research in Art Museums and Exhibitions und untersucht die Geschichte sowjetischer Museen in den 1920er- und 1930er-Jahren. Im Zentrum steht eine der grundlegenden Fragen der Museologie der Zwischenkriegszeit: Wie lässt sich die historische Entwicklung der Kunst auf kohärente und überzeugende Weise darstellen? Ausgehend vom Konzept des Museums als Akteur kultureller Diplomatie und Soft Power zeichnet Silina die Aushandlungsprozesse zwischen Museumsfachleuten, staatlichen Behörden, Sammler:innen, Auktionshäusern und der Öffentlichkeit über das Schicksal von Millionen verstaatlichter Objekte nach der Revolution von 1917 nach. Darüber hinaus bietet das Buch die erste systematische Darstellung der Einrichtung sowjetischer Kunstabteilungen Mitte der 1930er-Jahre als Schaufenster des Sozialistischen Realismus – ein Modell, das später im gesamten kommunistischen Block übernommen wurde.
Maria Silina ist Professorin associée (Adjoint Professor) im Département d’histoire de l’art der Université du Québec à Montréal. Ihr aktuelles Forschungsprojekt Understanding Global Mobility through Digital Tools: the Circulation of Cultural Objects in Eastern Europe in the 20th Century (Montréal) bewegt sich an der Schnittstelle von Museumsstudien und Digital Humanities.
