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  • Galerie und Kulturzentrum in Weimar
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Veranstaltungen

Plus zur aktuellen Ausstellung

Was vergessen ward

Kunstgespräch mit Claus Bach & Frank Motz (beide Weimar)

Di., 23.06.2026, 19:00–20:30 Uhr in 8 Tagen
Eintritt: 3 € | 2 €

Yvonne Buchheim: «Die singende Stadt», 2004., Bild: Claus Bach

Eine Ausstellung ist nur so gut, wie sie „zum Nachdenken anregt“, „Fragen aufwirft“, „einen Perspektivwechsel initiiert“, „sich mit Widersprüchen befasst“. Unsere „Sammlung Weimar“ ist im Kern nicht nur unsichtbar, weil sie sich nach ihrem Ende wieder in Wohlgefallen auflöst, sondern sie ist auch unvollständig sein, weil ihre Arrangeure nicht alles Ausstellungswürdige gesehen haben können. Ergo baut die Show auf Zurufe und Anregungen aus der Besucherschaft: Welche Fehlstellen gibt es, was wird vermisst, ward vergessen, würde fraglos dazugehören müssen? In einem Erzählabend machen die Kuratoren Claus Bach und Frank Motz auf die eigenen Unzulänglichkeiten aufmerksam und stellen weimarbezogene Kunstwerke vor, die warum auch immer bislang nicht Teil der Ausstellung „Die Sammlung Weimar“ sind. Beide hoffen im selben Atemzuge auf Anregungen der Veranstaltungsgäste, wenn es darum geht, die Sammlung zu erweitern. Einige Beispiele: Der große israelische Waffenentwickler „Uzi“ Gal wurde am 15. Dezember 1923 in Weimar geboren, wuchs Am Horn auf und hieß damals Gotthard Glas. Yochai Avrahami produzierte dazu die umfassende Multimediaarbeit „UZI“. Yvonne Buchheim gewann für „Die Singende Stadt“, eine Art audiovisuelles Remake von Johann Gottfried Herders europäischer Liedersammlung, 161 Interpret*innen, die vor laufender Kamera sangen. Lassen die gesungenen Lieder Rückschlüsse auf die Soziologie Weimars zu? 1999 fotografierte Thomas Poetzl für seine Installation „Zeit – Gitter“ von seinem Wohnungsfenster aus Tag für Tag immer wieder dasselbe Zellenfenster der Justizvollzugsanstalt Weimar … und die sich dort abspielenden Veränderungen. Sarah Yazdanirad wollte mit „Gaulliver Platz“ auf dem öffentlich nicht zugänglichen, begrünten Tiefgaragendach inmitten des Weimarer „Gauforums“ eine 80 Meter lange, aufblasbare Hitlerfigur, auf dem Boden liegend und mit Seilen gefesselt, platzieren.

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