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Veranstaltungen

Wissen wider Staunen, der Geruch von Planeten, interstellarer Staub

Kuratorinführung mit Anne Brannys (Berlin)

Achtung! Verschoben auf 11.04.
Mo, 11.04.2022, 18:00 Uhr
Eintritt: frei!

Bislang stellte die Berliner Künstlerin Anne Brannys in der ACC Galerie Weimar zwar aus, zuletzt im Jahr 2020 Zeichnungen zu ihrer 2017 erschienenen Enzyklopädie des Zarten, mit der sie ihren Ph.D.-Abschluss an der Bauhaus-Universität Weimar machte. Nun wurde sie von den Künstler*innen und Initiator*innen der Ausstellung More Planets Less Pain als Kuratorin beauftragt. Am 10.04.2021 um 16 Uhr führt sie durch die Ausstellung, in der es um folgende Fragen zur Forschung in der Kunst geht:


Was weiß die Kunst? Auf welche Weise findet sie es heraus? Und wie gibt sie ihr Wissen weiter? Diese Fragen werden im Arbeitsfeld der künstlerischen Forschung aufgeworfen und sie stellen sich im Ausstellungsprojekt ›More Planets Less Pain. Konstellationen künstlerischer Forschung‹. Alle hier präsentierten Positionen wurden im Promotionsprogramm der Bauhaus-Universität Weimar entwickelt und beschäftigen sich mit drängenden Fragen der Gegenwart, und zwar gleichermaßen mit wissenschaftlichen wie künstlerischen Methoden und Ausdrucksweisen. Zum ersten Mal seit seiner Gründung 2008 werden Projekte der promovierten und promovierenden Künstler*innen aus Weimar gesammelt in einer Ausstellung präsentiert.

Die Frage, was das ist: Künstlerische Forschung und was damit zu bewirken sei, wird in der Ausstellung auf vielfältige Weise diskutiert. Denn diese Kunst ist nicht für die Kunst allein, sie nimmt ihre Fragen aus Lebensweltlichkeit und Wissenschaft und strahlt dorthin im besten Fall zurück. Nicht selten ergibt die Verwobenheit von Theorie und Praxis und auch von ethischen Fragen, Politik und Ästhetik ein Knäuel, das entwirrt werden will, ohne den Faden zu verlieren oder gar die Haltung.

Sich diesen Fragen zu stellen, darüber zu streiten, ist nicht immer einfach; weil wir in einer komplexen Wirklichkeit leben und mit den – oft auch überraschenden – Ergebnissen einer sehr jungen Disziplin konfrontiert werden. Und bei alldem soll auch das sinnliche Erleben nicht zu kurz kommen! Die Lust zu schauen, nachzudenken und zu diskutieren ist der Anlass für diese Ausstellung. Sie bietet den einzelnen Positionen viel Raum, um sich zu entfalten und den Besucher*innen die Möglichkeit, in die aufgespannten Universen einzutauchen oder auch den schwebenden Teilchen, die zwischen den Fixsternen schwirren, zu folgen. Jeder Position sind transparente Boxen zugeordnet, die – im Eingangsbereich gebündelt und im Ausstellungsbereich einzeln schwebend – kontextualisierende Materialien wie Arbeitsgeräte, Literatur, Assoziationen, Irrlichter, verknüpfte Arbeiten ebenso wie theoretische Werke der Künstler*innen präsentieren und so den Besucher*innen umfassendere Einblicke ermöglichen.

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