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Künstler*innen

Rafram Chaddad: Pkeila, 2014.

Rafram Chaddad

TN, IL, geboren 1976

Rafram Chaddad wurde in Djerba, Tunesien, als Sohn einer jüdischen Familie geboren. An Chaddads Kindheit erinnert ihn der Duft von Spinat: Seine Mutter wusch und trocknete die Spinatblätter tagelang, bereitete sie kompliziert zu – bis zu vier Stunden dauerte der Prozess, das Ritual des Kochens. Ein typisches, jüdisch-tunesisches Gericht, dessen Duft nun durchs ACC fliegt – seine Tradition aber geht seit der Industrialisierung mehr und mehr verloren. Chaddad wünscht, verbunden mit seiner Kindheitserinnerung, die Natürlichkeit lokal angebauter Lebensmittel zurück. Die Abnormität massenweiser Ex- und Importe an Nahrung kritisiert der Slow-Food-Artist zutiefst. „Mein Fokus beim Thema Essen liegt auf Einwanderung und Fragen des Lokalen“, so Chaddad. „Pkeila“ ist eine Arbeit, die im Rahmen des Projekts „Boaz“ in Kollaboration mit dem Künstler Dor Guez entstand und für Chaddad Symbol eines alten, in der Schnelllebig- und Ruhelosigkeit unserer Zeit fast schon ausgestorbenen Handwerks ist.

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