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Veranstaltungen

Brückentage in der neuen Welt — der Thüringer Röbling und seine Brooklyn Bridge 

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Sa, 24.09.2022, 18:00 Uhr
vor Ort, Eintritt: 3 € | 2 €

Man könnte sagen, dass der Thüringer Johann August Röbling den Verlockungen der neuen Welt erlag und sich 1831 nach Amerika verführen ließ — im Gepäck jedoch eine exzellente preußische Ingenieurausbildung als Architekt, Tief-, Deich-, Maschinen- und Brückenbauer. Sein berühmtestes Werk, die Brooklyn Bridge in New York, Sehnsuchtsort ostsozialisierter Bildungsbürger*innen, überquerten 161 Jahre später zwei weitere Thüringer staunend und fotografierend — dachten sie. Ursache und weitreichende Folgen dieses fotografischen Totalausfalls bilden den unterhaltsam-visuellen Rahmen des Abends über den findigen Thüringer Brückenkonstrukteur Rö/oebling.

Wir erfahren von der Bildungshistorikerin Nele Güntheroth und dem Konstruktionshistoriker Andreas Kahlow über dessen Werdegang, Arbeitsweisen und Drahtseilproduktion, die seine beeindruckenden Hängebrückenkonstruktionen erst ermöglichte. Fotograf Claus Bach sammelte seit seinem Fotodesaster 1992 bis zur eigenen Bildproduktion 2017 alles, was er über die Brooklyn Bridge finden konnte. Im Gespräch mit der Künstlerin Sonya Schönberger umkreisen die Beteiligten Werk und Wesen Roeblings, dessen umfängliches Bauschaffen heute weithin von seinem Namen abgekoppelt viele amerikanische Städte prägt.

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